Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4801

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Di 26. Mär 2024, 10:36 Ganz ehrlich, ich hab n bisschen Hals.
Sowas ist in der Tat übel. Gibts da Hilfe bei der Landwirtschaftskammer?

Ich hab auch eben Ärger mit den Formularen der Steuererklärung. Die Software motzt, ein Pflichtfeld sei nicht ausgefüllt und sagt auch brav welches, aber das ist ausgefüllt.
Es war dann so, dass man dort die Anzahl HomeOffice Tage angeben muss. Da kommt der Hinweis, dass man für diese Tage keine Fahrspesen ansetzen darf. Soweit logisch. Weniger logisch wirds, wenn man dort Null eingefüllt hat, weil man kein HomeOffice gemacht hat. Lesen, wegklicken, ausfüllen. Das Programm will aber, dass man diesen Hinweis aktiv als "habe gelesen und verstanden und befolge es" in einem Kästchen bestätigt, das nur beim Hinweis erscheint. Sonst kommt bei der Verifizierung der Hinweis, besagtes Feld für Anzahl HomeOffice Tage sei falsch ausgefüllt.
Und wehe, wenn man als Selbständigerwerbender dort Null reinschreibt - das Feld ist nur für Anstellung gedacht.
Keine Ahnung, wer sich sowas so ausdenken kann. Ich vermute wenn man mal einige Jahre Programmierer von Steuersoftware ist, dann wird man so, dass man das sogar logisch findet. Statt zwei if-Abfragen mehr im Berechnungscode werden lieber umfangreiche, für Nicht-Steuerberater unverständliche Hinweisboxen programmiert.

Ich weiss, dass das fehlerfreie Programmieren von sowas äusserst anspruchsvoll ist. Dennoch darf man den Benutzern das nicht zumuten. Besonders eigenartig wirkt es, dass man diese Software benutzen MUSS, dass aber beim erstmaligen Benutzen der Hinweis kommt, das Amt hafte nicht für Programmfehler und es sei ausschliesslich das Steuergesetz massgebend.

Bei Euren Formularen dürfte es ähnlich sein.
Software, die sich am Markt gegen Konkurrez behaupten muss, durchläuft umfangreiche Testphasen beim Zielpublikum und wo die Software auf Benutzerführung, innere Logik usw. getestet wird. Gewerbliche Software kommt gewöhnliuch mit Schulung des Personals einher. Als Programmiere ist man meist so in seinen Schleifen verstrickt und weltfremd, dass man gar nicht ahnen kann, wo und an was die Benutzer dann hängen bleiben.
Das Finanzamt und das Landwirtschaftsamt haben sowas nicht so wirklich nötig, weil die Benutzung nicht freiwillig ist. Bezahlt halt einen freiberuflichen Berater dafür, wenn ihr damit nichts zu tun haben wollt, ist denen ihre Logik. Die Zeit, die man vor solchen Formularen verbringt, ist sowieso Eure Freizeit, da kommts ja auch nicht so drauf an.
*Disclaimer* Ich halte Steuern korrekt angeben für wichtig und bescheissen ist kein Kavaliersdelikt, aber hier geht es nicht darum.

Auch nett in dem Zusammenhang: Ich habe ein Stück Landwirtschaftsland erworben. Grundgüter muss man in der Steuer angeben und nach dem Kauf erhält man vom Amt einen Katasterauszug mit dem in der Steuer zu deklarierenden Wert des Grundstückes. War in dem Fall für die Steuer nicht so ergiebig, weil es unerschlossenes steiles Brachland zu 50 Rappen pro Quadratmeter war und bei Landwirtschaftsland nur 15% dieses Wertes als Vermögen zu versteuern sind. Da kommt bei 500 Quadratmetern zu 0.5 CHF pro qm und davon nur 15% nicht richtig viel Steuersubstrat zusammen.
Es muss aber alles seine Richtigkeit haben. Ich habe noch keine Einschätzung erhalten, obwohl der Kauf im Vorjahr beurkundet wurde. Also Anfrage beim zuständigen Steuerbeamten der Wohngemeinde. "Wo liegt das? Andere Gemeinde? Dann bitte dort nachfragen, die machen die Einschätzungen"
Anfrage beim zuständigen Steuerbeamten der Gemeinde wo das Grundstück ist: "Landwirtschaftszone? Das macht das Amt vom Kanton, wir machen nur Einschätzungen für Baugebiet"
Anfrage beim genannten Amt vom Kanton (man wird ein paar mal weiter verbunden und alle sind nett, vgl. Buchbinder Wanninger): "Wir sind nicht für Steuerangelegenheiten zuständig, dafür müssen sie sich an die Wohngemeinde wenden"
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4802

Beitrag von Rohana »

Kannst ja nebenbei noch nach dem Passierschein A38 fragen, oder? :lala: Manches kann man sich echt nicht ausdenken.
emil17 hat geschrieben: Di 26. Mär 2024, 11:45
Rohana hat geschrieben: Di 26. Mär 2024, 10:36 Ganz ehrlich, ich hab n bisschen Hals.
Sowas ist in der Tat übel. Gibts da Hilfe bei der Landwirtschaftskammer?
Mei die vom Amt wissen halt auch nicht mehr, das ist ja in der Politik noch gar nicht so richtig beschlossen. Am 22. März war eine Abstimmung, ich weiss gar nicht wie die nun ausgegangen ist. Stoffstrombilanz sollen wir eigentlich auch machen, das entfällt aber weil die das Programm dazu nicht zum laufen bekommen :haha: also die Mitarbeiter sind da genauso am Arsch wie wir. Gibt echt nette und engagierte Sachbearbeiter, da kann ich mich jetzt nicht beschweren.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Bernd Belgien
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4803

