Liebster Emil, auch wenn ich dir in der Überlegung zustimme - Struktur ist DER Knackpunkt für vielfältige und reichhaltige Lebensräume - ist es doch vergebens, da die Schuld bei den (derzeitigen) Bauern zu suchen. Die Strukturen sind relativ starr, es werden keine Wälder, Hecken oder Bäume gerodet, keine Flüsse begradigt oder Grünland umgebrochen um Äcker zu gewinnen. Einzig was keine Abgrenzungen hat kann ohne grösseren Aufwand zusammengelegt werden, wir gehen ja jetzt nicht hin und teilen uns die Landschaft auf wie es uns passt, das ist streng reglementiert. Die Gestaltungskraft der Bauern ist das aufteilen grosser Schläge. Kann man machen wenn's einem in den Kram passt, aber ansonsten, ganz ehrlich, wer schneidet sich unnötig (und ohne Kompensation!) ins eigene Fleisch?emil17 hat geschrieben: Do 25. Feb 2021, 08:38 Grössere Flächen lassen sich rentabler bewirtschaften, bedeuten aber einen Verlust an Strukturen und Grenzlinien und dadurch eine Trivialiserung der Umwelt.
In Bayern gibt es ein Programm was das freiwillige Anlegen von Landschaftselementen belohnen soll. Ich frage mich wirklich wie sehr bzw. ob das genutzt wird, denn diese Fläche ist weg auf nimmerwiedersehen (wobei das vielleicht interessanter wird in roten Gebieten oder auf so schlechten Böden wo man eh nix gescheites machen kann...).
Wär doch total okay. Wenn das Produkt gescheit bezahlt wird, braucht ja niemand Subventionen! Nur bleibt es hier ziemlich sicher bei der Theorie, denn das wird kein Politiker durchsetzen können oder überhaupt wollen. Das betrifft ja ALLE Wähler und omg, teure Lebensmittel gehen ja gar nicht...Das ginge schon, aber man müsste die Landwirte nicht mehr für ihre Produkte subventionieren, sondern Beiträge aussschliesslich für gemeinwerte Zusatzleistungen bezahlenOelkanne hat geschrieben: Mi 24. Feb 2021, 23:55Hier höhere Umwelt und Tierschutzvorgaben durchsetzen zu können, ohne das die Landwirtschaft gänzlich zu Grunde geht ist aus meiner Sicht nur dann möglich wenn zeitgleich die Einfuhr von Produkten die nicht nach unseren Vorschriften produziert wurden verboten wird.
Das würde aber die Lebensmittel in Deutschland stark verteuern
Was aber interessant wäre, ob die geringeren Kosten woanders in puncto Arbeitskraft und Betriebsmittel zusammen mit einem günstigeren Klima überhaupt durch Logistikkosten ausgewogen werden bis das Produkt dann hier im Laden liegt, oder ob's immer noch billiger ist das das inländische mit derzeitigen Sozial und Umweltstandards? Wäre es in deinem Sinne, wenn wir hier nur noch irische oder neuseeländische Weidemilch haben (oder würde das schon daran scheitern dass die dort nicht die in D vorgegebenen Tierwohlkriterien einhalten
Das ist der nächste Problempunkt. Möglich vielleicht, realistisch... naja ich seh's nicht kommen.Wie soll das ohne Kontrolle gehen? und wie soll die ablaufen? Die Lebensmittelämter haben ja schon ihre liebe Mühe damit, die Vorschriften im Inland durchzusetzen.

