Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Man könnte so viel machen. Man muss es halt auch verkauft bekommen! Und bitte, nicht ständig Monokultur und Reinkultur verwechseln. 
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Oelkanne:
Ich beneide euch nicht um eure strukturellen Probleme.
Der Bio-Landbau, der von den Experten damals auch als unmöglich dargestellt wurde (mein Professor damals: Ohne Sprizen keine Ernte), den gibts trotzdem.
Auch euch wirds in einigen Jahren noch geben, unter anderem deshalb, weil irgendwas auf den Tisch muss.
Aber das geht umweltverträglicher.
Nur wenn man sich gegen alles sperrt
Deshalb gibts auch keine Schreibmaschinenmanufakturen und keine Dampfmaschinenfabriken mehr.
Für Rohana: Dann sucht euch einen Schlachter, der jammert, weil er gegen die Supermärkte mit Billigimportware nicht ankann, und tut Euch zusammen. Anderswo geht das auch.
Kleine Felder mit viel Hecken und Strukturen sind eher Kapital als Hindernis, wenns um Nachhaltigkeit und Biodiversität und Tourismus und so geht. Seid froh dass ihr die habt, und macht was draus.
Ich beneide euch nicht um eure strukturellen Probleme.
Der Bio-Landbau, der von den Experten damals auch als unmöglich dargestellt wurde (mein Professor damals: Ohne Sprizen keine Ernte), den gibts trotzdem.
Auch euch wirds in einigen Jahren noch geben, unter anderem deshalb, weil irgendwas auf den Tisch muss.
Aber das geht umweltverträglicher.
Nur wenn man sich gegen alles sperrt
dann ist man irgendwann mal weg.Rohana hat geschrieben:Von Rind, was noch geht, bis portioniert abgepackt ist n gewisser Prozess den man nicht mal eben am Hof (!) aus dem Hut zaubern kann
Deshalb gibts auch keine Schreibmaschinenmanufakturen und keine Dampfmaschinenfabriken mehr.
Für Rohana: Dann sucht euch einen Schlachter, der jammert, weil er gegen die Supermärkte mit Billigimportware nicht ankann, und tut Euch zusammen. Anderswo geht das auch.
Kleine Felder mit viel Hecken und Strukturen sind eher Kapital als Hindernis, wenns um Nachhaltigkeit und Biodiversität und Tourismus und so geht. Seid froh dass ihr die habt, und macht was draus.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Haja, wir pflegen halt die Hecken, wie immer.emil17 hat geschrieben: Sa 16. Mai 2020, 16:52 Kleine Felder mit viel Hecken und Strukturen sind eher Kapital als Hindernis, wenns um Nachhaltigkeit und Biodiversität und Tourismus und so geht. Seid froh dass ihr die habt, und macht was draus.
Nein, wir haben hier um's Eck keine jammernden Schlachter und bevor eine Altkuh auch nur ansatzweise portioniert vermarktet ist, kann man den Leuten lange nachlaufen. Natürlich könnten wir uns komplett auf den Kopf stellen nur um auf Biegen und Brechen komplett Direktvermarktung zu betreiben, aber ich seh da wirklich keinen Grund dazu, man könnte das Geld auch gleich nehmen und verbrennen
Meine persönliche Meldung des Tages: Ein Nahschlangenerlebnis. Beim Mais nachsäen (dank der Wildsäue die den halben Acker auf links gedreht haben) habe ich eine kleine Ringelnatter erspäht, die sich unweit des Waldrands am Feld gesonnt hat. Ich hab sie natürlich vor der Weiterfahrt in Sicherheit gescheucht.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wir haben keine Monokulturen, wenn alles glatt läuft sind es Reinkulturen.Reto94 hat geschrieben: Sa 16. Mai 2020, 10:11 Vielleicht müsste man sich als Bauer gedanken darüber machen, was man im Bereich der Fruchtfolge, Gründüngung und Tierhaltung/Weidemanangement besser machen kann.
Man kriegt auch Nährstoffe in den Boden ohne zugekauften Dünger! Dauert ein wenig länger, aber ist langfristiger.
Monokulturen mit über 80ha pro Schlag können halt ohne Chemische Mittel nicht wirklich funktionieren...
