Das Ausgangsszenario dieses Fadens ist ja bewusst ein zeitlich und räumlich begrenztes Ereignis eines Ausfalls der öff. Versorgung im Bereich Strom. Man kann das gerne auch auf andere Bereiche anwenden, wie die schon angesprochene Wasserversorgung oder Gas oder Fernwärme.
Es ist sowas wie ein Tick von mir, dass ich bei allen Dingen, die ich zum Leben brauche, auf zwei Prinzipien achte: Das ist einmal der Leitspruch "der beste Rat ist der Vor-rat", das Zweite ist das Redundanz-Prinzip. Für alle Grundbedürfnisse sollte es zumindest einen Plan-B geben, ein Plan-C und D kann auch nicht schaden.
Darum halte ich z.B. die allseits gehypten Wärmepumpen für riskant, denn der Strom, den sie brauchen, lässt sich nun mal schlecht im erforderlichen Umfang privat bevorraten. Bei Gasheizungen wäre ein Flüssiggastank eine Option, bei Trinkwasser wäre eine eigene Quelle optimal, ansonsten der schon erwähnte Speicher der Soloarthermie, deren Strombedarf übrigens leicht per PV gedeckt werden kann. Auch der Strombedarf von Umwälzpumpen von Holzheizungen ist relativ gering und kann mit Akku+Wechselrichter eine Weile gedeckt werden. Bei alten Zentralheizungen aus den 50er und 60er Jahren gab's noch Schwerkraftsysteme mit sehr großen Rohrquerschnitten. Die würden, in Kombination mit einem Stückholz-Kessel, evtl. auch ohne Strom funktionieren.
Und wenn alle Technik versagt, ist ein simpler Holzofen zusätzlich auch kein Fehler, wenn auch mit den von woidler schon angesprochenen Einschränkungen.
Ideal wäre/ist natürlich eine Lebensweise, die von vornherein nicht von öffentlichen Versorgungsnetzen abhängig ist, so wie petias es beschreibt und praktiziert. Der damit verbundene "Komfort"-Verlust als alltägliche Normalität, statt auf Notfallszenarien beschränkt, ist allerdings auf freiwilliger Basis NOCH nicht mehrheitsfähig, vermute ich...
