Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5201

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 22:34 Alles doof.
Nicht mal die deutschen Winzer werden gerettet. Wenn jetzt aus Chile zollfrei der süße Wein kommt und zollfrei nach Indien weiterverkauft wird, mögen dort nicht mal mehr die Fakire den trockenen deutschen Wein trinken.
Und gegen indische Lohn- und Energiekosten werden wir nicht anproduzieren.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das aktuelle System durch niedrige Importpreise und damit nicht ganz so schnell steigende Ladenpreise noch mögl. lange am Laufen gehalten werden soll, selbst wenn wir dabei den Rest der Industrie auch noch verlieren.
Solange es den Schweinsbraten für 6 Euro das Kilo und die Flasche Wein für 99 Cent gibt, drückt Michel bei der Inflation in allen anderen Bereichen fest die Augen zu.
Was billigste Waren jeder Art angeht, so haben meines Wissens die Deutschen den Slogan "Geiz ist geil" erfunden. Egal was es sei, wenns aus China oder Argentinien billiger kommt, wird es dort per Internet bestellt. Dann kann man der Regierung vorwerfen, sie ruiniere die inländische Produktion.
Ich kaufe keinen Wein für 99Cent und keinen Schweinsbraten für 6 Euro das Kilo. Ich würde das auch nicht tun, wenn es inländische Ware wäre.

Jetzt bezahlt man halt die Rechnung andersrum. Das eigentliche Problem ist nämlich, dass die leistungslosen Einkommen durch Kapitalgewinne, Dividenden usw. sich nicht angemessen an der Steuerlast und damit an der Gesellschaft beteiligen, die ihre Gewinne erst ermöglicht. Sie stellen auch keine Arbeitsplätze zu menschenwürdigen Bedingungen bereit. Sie sind aber für das Aufblähen der Geldmenge verantwortlich. Inflation ist eine der Quittungen dafür.

Was kann man als einzelner dagegen tun? Nicht viel. So erzeugen, dass man selbst dazu stehen kann. Sich ärgern, dass indische Fakire keinen trockenen deutschen Wein mehr trinken? Wenns hilft ...

Die Schweizer haben das mit dem Wein durch. Vor 40 Jahren gab es staatliche Abnahmegarantien. Da wurden Unmengen von aus heutiger Sicht minderwertiger Massenware erzeugt und vom Staat aufgekauft. Keine Ahnung was die damit gemacht haben. Dann kann die Marktöffnung. Seitens der Weinbauern grosses Geschrei wegen Ruin der wirtschaftlichen Existenz. Was ist passiert? Der Schweizer Wein ist teurer und deutlich besser geworden. Die Winzer gibt es immer noch und sie jammern immer noch.

Neuerdings gibt es den Trend, dass der Weinkonsum insgesamt rückläufig ist. Das drückt auf die Preise.

Die Landwirtschaft ist der grösste Abnehmer staatlicher Subventionen. Abhilfe würde ein System schaffen, das die geldwerten Leistungen separat bezahlt. Also in dem Stil, du hast 3 ha Magerwiese nach Güteklasse xyz, gibt so und so viel Bewirtschaftungsbeitrag. Wie das sein muss ist bekannt und es wird kontrolliert, damit nicht geschummelt wird. (ist halt in allen Bereichen so, wo irgendjemand Staatsgelder abziehen kann). Subventionen, bloss weil man ein Gewerbe ausübt, darf es nicht geben, schon nicht wegen dem Gleichbehandlungsprinzip: Ein Dachdeckerbetrieb ist für die Gesellschaft und die Umwelt genau so wichtig wie ein Landwirt, kriegt aber nicht bloss deshalb Geld vom Staat, weil er Dächer deckt.

Schaut man die Globalisierung gesamthaft an, so ist Deutschland wie die meisten Industriestaaten auf der Gewinnerseite. Aber man kann nicht dauernd Urlaub auswärts mit dem Billigflieger machen, einen riesigen Handelsbilanzüberschuss bei Industrieprodukten haben und sich dann darüber beschweren, dass andere Länder das auch wollen und mit dem kämpfen, wo sie stark sind - mit Dumpingpreisen für Massenware.
Bitte auch nicht vergessen, dass nicht der deutsche Staat die eigene Industrie ruiniert, sondern dass das die Investoren und zum Teil die Unternehmer selber tun: Man verlagert ins Ausland, weil man sich dort mehr Gewinn erhofft, und stellt das dann so dar, als würde man dazu gezwungen.