Ja, man kann über Leguminosen Stickstoff binden, die Produktion von Erbsen und Ackerbohnen gestaltet sich unwirtschaftlich da für passende Erträge das Wasser fehlt. So Sachen wie Kleegras kann man als Ackerbaubetrieb nicht wirtschaftlich sinnvoll Verwerten.
Selbst wenn man das könnte zerschießen einem Leguminosen idR über kurz oder Lang die Stoffstrombilanz.
Die Anschaffung von Tieren ist nahezu ausgeschlossen:
es gibt kein Personal zur Betreuung der Tiere und es gibt keine Stallungen. Ein Stallneubau ist unwirtschaftlich.
Nein, wenn man will braucht man uns nicht.emil17 hat geschrieben: Sa 16. Mai 2020, 16:52 @Oelkanne:
Ich beneide euch nicht um eure strukturellen Probleme.
Der Bio-Landbau, der von den Experten damals auch als unmöglich dargestellt wurde (mein Professor damals: Ohne Sprizen keine Ernte), den gibts trotzdem.
Auch euch wirds in einigen Jahren noch geben, unter anderem deshalb, weil irgendwas auf den Tisch muss.
Dann gibt es Raps aus Kanada, Brotweizen aus Russland, Eier aus Polen und Rindfleisch aus Argentinien.
Die Produzieren alle günstiger wie wir,
die Produzieren alle deutlich umweltbelastender wie wir
aber aus den Augen aus dem Sinn.
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das kann man ändern.Oelkanne hat geschrieben: Sa 16. Mai 2020, 23:35 a) Die Produzieren alle günstiger wie wir.
b) die Produzieren alle deutlich umweltbelastender wie wir
c) aber aus den Augen aus dem Sinn.
a) Ihr hätte nicht wegen zu strenger im Inland mit den Treckern nach Berlin sollen, sondern damit für Importware die gleichen Transportstandards gelten wie für inländische.
Zudem ist die Strategie, die Umweltauflagen zu lockern, damit man selber ebenfalls billiger produzieren kann, bei sehr vielen Leuten unwillkommen, sonst wäre das Thema nämlich nicht immer in der Presse. Es führt auch ins Nichts, denn dann werden die anderen ebenfalls nachziehen, bei immer sinkendem Presiniveau.
Es hilft nichts: Hochentwickelte Länder können bei Massenproduktion nur mit Qualität gegenhalten. Was Qualität ist, entscheidet der Kunde.
Wenn die Mehrzahl der Bauern schon etwas gegen die Grünen hat, dann nehmt denen doch einfach den Wind aus den Segeln, indem ihr dafür sorgt, dass die Art von Meldungen seltener werden, derentwegen Leute grün wählen.
b) was zu beweisen wäre. Da der Konsument nur die Umweltbelastung im Inland vorrangig mitbekommt, muss da in Vorleistung gehen, wer von anderen Besserung fordert. Da ist bei der industriellen Landwirtschaft noch ziemlich viel Platz nach oben.
Immerhin hat die EU Deutschland (und nicht alle Mitgliedländer) wegen zu hoher Gewässerbelastung zu Nachbesserung in der Düngeverordnung verdonnert. Das machen die nicht weil sie etwas gegen die Deutschen haben, sondern weil die Datenlage so war.
c) Ist so und bleibt so, deshalb muss man Produktionsregeln per Gesetz und für alle durchsetzen. Wenn man dürfte und es billger wäre, würde ein Teil der Leute hier auch das Brot per AliBaba aus China kommen lassen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Viele Leute wählen grün weil sie keine Ahnung von der Realität haben. Daran können die Landwirte auch nicht viel ändern. Helfen würde ein verpflichtendes landwirtschaftliches Praktikum für alle, mit Ackerbau UND Tierhaltung UND Grundlagen der konventionell-integrierten sowie ökologischen Landwirtschaft.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
... und noch mehr tun das, weil sie eine Ahnung von der Realität haben.Rohana hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 09:38 Viele Leute wählen grün weil sie keine Ahnung von der Realität haben.
