Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12
Die Vielfalt der Aufgaben der Landwirtschaft ist ja kaum überschaubar.
Eine wichtige staatliche Aufgabe ist aus meiner Sicht die Ernährungssicherheit.
Und dazu gilt es, die landwirtschaftlichen Nutzflächen in einem produktiven Zustand zu erhalten. Wenn das als Landschaftspflege verkauft wird, sei es so.
Das große Problem ist die Finanzierung.
Da machen sich halt auch einige Gedanken, wie es mit dem grössten Subventionsbezüger Landwirtschaft weitergehen soll.
Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12
Großen Teilen der Bevölkerung scheint immer noch nicht klar zu sein, wie dramatisch sich die wirtschaftliche Lage unseres Landes darstellt.
Wir haben seit der Wiedervereinigung Inflationsbereinigt ca. 1/4 bis 1/3 der damaligen Wirtschaftsleistung verloren, während andere westliche Länder ihre verdoppelt haben.
Das Statistische Bundesamt sieht das zwar anders (preisbereinigt), aber man kann ja trotzdem behaupten:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirts ... istig.html
Die BRD ("wir") hat damals einen praktisch bankrotten und hoch verschuldeten Staat übernommen und wieder auf die Beine gebracht. Das ist eine Leistung auf, die Ihr stolz sein könnt (auch wenn vieles hätte besser laufen sollen).
Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12
Wir haben technologisch und in Sache Produktivität in fast allen Bereich den Anschluss an die Weltspitze verloren.
Gleichzeitig sind die Staatsquote und die Verschuldung massiv gewachsen, wobei der größte Teil der aufgelaufenen Zahlungsverpflichtungen noch nicht mal offiziell bilanziert wird.
Wird befinden uns im weltweiten Vergleich wirtschaftlich im freien Fall.
Auch hier: Bitte erst verlässliche Quellen,dann schlussfolgern.
Immer wenn ich in D bin, stehen da in jedem Gewerbegebiet Plakate und auf vielen Lieferwagen und Gewerbefahrzeugen steht auch: Facharbeiter gesucht. Personal gesucht. Leute gesucht. Immobilienpresie steigen. 2/3 der Bevölkerung machen mindestens einmal im Jahr Urlaub für durchschnittlich 1600 Euro, tendenz steigend (Quelle:
Handelsblatt). So ähnlich stelle ich mir ein Land vor, das sich im freien wirtschaftlichen Fall befindet.
Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12
Dem Sozialstaat inkl. der Subventionierung der Landwirtschaft droht der Zusammenbruch.
Das tut er, wenn man nur den Schwarzen oder Blauen glaubt, schon seit 30 Jahren.
Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12
Für die Landwirte stellt sich also die Frage, wie sie im drohenden Argentinien-Szenario eines langanhaltenden sozialistischen Siechtums überleben können
Das muss doch jeder Unternehmer jederzeit?
Sozialismus? wo? In Argentinien? (wieder so eine Behauptung ...)
Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12während gleichzeitig die Regierung mit allen Mitteln versucht, die Lebensmittelpreise durch Importe zu drücken, um die Bevölkerung ruhig zu halten.
Die Bürokratie strebt zuallererst nach Selbsterhalt, nicht nach dem Bestmöglichen für das Volk.
na dann ab in die Trömpkei, der räumt mit dem Gesindel endlich auf und was dabei herauskommt, kann man täglich verfolgen.
Die Regierung versucht, die Exportwirtschaft am Leben zu erhalten, denn das ist der grösste Aktivposten der deutschen Volkswirtschaft. Man kann aber nicht exportieren, ohne zu importieren. Sooo schwer zu verstehen ist das eigentlich nicht.
Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12
Auf den deutschen Gunststandorten mit intensivem Ackerbau oder intensiver Veredelung existieren heute schon viele Betriebe ohne Inanspruchnahme der staatlichen Mittel und ein Wegfall derselben würde dort in erster Linie zu fallenden Pacht- und Bodenpreisen führen.
Ich bin vielleicht etwas schwer von Begriff, aber wenn etwas wegfällt, was man nicht kriegt, dann ändert sich genau gar nichts?
Und im Umkehrschluss: Mehr Subventionen lässt die Pachtpreise steigen. Man fördert als nicht die, die man eigentlich fördern will. Denn eine Pacht ist aus marktwirtschaftlichen Gründen immer so hoch, dass sich die Bestellung der Fläche gerade eben so noch lohnt.
Manfred hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 20:12
Die Frage ist, was mit dem großen Rest der Fläche passiert, wo eine wirtschaftliche Produktion bei den heutigen Strukturen ohne die Subventionen nicht möglich ist, und aufgrund der kleinräumigen Zerstückelung durch Siedlungen, Infrastruktur, etc. es auch unwahrscheinlich erscheint, dass die nötige Arrondierung großer Flächen für andere Produktionsweisen gelingt für eine Viehhaltung wie etwa in Neuseeland.
Dort könnten wie in Teilen des Ostblocks nach der Wende großflächige Brachen entstehen, weil die Bewirtschaftung aufgegeben wird und auch eine gezielte Umwandlung in Wald nicht wirtschaftlich wäre.
Diese Flächen dann später bei Bedarf wieder urbar zu machen, wäre mit großem Aufwand verbunden.
Wirtschaftlich nur dank Subventionen ist volkswirtschaftlich gesehen unwirtschaftlich. Man sollte das nicht fordern und gleichzeitig den Zusammenbruch des Sozialstaates der Regierung vorwerfen, denn all diese Leute haben ebenso begründete Ansprüche.
Man tut es trotzdem, denn die Regierung ist ja dazu da, schuld zu sein.
Die Frage ist, ob der Steuerzahler den Erhalt dieser Flächen noch zusätzlich bezahlen soll, aber dann doch nicht mitreden soll, wie das konkret aussehen könnte. Jede Art von Bewirtschaftungsauflagen ist ja bloss ein Produktionshindernis. Besonders der Naturschutz ist zudem böse und nimmt den Bauern die produktiven Flächen weg (die ja nur dank Subventionen bestellt werden, aber das hatten wir schon).
Falls es zur Arrondierung grosser Flächen kommt, bedeutet das ein grosses Hofsterben (was du früher auch schon der Regierung vorgeworfen hast).