Ich habe diese Geldschickeria sowas von satt, weil es hier in der Nähe massenhaft davon hat. Die stellen sich eine Villa für 5 Millionen hin und beschweren sich dann, wenn die Gemeinde 200 mehr im Jahr für den Räumdienst verlangt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5202

Beitrag von wörpedahler »

Tscharlie hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 07:02 Da Deutschland ein Exportland ist, machen solche Vereinbarungen Sinn.
Wer sagt das? Warum ist das so?
Ist das ein Naturgesetz?
Ist das noch so, oder war das mal unter Kohl so und hat sich längst geändert?
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Amigo
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5203

Beitrag von Amigo »

emil17 hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 07:58
Manfred hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 22:34 Alles doof.
Nicht mal die deutschen Winzer werden gerettet. Wenn jetzt aus Chile zollfrei der süße Wein kommt und zollfrei nach Indien weiterverkauft wird, mögen dort nicht mal mehr die Fakire den trockenen deutschen Wein trinken.
Und gegen indische Lohn- und Energiekosten werden wir nicht anproduzieren.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das aktuelle System durch niedrige Importpreise und damit nicht ganz so schnell steigende Ladenpreise noch mögl. lange am Laufen gehalten werden soll, selbst wenn wir dabei den Rest der Industrie auch noch verlieren.
Solange es den Schweinsbraten für 6 Euro das Kilo und die Flasche Wein für 99 Cent gibt, drückt Michel bei der Inflation in allen anderen Bereichen fest die Augen zu.

Bitte auch nicht vergessen, dass nicht der deutsche Staat die eigene Industrie ruiniert, sondern dass das die Investoren und zum Teil die Unternehmer selber tun: Man verlagert ins Ausland, weil man sich dort mehr Gewinn erhofft, und stellt das dann so dar, als würde man dazu gezwungen.


emil17 ,
in der Regel darfst du ja schreiben wie und wann und warum der Hahn kräht . Ich schreib´s jetzt mal in deinen Worten .
Und die Quiz magst du ja .

Aber bei so viel Postfaktizität geb´ich dir mal ein kleines Rätsel auf .
BASF Ludwigshafen - Deutschland - ( kenn you ? ) macht weltweit an allen Standorten Gewinn , außer in ... ?

Ja wie kommt es nur ?
.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5204

Beitrag von Rohana »

Tscharlie hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 07:02 Nun mal zu was können wir der Welt verkaufen?
Ich frag mich da eher, *müssen* wir der Welt was verkaufen und wenn ja, wieviel davon?

Was haben wir davon wenn die Autoproduktion boomt und die Landwirtschaft an die Wand gefahren wird? Was an Strukturen zerstört wird, kommt so schnell nicht wieder. Es ist schon schlimm genug dass mit (landwirtschaftlicher) Fläche die Nahrungsmittelproduktion aus allen Möglichkeiten die unrentabelste ist, was man damit anfangen kann.
emil17 hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 07:58 Die Landwirtschaft ist der grösste Abnehmer staatlicher Subventionen. Abhilfe würde ein System schaffen, das die geldwerten Leistungen separat bezahlt. Also in dem Stil, du hast 3 ha Magerwiese nach Güteklasse xyz, gibt so und so viel Bewirtschaftungsbeitrag.
Das ist genauso ein toller Weg die Landwirtschaft zu ruinieren, glaub mir. Die Subventionen die wir hier haben sind doch ursprünglich als Ausgleich für wegfallende Zölle/Schutz der inländischen Produktion gedacht gewesen und sind mittlerweile auch einfach nix mehr wert, wir sind kurz vor dem Punkt wo es rentabler ist keine Subventionen zu beantragen weil man dann möglicherweise sinnvoller wirtschaften kann, aber da hat der liebe Staat ja vorgesorgt: Wer nicht Nachweise aus dem Subventionsantrag vorlegen kann, wird rausgekegelt...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Sonne
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5205

Beitrag von Sonne »

Manfred hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 22:34 Alles doof.
Nicht mal die deutschen Winzer werden gerettet. Wenn jetzt aus Chile zollfrei der süße Wein kommt und zollfrei nach Indien weiterverkauft wird, mögen dort nicht mal mehr die Fakire den trockenen deutschen Wein trinken.
Fakire dürfen aus religiösen Gruppen eigentlich keinen Wein / Alkohol trinken. :grinblum:

