Tja, Emil, die Anstrengung für dich war wohl so groß, dass du (beim vorletzten Post schon) gar nicht dazu gekommen bist, meine Frage zu beantworten.
Aber wenn du mich nicht mal dann verstehst, wenn ich DICH zitiere, na dann könnte es wohl auch an dir liegen.
Die Reformation wurde von dir ins Spiel gebracht als Beispiel für die Einführung von etwas Neuem, damals dem "persönlichen Weg zu Gott", ohne Beichte und Papst.
Jetzt haben wir Bio/die Grünen, die das "Leben" (Bios = griechisch "Leben") ohne Kunstdünger propagieren, die aber das Leben, das, was im Boden los ist, genau so mit Füssen treten wie damals der olle Luther seine Schäflein, die Bauern, scheint mir.
Die hat er ja ordentlich nieder gemacht, die Ausfständischen damals - und kein Problem damit gehabt, wenn die ausgesprochen unsanft "direkt" zu ihrem Herrn, dem Gott, gelangten....
Damals keine Beichte mehr, aber immer noch nen Pfarrer,
heute keinen Kunstdünger mehr, aber immer noch "macht euch die Erde untertan"
anstatt ihr Wirken (das der "Erde") effektiv zu simulieren.
Statt ganz ohne "Kirche" (Pfarrer/Partei/Ideologismen) auszukommen, um in dem Bild zu bleiben.
Unserer "wahren Natur" wird in beiden Fällen nicht wirklich geholfen.
Gutes Beispiel von dir, wirklich.
Es geht ja nicht einfach darum, ob der Weg "funktioniert", es geht darum, nen Weg zu finden, der weniger Kollateralschäden bringt.
Bauernmobben zum Beispiel.
Und wenn der Herr Keckl meint, die Grünen müssten da noch nachbessern, dann kann ich für meinen Teil das gut nachvollziehen.
Ich finde gar nicht, dass die Grünen noch "weit entfernt von Betriebsblindheit" seien, nein, ganz und gar nicht.
(Emil, nicht dass du wieder Schwierigkeiten mit dem "raten" hast):
Gäbe es nur Bio, könnte Betriebsblindheit wieder zum Thema werden. Davon sind wir aber noch weit entfernt.
Sonst würden sie sich mehr darum bemühen, die Bauern mit ins Boot zu holen, die, die mit dem Boden zu tun haben,
die, die das tun, was zu tun ist. Hätte für mich ne Menge mehr mit tatsächlicher "Natürlichkeit" zu tun, wenn sie das täten.
Wenn ich so drüber nachdenke - echt ein guter Punkt, Emil, mit der "Reformation"... vom soziologisch/psychologischen Standpunkt aus könnte man echt sagen, dass die ne neue "Priesterkaste" installieren, anstatt sich um´s Leben, um die "wahre Natur" des Menschen, des Bodens zu kümmern. Nur so ne schwurbelige Ideee grad - echt inspirierend, danke, Emil, für das Bild.