Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Yuddha
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4811

Beitrag von Yuddha »

emil17 hat geschrieben: Di 26. Mär 2024, 11:45 Die Software motzt, ein Pflichtfeld sei nicht ausgefüllt
Kann man das nicht schwärzen? ;)
Gesendet von meinem Gameboy.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4812

Beitrag von emil17 »

Ich hab schon den ganzen Bildschirm voll Tipp-Ex und es motzt immer noch :)
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Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4813

Beitrag von Sven2 »

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... r-100.html

Bericht über Landwirte aus der Eifel, die wegen der Nitratbelastung im Grundwasser weniger düngen dürfen und deswegen nur schwierig Getreide zum backen anbauen können
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4814

Beitrag von Rohana »

Nix neues. Allerdings ist Nitrat kein Schadstoff und düngen über den Grenzen des Gesetzes ist nicht zwangsläufig "überdüngen". Den Zusammenhang zwischen Protein im Weizen und verfügbaren Stickstoffdünger (und aller Konsequenzen) werden die wenigsten Leser wirklich überblicken.
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Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4815

Beitrag von Sven2 »

Gut, ich denke die meinen düngen über das Gesetz hinaus mit überdüngen und nicht mit über dem Pflanzenbedarf gesehen.
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4816

Beitrag von sybille »

Für die Großbäckereien braucht es eine bestimmte Menge an Protein im Weizen da der Kunde sein Brot und seine Brötchen nächste Woche genauso haben will wie vor 5 Wochen. Aber auch aus Biogetreide, das nur mit der nötigsten Menge Dünger gedüngt wurde, kann ein richtiger Bäcker leckeres Brot backen.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4817

Beitrag von Rohana »

Eh, auch konvi Getreide wird nur mit der "nötigen" Menge gedüngt. Die hängt nämlich von der Weizensorte und vom Ertrag ab. Durch die Auflagen der roten Gebiete muss man zwangsläufig immer 20% unter der "nötigen" Menge bleiben, egal wie die aussieht. Dummerweise wird damit auf längere Sicht der Bodenvorrat angegriffen weil die Kultur trotzdem Hunger hat, also wird Humus abgebaut. Ich gehe auch jede Wette ein dass diese Massnahmen eben nicht grossartig die Nitratwerte im Grundwasser ändern werden. Aber das werden sie erst glauben wenn es so weit ist... :bang:
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Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4818

Beitrag von Sven2 »

Jetzt muss ich doof fragen, ist bei Bio nicht die Art des Düngers (organisch statt mineralisch) entscheidend, nocht die Menge? Ich kenn die Vorgaben der Verbände jetzt nicht :hmm:
Ich glaube auch nicht, dass mit Absicht überdüngt wird. Was man liest kostet zum einen Dünger Geld und ich kenns jetzt nur von Gemüse, dasd das aufdie Pflanzengesundheit negative Folgdn haben kann wenn zu viel Stickstoff da ist, ist das nicht bei Getreide auch so?
Eberhard
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4819

Beitrag von Eberhard »

@sven2: Das Ganze ist nicht eindimensional zu betrachten. Natürlich will niemand überdüngen, außer vielleicht im Kleingarten, wo es keine Maße gibt.
Es wird gedüngt nach Bedarf, der von jemandem errechnet und festgelegt wurde. In dem festgelegten Bedarf können erhebliche Übermengen liegen, da es ja Schwund gibt, da die Düngung eher einmalig ausgebracht wird, der echte Bedarf durch die Pflanzen sich aber über längere Zeiträume ergibt und so gesehen eine kontinuierliche Bereitstellung erwartet.

Stickstoff ist eminent wichtig für Eiweißbildung, und wenn die Abnehmer da Forderungen an Gehalte stellen, sollten die im finanziellen Interesse erfüllt werden.
Pflanzengesundheit: Jein. Sind hochgefahrene Eiweißgehalte wegen Backeigenschaften an sich gesund - für die Pflanze? Gegen Gesundheitsprobleme gibt es auch Mittelchen, kosten aber auch Aufwand und Geld. In diesem Spannungsfeld (was darf ich, was kann ich, was muss ich, rechnet es sich) muss der Landwirt agieren, und das ist schon eine Kunst und verdient Anerkennung. Einflussgrößen wie Wetter, Klima, Schädlinge kommen da auch hinzu.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4820

Beitrag von Rohana »

Sven2 hat geschrieben: Mi 10. Apr 2024, 09:24 Jetzt muss ich doof fragen, ist bei Bio nicht die Art des Düngers (organisch statt mineralisch) entscheidend, nocht die Menge?
Bio ist genauso der Düngeverordnung unterworfen wie andere auch :) nur sind im Biolandbau synthetische Dünger nicht zugelassen, sprich die benötigte (Stickstoff)Menge wird ziemlich vollständig über organische Dünger wie Mist/Gülle, auch Hornspäne oder Blutmehl, sowie Kompost und ähnliches abgedeckt. Kalk, Spurenelemente und Schwefel können idR wie bei Konvi auch gedüngt werden (weil es anders nicht geht...). Natürlich versucht man, muss man, im Biolandbau so gut es geht die Fruchtfolge sinnvoll und weit zu gestalten, mit viel Zwischenfrüchten und Leguminosen. Aber das heisst ja nicht dass Konvis das nicht auch machen dürfen ;) So betrachtet, habe wir "Normalos" einfach den grösseren Werkzeugkasten. Wir dürfen alles innerhalb der legalen Grenzen.

@Eberhard, es wird mitnichten einmalig gedüngt, sondern im Verlauf der Vegetation zu bestimmten Zeitpunkten mit bestimmten Mengen und Düngerarten je nach Kultur und Bedarf. Man weiss ja welche schnell und welche langsam wirken und es ist kein Bauer so blöd, Zeit, Arbeit und Geld zu verschwenden um Dünger sonstowhin zu pusten wo es der Pflanze nicht hilft. Natürlich haben wir keine Glaskugel und können Wetter und sonstige Umstände nie 100% passend voraussagen, aber ein gewisses Niveau wird schon erreicht.
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