Ich habe mich sowieso gefragt...warum der Weinimport so betont wurde. Die Buddhisten dürfen keinen Alkohol trinken...die Moslems nicht und im Hinduismus wird es auch nicht gerade empfohlen. :hmm:

Naja. Ein Teil der Bevölkerung wird sich nicht unbedingt an alle religiösen Vorschriften halten. :lala:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
Manfred
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5206

Beitrag von Manfred »

Sonne hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 11:53 Ich habe mich sowieso gefragt...warum der Weinimport so betont wurde.
Weil der deutsche Weinmarkt die letzte Monate völlig zusammengebrochen ist.
Es gehen reihenweise Vermarktungsgenossenschaften und Betriebe pleite.
Durch die angebliche Export-Perspektive sollen die Bauernverbände bei der Stange gehalten werden.

Der deutsche Weinbau ist extrem reguliert. Es sollten dadurch die Steillagenbetriebe erhalten werden.
Aber aktuell ist es so, dass selbst die meisten halbwegs rational maschinell bearbeitbaren Flächen nicht mehr wirtschaftlich sind.
Solche Regulierungen gehen halt immer irgendwann nach hinten los, weil sich die technische Entwicklung und wirtschaftliche Realität nicht aufhalten lassen. Und es gibt mehr als genug brettebene, klimatisch günstige Weinbauflächen auf diesem Planeten.
Jetzt gibt es halt eine Bereinigung dahin, dass von den Steillagen nur übrig bleibt, was hochpreisigen Nischenabsatz findet.

Das gleiche mit Emils Magerrasen. Kann man eine Zeit lang hinsubventionieren. Aber irgendwann bricht das dann komplett zusammen und die Flächen wachsen zu, weil man es versäumt hat, wirtschaftliche Tierhaltungsbetriebe aufzubauen.
Und wenn die Tierhaltungsstrukturen erstmal weg sind, stellt die in unserem klein zerstückelten Land keiner so schnell wieder auf die Beine.
Wenn dann der junge Betriebsleiter eines der letzte Naturschutzflächenauffangbetriebe zum wiederholten Male mit laufendem Motor irgendwo auf der Straße stehend auf den Lenkrad eingeschlafen vorgefunden wird, kann man sich ungefähr ausmalen, wie weit das auf Anschlag läuft. Irgendwann ist der halt tot oder psychisch zusammengebrochen und seine Tierhaltung dann auch noch weg. Die gutbezahlten NGOler und Behördenmitarbeiter, die sich regelmäßig für die Organisation der Naturschutzprojekte brüsten, wo er die praktische Arbeit erledigt, werden diese, seine Arbeit nicht übernehmen.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5207

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 14:08Die gutbezahlten NGOler und Behördenmitarbeiter, die sich regelmäßig für die Organisation der Naturschutzprojekte brüsten, wo er die praktische Arbeit erledigt, werden diese, seine Arbeit nicht übernehmen.
Na ja, das musste ja mal wieder sein.
Die Organisation der Naturschutzverbände läuft wie sehr vieles sehr weitgehend ehrenamtlich. Wenn du reich werden willst, musst du nicht unbedingt beim Naturschutzbund anfangen. Fette Landwirtschaftsfunktionäre sind auch schon öfter gesehen worden. Die wissen ebenfalls genau, was die Landwirtschaft braucht, haben aber selbst auch noch nie eine Mistgabel in den Händen gehabt.
Falls dich die Gehälter der Beamten stören, lässt du dich ins zuständige Parlament wählen und bringst die Regierung dazu, dass die Faulpelze und Sesselpupser auf halben Sold gesetzt werden und endlich mal etwas machen müssen.
Weisst du, warum die sich damit "brüsten"? Weil das beim Publikum, das mit seinen Steuern auch die Subventionen der Bauern bezahlt, besser ankommt als langweilige Maisäcker und totgespritzte Apfelplantagen.
Amigo hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 08:26 Aber bei so viel Postfaktizität geb´ich dir mal ein kleines Rätsel auf .
BASF Ludwigshafen - Deutschland - ( kenn you ? ) macht weltweit an allen Standorten Gewinn , außer in ... ?