Oh, das ist eine lustige Idee. Da nur 2% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind, hätte jeder Betrieb jeden Sommer ein paar unwillige und ungeschickte zwangsverpflichtete Praktikanten am Hals ... viel Spass damit.Rohana hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 09:38Helfen würde ein verpflichtendes landwirtschaftliches Praktikum für alle, mit Ackerbau UND Tierhaltung UND Grundlagen der konventionell-integrierten sowie ökologischen Landwirtschaft.
Das Geschrei seitens der Landwirte, wenn ein grüner Politiker eine solche Praktikumsidee vorgeschlagen hätte, versuche ich mir erst gar nicht vorzustellen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich bin mir sicher die Landwirte würden ihren Teil tun, um die Bevölkerung als Ganzes wieder "in touch" mit der landwirtschaftlichen Realität zu bringen. Immerhin ist das doch die Grundlage unserer Ernährung, ganz zu schweigen von Biodiversität und Artenerhalt und Gottweisswasnoch den Landwirten ständig angelastet wird nicht genug / nicht richtig zu tun... wenn etwas so WICHTIG ist, wird sicher jede/r seinen/ihren freudestrahlend dazu beitragen, nicht wahr?
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Nochmal zur Direktvermarktung:
Ein (konventioneller) Bauer (hauptsächlich Milchkühe und Kartoffeln) hier im Dorf hat schon seit mehreren Jahren so eine kleine Abholstation für seine Produkte (eben Milch und Kartoffeln) und hat das jetzt vor einiger Zeit ausgeweitet und bietet dort nun einmal die Woche auch Produkte von anderen Höfen aus der Region an (man muss eine Woche vorher eine Bestellung abgeben und kann das dann bei ihm abholen). Das schien schon immer ganz gut zu laufen, seit Corona hab ich das Gefühl, die Leute rennen ihm die Bude ein. Der hatte wohl die richtige Idee zur passenden Zeit. Gemischte Fleischpakete für ca 15 kg sind nicht unbedingt halb geschenkt, gehen aber allen Anschein nach sehr gut weg.
In diesem Jahr bietet er auch Mini-Ackerflächen zur Pacht an. Ich kenn das nur aus eigentlich stadtnahmen Gebieten. Ich bin gespannt, ob das auch hier in sehr dörflicher Umgebung läuft. Ich bin dieses Jahr nicht dabei, aber die Vorstellung, noch etwas mehr Anbaufläche zu haben, ohne dass ich Boden vorbereiten muss, finde ich schon ganz reizvoll. Auf jeden Fall finde ich es super, dass hier mal einer der etablierten Bauern wagt, etwas auszuprobieren.
Ein (konventioneller) Bauer (hauptsächlich Milchkühe und Kartoffeln) hier im Dorf hat schon seit mehreren Jahren so eine kleine Abholstation für seine Produkte (eben Milch und Kartoffeln) und hat das jetzt vor einiger Zeit ausgeweitet und bietet dort nun einmal die Woche auch Produkte von anderen Höfen aus der Region an (man muss eine Woche vorher eine Bestellung abgeben und kann das dann bei ihm abholen). Das schien schon immer ganz gut zu laufen, seit Corona hab ich das Gefühl, die Leute rennen ihm die Bude ein. Der hatte wohl die richtige Idee zur passenden Zeit. Gemischte Fleischpakete für ca 15 kg sind nicht unbedingt halb geschenkt, gehen aber allen Anschein nach sehr gut weg.
In diesem Jahr bietet er auch Mini-Ackerflächen zur Pacht an. Ich kenn das nur aus eigentlich stadtnahmen Gebieten. Ich bin gespannt, ob das auch hier in sehr dörflicher Umgebung läuft. Ich bin dieses Jahr nicht dabei, aber die Vorstellung, noch etwas mehr Anbaufläche zu haben, ohne dass ich Boden vorbereiten muss, finde ich schon ganz reizvoll. Auf jeden Fall finde ich es super, dass hier mal einer der etablierten Bauern wagt, etwas auszuprobieren.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja genau, sowas geht gut in Stadtnähe. Auch der "etablierte" (und grade der!) wird sich sowas vorher überlegt und durchkalkuliert haben 
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