Beitrag von Bernd Belgien »

Ich bin grad im Krankenhaus, läuft ähnlich.
Ein Herr X bekommen mal nix, mal die halbe Dosis, mal die doppelte...
Je nach dem wer den PC versucht zu bedienen. :bang:
Und ich rede nicht von Vitaminen...
Bernd Belgien
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4804

Beitrag von Bernd Belgien »

Brüssel eskaliert
Aber es gibt kaum richtige Infos.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4805

Beitrag von emil17 »

Bernd Belgien hat geschrieben: Di 26. Mär 2024, 13:47 Ich bin grad im Krankenhaus, läuft ähnlich.
Ein Herr X bekommen mal nix, mal die halbe Dosis, mal die doppelte...
Je nach dem wer den PC versucht zu bedienen. :bang:
Und ich rede nicht von Vitaminen...
oder der Patient hat Alzheimer und kann sich nicht merken was es vorher gab?

Soviel ich weiss wird in Spitälern grosser Aufwand betrieben, damit das Personal weiss, wer was in welcher Menge kriegen soll, wer es warum verschrieben hat, wer die Medikamente bereitgestellt hat und wer was schon wann bekommen hat. Das ist nicht nur bei Schichtwechsel des Pflegepersonals von Belang und auch nicht reine Nächstenliebe. Fehlmedikationen haben für das Spital und besonders für die fehlbare Person schlimme juristische Folgen. Bei Medikamenten mit Suchtpotential gibt es besondere Vorsichtsmassnahmen, denn auch Personal kann süchtig sein und sich in der Spitalapotheke bedienen wollen.

Eine Sicherheitsmassnahme, die mich zu Beginn irritiert hat, ist, dass sie dich oft nach dem Geburtsdatum oder anderen trivialen persönlichen Daten fragen. Offenbar hat das damit zu tun, dass dich das Personal nicht persönlich kennt und damit erkennen kann, wenn Krankenakte und Patient nicht zusammenpassen. Wie sie es bei bewusstlosen Patienten machen, weiss ich aber nicht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Ferry
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4806

Beitrag von Ferry »

Die sind (hoffentlich) auf Stationen wo nicht so viel Bewegung ist.
Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4808

Beitrag von Sven2 »

Ich hab gerade ein Video über vertical Farming gesehen:
https://youtu.be/8BXHu_yXVQk?si=o8J4OLTOa4hMxesI

Ist leider auf Englisch, und ich kenn den Kanal nicht bzw. hab nur dieses eine Video gesehen, kann die Glaubwürdigkeit nicht einschätzen, wirkt aber solide. Nur der Werbeblock in der Mitte nervt.

Unterm Strich geht's darum, dass viele Vertical- Farming- Startups Verluste hinnehmen müssen oder Bankrott gehen, weil Investoren sich zurückziehen. Die Kosten, besonders in Arbeitskraft und Technologie, sind so hoch, dass die Produkte nicht konkurrenzfähig zur konventionellen Landwirtschaft sind. Insgesamt scheint die Branche jedoch trozdem zu wachsen, vor allem in Gebieten wurden Emiraten
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Nordhang
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4809

Beitrag von Nordhang »

Sven2 hat geschrieben: Do 28. Mär 2024, 21:13 Ich hab gerade ein Video über vertical Farming gesehen:
https://youtu.be/8BXHu_yXVQk?si=o8J4OLTOa4hMxesI

Ist leider auf Englisch, und ich kenn den Kanal nicht bzw. hab nur dieses eine Video gesehen, kann die Glaubwürdigkeit nicht einschätzen, wirkt aber solide. Nur der Werbeblock in der Mitte nervt.

Unterm Strich geht's darum, dass viele Vertical- Farming- Startups Verluste hinnehmen müssen oder Bankrott gehen, weil Investoren sich zurückziehen. Die Kosten, besonders in Arbeitskraft und Technologie, sind so hoch, dass die Produkte nicht konkurrenzfähig zur konventionellen Landwirtschaft sind. Insgesamt scheint die Branche jedoch trozdem zu wachsen, vor allem in Gebieten wurden Emiraten
Hier is das Thema Investoren das Problem. Für isolierte Orte und Nischen bleibt es sicher weiterhin interessant. Radikal gedacht ist aber die Produktion von Algensuppe im Süden und Resteverwertung aus der Landwirtschaft mit Insekten eine Sinnvollere Möglichkeit Nahrungsmittel zu erzeugen. Dies könnte erheblich Druck aus den Ökosystemen nehmen. Auch die Produktion von Luxusgemüse ( lecker aber vom Nährwert gering )ist bedenklich. Im Februar wuchs der Schnittlauch im Re Markt bei uns in Äthiopien. Dieser Zwang um Verfügbarkeit von allem und jedem zum Schnäppchenpreis ist ein dicker Sargnagel der modernen Gesellschaft.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4810

Beitrag von emil17 »

Steht zwar auf der Packung, aber wen interessiert das schon.
Und zu Fuss kommt der Kram ja auch nicht zu uns.
Hier: Frühkartoffeln aus Ägypten, bewässert mit fossilem Grundwasser.. Wenn das aufgebraucht ist, gehört die Wüste wieder den Einheimischen.

Freedom == nothing left to loose
eigentlich müsste das zu "Dinge die die Welt nicht braucht" verschoben werden.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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