Ja wie kommt es nur ?
Unter der Annahme, dass das stimmt (ich glaube nicht, dass die in D gar keine Steuern bezahlen, aber seis drum):
Ein internationaler Konzern kann Gewinne in Niedrigsteuerländer verlagern. Dazu gibts viele Tricks.

Einer geht so: Eine Fabrik im Hochsteuerland A kauft Zubehör, Verpackung, Ausgangsprodukte und so weiter aussschliesslich bei einem Lieferanten im Niedrigsteuerland B ein, der dem gleichen Konzern gehört, aber zu überhöhtem Preis. Und schon fällt ein Teil des Gewinns, der im Land A durch den Verkauf der Endprodukte gemacht wurde, steuerlich im Land B an. Bei Chemie und Pharma wird vor allem die sehr teure Forschung und Entwicklung an Orten mit guter Infrastruktur, gut ausgebildeten Leuten und Rechtssicherheit gemacht, die Produktion dann aber in Billiglohnländern (da wo, wie damals in Bhopal, die Chemieunfälle nicht so teuer werden).
Dann gibts natürlich ganz viele Experten in Berlin und Brüssel, die auch Dir gerne erklären, warum es für Deutschland gut ist, wenn die Leute mit viel Einkommen wenig Steuern zahlen müssen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5208

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 09:34 Das ist genauso ein toller Weg die Landwirtschaft zu ruinieren, glaub mir. Die Subventionen die wir hier haben sind doch ursprünglich als Ausgleich für wegfallende Zölle/Schutz der inländischen Produktion gedacht gewesen und sind mittlerweile auch einfach nix mehr wert, wir sind kurz vor dem Punkt wo es rentabler ist, keine Subventionen zu beantragen weil man dann möglicherweise sinnvoller wirtschaften kann, aber da hat der liebe Staat ja vorgesorgt: Wer nicht Nachweise aus dem Subventionsantrag vorlegen kann, wird rausgekegelt...
Ich glaub dir gerne, dass Landwirt sein in der EU nicht so toll ist. Vielleicht wählt ihr in den Bauernverband mal Leute, die nicht bloss die Interessen der ganz Grossen wie Müllermilch vertreten?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5209

Beitrag von Manfred »

Deine beharrliche Verweigerung jeder Selbstreflexion ist fast bewundernswert.
Aber anders kann man ein solches Leben vermutlich nicht führen.

Zurück zum Thema:
Zur Lage im deutschen Weinbau zitiere ich einen aktuellen Beitrag aus dem Landtreff:

"Mein Betrieb liegt auch im Bereich Nordbaden, ziemlich oben der letzte Zipfel, zumindest noch im Einzugsgebiet des BWK.
Weinbau gab es hier eigentlich schon immer, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Einfach weil die Lagen eher durchwachsen sind.

Politisch ausgedrückt:
Wir stehen vor einer der schwersten Herausforderungen unserer Zeit. Die Lage ist ernst und sie duldet keinen Aufschub.

Einen großteil der Pachtweinberge haben wir mittlerweile gekündigt und nur noch die Eigentumsflächen (kann man ja schlecht kündigen) sowie eine Hand voll anderer Anlagen von Verpächtern bei denen wir auch Ackerflächen haben, in der zukünftigen Bewirtschaftung.

Momentan wird wie wild gerodet und flächen zurückgegeben, teilweise hören ganze Betriebe mit dem kompletten Weinbau auf.
Gefühlt kam da erst nach der letzten Abrechnung so richtig Schwung in das ganze.

Ein paar Privatwinzer halten zwar weiter gegen den Trend aber der Großteil an Genossenschaftswinzer ist am abbauen."
https://www.landtreff.de/marchenstunde- ... -1365.html

Die Weinbauern reagieren also marktwirtschaftlich und reduzieren die Anbaufläche.
Nischenbetriebe, die nicht auf die Genossenschaften und den Groß-Einzelhandel angewiesen sind, können sich halten.
Die Zukunft wird zeigen, welches neue Gleichgewicht sich einstellt.

Das "nach der letzten Abrechnung" bezieht sich auf die Auszahlungspreise der Vermarktungsgenossenschaften.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5210

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 18:59 Deine beharrliche Verweigerung jeder Selbstreflexion ist fast bewundernswert.
Aber anders kann man ein solches Leben vermutlich nicht führen.
Weisst du wie ich lebe? nein. Also rede nicht von Dingen, die du nicht weisst.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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