Hmmm. Bei Kartoffeln wird das Kraut vorher zum absterben gebracht, mechanisch oder chemisch. Bei Zuckerrüben kenne ich mich gar nicht aus. Müsste ich mal nachlesen/nachfragen. Aber ist es nicht auch so, dass die Wurzel die wir ernten gewissermassen ausgereift ist? Die Nährstoffe werden doch ins Speicherorgan gezogen...emil17 hat geschrieben: So 14. Apr 2024, 20:19 Mir kommen da etwa Kartoffeln oder Zuckerrüben in den Sinn, wo bei der Ernte all die Wurzen im Boden zurückbleiben.
es könnte teilweise aber auch bei ausdauernden Kulturen eintreten. Wurzeln sind für die Pflanzen extrem unterhaltsintensiv und wenn plötzlich alle Blätter bei der Mahd weg sind, könnte es sein, dass ein grosser Teil der Feinwurzeln abgestossen wird, weil die Energie für ihre Existenz nicht geleifert werden kann. Das ist aber nur eine Vermutung.
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
ich vermute - vermute - dass die Pflanze das so gut macht wie sie es kann, dass das aber nicht vollständig erfolgen kann, und deshalb nicht nur Zellulose und Lignin im Boden bleibt und N, K, P und alles was wirklich wertvoll ist, vollständig abgezogen werden kann. Die Ernte erfolgt ja dann, wenn die Rübe oder Knolle gefüllt ist, d.h. wenn sie bei weiterem Warten nicht mehr an Qualität oder Gewicht zunimmt.Rohana hat geschrieben: Mo 15. Apr 2024, 09:22 Aber ist es nicht auch so, dass die Wurzel die wir ernten gewissermassen ausgereift ist? Die Nährstoffe werden doch ins Speicherorgan gezogen...
Leider ist die Bestimmung von Wurzelbiomasse, und erst von Gehalten darin, eine mühevolle und leidige Angelegenheit. Deshalb schreibt man lieber von anderen ab, die das schon gemacht haben, statt selber zu bestimmen. Für die Praxis ist es auch nicht so wichtig, weil man ja sowieso nur die Knollen oder Früchte oder das oberirdische ernten kann.
Ebenfalls logisch ist, dass ein Boiden mit sehr viel Nährstoffspeichervermögen solche Phänomene viel besser ausgleichen kann, also durch Vermeidung von Auswaschungsverlusten Dünger spart. Das darf man aber nicht mit einer natürlichen Nachlieferung oder mit weniger Nährstoffbedarf der Nutzpflanzen verechseln. Weil das aber noch mühsamer zu messen ist (wie soll man Nachlieferung aus frisch abgestorbenen Feinwurzeln quantitativ sauber von Nachlieferung aus anderen Ursachen unterscheiden und bestimmen?), bleibt da viel Interpretationsspielraum offen.
Das ist auch gut so - man stelle sich vor, ohne das vollständige theoretische Wissen um alle Vorgänge im Boden bis ins biochemische Detail könnte man nichts anbauen. Das ist aber kein Freibrief, um Dinge zu behaupten, die aus chemischen oder physikalischen Gründen unmöglich sind.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Soweit die Theorie. Von den Zuckerrüben weiss ich dass die Ernte dann erfolgt wenn "der Gerät" frei ist, und das ist überbetrieblich geregelt und anscheinend recht komplex... glaube bei Kartoffeln sind die da pingeliger, und können/müssen das sein für Speiseware... Muss mal n Kumpel fragen, der ist Berater im Kartoffelanbau. Ich glaube nicht dass nach Zuckerrüben Zwischenfrüchte genutzt werden, nicht weil sie da nicht evtl sinnvoll wären, sondern weil es schwierig umzusetzen ist aufgrund von Rodetermin und Wetter/Bodenbedingungen.emil17 hat geschrieben: Mo 15. Apr 2024, 09:40 Die Ernte erfolgt ja dann, wenn die Rübe oder Knolle gefüllt ist, d.h. wenn sie bei weiterem Warten nicht mehr an Qualität oder Gewicht zunimmt.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich weiss nur, dass die Zuckerrübenbauern enge Ablieferungstermine bei der Zuckerfabrik haben. Oft liegt die Ernte unter Plane auf dem Acker. In regnerischen Spätherbsten ist die Ernte ein Problem, wenn das Feld zu nass mit den schweren Erntemaschinen befahren werden muss.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Gut das ich meine Biokartoffeln von der SoLaWi bekomme und auch noch eigene habe. In beiden Fällen werden die Kartoffeln erst geerntet wenn das Laub von selbst abstirbt.Bei Kartoffeln wird das Kraut vorher zum absterben gebracht, mechanisch oder chemisch.
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Bernd Belgien
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja, so macht man das.
Rüben stechen ist übrigens absolut für den Arsch (mein erstes Fahrrad) zu 2DM pro Stunde...
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Fürs Rüben stechen gab es bei uns früher gar nichts.
Fürs Spargel stechen bekamen wir 5 DM für den ganzen Nachmittag. Das war damals viel Geld für uns Kinder die kein Taschengeld bekamen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Für's Trauben lesen gab's bei uns in den frühen 70ern ( 19 ) für jugendliche 3 Mark und 60 Pfennig ( DM ) .
In der Stunde.
@Sybille, warum gab es fürs Rüben stechen bei euch nichts?
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.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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Bernd Belgien
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ballen stapeln war noch "besser"...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Amigo, ich weiß es nicht. Vielleicht weil unsere Eltern mit Spargel Geld machten und die Rüben für die Tiere waren.
Bernd, ich habe es geliebt mit meiner Mutter auf dem Wagen hinter der Presse zu sein und die Ballen aus der Presse zu nehmen. Meine Mutter stapelte die Ballen und liebte es den Wagen gut hoch zu stapeln. Hoch oben drauf fuhren wir dann manchmal über die damals kaum befahrene Bundesstraße und fühlten uns toll. Aber dafür gab es auch kein Geld.
Auch fürs Futterrüben ziehen gab es nichts und trotzdem hatte ich das gerne gemacht denn irgendwann im jungen Alter hatte ich die Idee das ich die Rüben mit der Mistgabel auf den Wagen geben könnte und durfte dafür den Trecker immer ein Stück weiter fahren. Trecker fahren fand ich toll auch wenn es immer nur ein paar Meter waren.
Bernd, ich habe es geliebt mit meiner Mutter auf dem Wagen hinter der Presse zu sein und die Ballen aus der Presse zu nehmen. Meine Mutter stapelte die Ballen und liebte es den Wagen gut hoch zu stapeln. Hoch oben drauf fuhren wir dann manchmal über die damals kaum befahrene Bundesstraße und fühlten uns toll. Aber dafür gab es auch kein Geld.
Auch fürs Futterrüben ziehen gab es nichts und trotzdem hatte ich das gerne gemacht denn irgendwann im jungen Alter hatte ich die Idee das ich die Rüben mit der Mistgabel auf den Wagen geben könnte und durfte dafür den Trecker immer ein Stück weiter fahren. Trecker fahren fand ich toll auch wenn es immer nur ein paar Meter waren.
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