@kraut_ruebe,
ich bin hier nie irgendwie unverschämt geworden, daher finde ich es echt unschön, wenn mir die Wiese zum Gras fressen angeboten wird. Kritik ist das eine, beleidigend werden, das andere. Oder wie darf ich sonst den Post auffassen?
Selbst gemachte Hafermilch schmeckt mir leider nicht. Die, die ich kaufe, ist fermentiert und daher anders im Geschmack. Bevor jetzt aber kommt, dass ich das auch selbst machen kann: Sauerkraut kaufe ich auf fertig.
Auch wenn Hafermilch weniger Ressourcen verbraucht, kann es ja sein, dass es weniger subventioniert wird und daher teurer ist? Jedenfalls zahle ich für 500g Haferflocken von Spielberger 2,29€.
Ich kann mir irgendwie nicht helfen: Wenn billig gekauft wird, wird es zu recht moniert. Kaufe ich aber hochpreisigere Lebensmittel, ist es irgendwie auch nicht Recht. Ja was denn nun?
Übrigens zahle ich für einen guten, richtig toll schmeckenden Blumenkohlkopf auch schon mal 3,29€ - aber der ist lecker und schmeckt nicht nur wie Gummi, wie die Dinger aus dem Supermarkt. Und neeee, Blumenkohl will bei mir einfach nicht so recht werden, deswegen kaufe ich den ab und an mal. Und für Käse zahle ich zwischen 1,99 und 2,99€ je 100g. Butter kostet 2,49€ (kommt aber nie und nimmer an den Geschmack ran, wie die selbst gemachte Butter, die es früher bei uns gab). Und für 1kg Reis lege ich 5,49€ hin. Fleisch kaufe ich auf Vorbestellung im Bioladen oder eben "leider" auch im Supermarkt an der Theke. Früher haben wir Hausschlachtungen gemacht, das vermisse ich schon (Kesselfleisch mit einer Prise Salz, Presssack im Naturdarm, Nierle aus dem Kessel, gefüllter Saumagen, Wurst in der Dose....). Und als ich noch klein war, gab es auch noch Hirnsuppe (was später dann nicht mehr verwertet werden durfte).
Ich stehe nach wie vor dazu: Landwirtschaft sollte so gestaltet sein, dass Mensch und Natur davon leben kann. Das sehe ich allerdings im Moment nicht gegeben - weder das eine, noch das andere. Dafür ist viel zu viel Lobbyismus im Spiel (wie auch in vielen anderen Bereichen, abseits der Landwirtschaft). Das sollte und muss sich dringend ändern.
Auch wenn meine Meinung nicht gerne gesehen wird, ich stehe nach wie vor dazu.
@oelkanne,
die durschnittliche Betriebsgröße 2016 war in Deutschland bei 60,5 Hektar, in Mecklenburg-Vorpommern war der Durschnitt bei 274,9, in Ba-Wü bei 34,9 Hektar.
Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit 120 Hektar ist in Süddeutschland durchaus ein großer Betrieb.
So viel zur falschen Vorstellung von groß und klein.