Doch, über Landwirtschaftssubventionen. Nur sollte man dann, wenn man als Steuerzahler sich die Sache anschaut, auch etwas davon sehen können. Diesen Sommer werdet ihr mehr von den Nettozahlern als Gelegenheitswanderer und mögliche Hofkunden haben, wenn Ihr das wollt. Also gebt Euch Mühe, dass die merken, dass ihr Geld gut angelegt war. Eine feine Brotzeit mit Sachen ab Hof in freundlicher Umgebung bewirkt mehr als zehn Artikel vom Bauer Willi. Die meisten Leute interssieren sich nicht besonders für innerbetriebliche Schwierigkeiten der Geschäftsführung eines Hofes.Rohana hat geschrieben: Fr 15. Mai 2020, 21:23 Die Landschaft samt ihrer Struktur lässt sich nicht mal eben so ändern, wenn überhaupt, und für den schönen Anblick zahlt niemand den, der's ermöglicht.
Aber so feine Hofprodukte, die gehen direkt in den Bauch. Wenn es dort, wo man sie bekommt, nach frischen Heu oder Lindenblüten riecht, ist das besser, als wenn es nach Schweinegülle oder Kunstdünger duftet.
Rinder to go, in vernünftige Portionen abgepackt, verkaufen sich hier ganz gut. Nur steht Bio-Weidefleisch der Lokalrasse, im Sommer auf der Alm gewesen, mit dem Namen des Tierhalters auf der Verpackung und nicht bloss "tote Kuh, EU-konform, Kilo nur 7.99" Die Weiden und Hecken, wo die Tiere sind, die es noch nicht in die Verpackung geschafft haben, die kann man sich angucken.Rohana hat geschrieben: Fr 15. Mai 2020, 21:23Was willst du direkt vermarkten, wenn du nicht grade Milch, Eier oder Gemüse hast? Weizen? Raps? Biogas? Oder ein Rind to go?Lieber Emil, das sagt sich alles so easy... und die leeren Regale lassen drauf schliessen dass es keineswegs immer einen Angebotsüberhang gibt.
Spanplatten und Shampoo kauf ich nicht, weil mir die Fabrik gefällt. Bei Landwirten kann das hingegen funktionieren.
Als Unternehmer muss man sich halt in die möglichen Kunden versetzen, Dinge angenehm präsentieren und in manchen Sachen in Vorleistung gehen. Wenn die Leute Eier, Milch und frisches Obst wollen, dann machste eben Eier, Milch und frisches Obst. Wenn du nur Weizen hast, stellst wenigstens eine Mühle und vielleicht noch eine Flockenpresse hin und verkaufst das Zeug frisch gemahlen kiloweise.
Einfach sagen, die Kunden wollen nicht, was ich habe, also müssen mehr Subventionen her und lästige Vorschriften weg, damit ich billiger noch mehr produzieren kann von dem was ich habe und was ich kann, was die Kunden aber nicht wollen, das funktioniert so in keiner Branche, ausser bei der Armee.
Das ist so wie beim Restaurant: Die Speisekarte muss den Kunden gefallen. Sonst klappt das nicht.

