Die Rechnung gefällt mir.Oelkanne hat geschrieben: Do 24. Okt 2019, 23:25 80 Millionen Deutsche a 75kg sind 6 Mio t Lebendmasse.
12,3Mio Rinder: 6,15 Mio t LM
27,3Mio Schweine: 1,7 Mio t LM
173 Mio Geflügel: 0,3 Mio t LM
In Summe 8,15 Mio t Lebendmasse,
In der Humanmedizin wurden 2017 etwa 800t Antibiotika verwendet,
das macht 0,133g/kg LM
Bei den Tieren wurden 733t eingesetzt:
das macht 0,089g/kg LM
Pferde, Schafe, Hunde und Katzen habe ich der Einfachheit halber weg gelassen.
In der Humanmedizin wurden also nicht nur absolut sondern auch noch relativ (das 1,5 fache!) deutlich mehr Antibiotika eingesetzt als in der Tierhaltung.
Ich hoffe, der Mehraufwand in der Humanmedizin sei der Tatsache geschuldet, dass Notschlachtungen oder Abtun wegen Unwirtschaftlichkeit der Behandlung dort unüblich sind, und dass Menschen weder gemolken noch verzehrt werden.
Ein kleiner Fehler: wenn du noch mehr Viecher weglässt, wird das Verhältnis noch grösser.
Dann wäre da noch das kleine Problem, dass die Antibiotika in der Tierproduktion mit Gülle und Mist auf die Felder, also direkt in die Umwelt ausgebracht werden, während die aus der Humanmedizin in Kläranlagen gehen.
Dann wäre da noch das Problem, dass es sehr unterschiedlich wirksame Antibiotika gibt - das Gewicht allein ist deshalb eine etwas schwierige Angabe für die Menge.
Aber sonst kann man mit solchen Rechnungen (alles verteilt auf alles) viel machen.
Die Musikakademien könnten zum Beispiel eine Liste der Musikinstrumente erstellen und daraus den Brennwert des Inventars pro Musiker berechnen. Wenn man Antibiotika nach Gewicht misst, ist der Brennwert für Streicher und Holzbläser auch geeignet.
Ach ja, und ich zusammen mit Donald Trump geben zwei Milliardäre.


