Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 2354 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1661

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht »

Ich denke ja die wahren Schmarotzer sind der Staat und die Unternehmer die Leute unter Mindestlohn (Generation Praktikum? beschäftigen. Die paar Alg 2 Empfänger fallen da doch nicht ins Gewicht.
Aber hatten wir alles schon mal lohnt also das Diskutieren nicht. :holy:
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1662

Beitrag von emil17 »

kaulli hat geschrieben: Ich würde auch gern ein armer Grieche sein mit ein paar Olivenhainen und Strandgrundstück.
Als Großgrundbesitzer hat man die Möglichkeit zu verkaufen, umgekehrt, Bauer werden kannst ohne Grund nicht.

Im Ernst, ich finde auch, dass gute Lebensmittel ihren Preis haben sollen, Produkte aus Massentierhaltung würde ich auf keinen Fall subventionieren, schon gar nicht den Export.
Dafür würde ich Kleinbauern subventionieren, die biologische Pflanzen, Beeren, Kräuter ..... anbauen und daraus veganen Käse :mrgreen: machen,
indem ich ihnen gratis Arbeitskräfte zur Verfügung stelle
Komischerweise finden die armen Griechen das nicht so lustig.
"Nur ein reicher Mann kann Spass daran haben, wie ein armer Mann zu leben" (P.Ustinov)
kaulli hat geschrieben:indem ich ihnen gratis Arbeitskräfte zur Verfügung stelle
... und hättest dann womöglich ein Problem mehr statt eins weniger.
Landwirtschaftliche Arbeit ist zwar schlecht bezahlt, aber nicht unqualifiziert!
Mindestens müsstest du dann eben nicht zur Verfügung stellen wollen, sondern akzeptieren, dass andere Dich zur Verfügung stellen.
Die Freiheit in unserer Gesellschaft besteht eigentlich darin, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, mit dem Ertrag seiner eigenen Arbeit ein anständiges Leben zu führen. Das beisst sich mit strukturellen Ungerechtigkeiten (wer hat, dem wird gegeben, leistungslose Einkommen und so), aber eben auch mit der Subvention und der Förderung ideologischer Güter durch die Allgemeinheit.
@ihno: ich hab kein Problem damit, wenn jemand Sozialhilfe zieht statt sich für unterm Strich weniger den Arsch für andere aufzureissen. Die verhalten sich ja nur logisch und systemkonform. Nur leider demotiviert das nach einiger Zeit. "Ich lieg keinem auf der Tasche" ist sehr viel wert fürs Selbstbewusstsein.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1663

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

emil17 hat geschrieben:Landwirtschaftliche Arbeit ist zwar schlecht bezahlt, aber nicht unqualifiziert!
hm - ich hab das Unkrauthacken im Mais in einem Tag gelernt - Stallausmisten und Tiere füttern eigentlich auch (was heißt gelernt? einmal gezeigt wurde es mir halt), das richtige Kühemelken in ca. einer Woche und ich konnte auch die ganz nervösen (empfindlichen) Kühe melken (da war ich schon stolz drauf).
Meinem Mann wurde das Sensen ein paar Mal gezeigt, das Sense-Schärfen hat er sich selber beigebracht.
Aber na gut, er hat landwirtschaftlichen Hintergrund...
hatte ich damals absolut nicht.
Das Gärtnern haben wir (meine Schwester und ich) uns übrigens als Kinder selber "beigebracht" und immer weiter verbessert. viel mit (guten!) Büchern, meine Mutter hat sich nie dafür interessiert und uns den Garten einfach überlassen....

na ja - Qualifikation.... :pfeif:

aber der Wille muss da sein, das schon!
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1664

Beitrag von Rohana »

Und du meinst damit ist es getan, Ina? Das sind Arbeiten die Ungelernte natürlich auch durchführen können - simpel, aber notwendig. Genau diese Arbeiten werden zum Glück immer mehr von Maschinen und Geräten übernommen weil sich kaum jemand findet der sie machen will (!) und/oder Zeit dafür hat.

Jetzt überleg mal scharf was da noch alles dazugehört.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1665

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Rohana hat geschrieben:Jetzt überleg mal scharf was da noch alles dazugehört.
Ja, "wir" hatten Melkmaschinen, aber den ersten Strahl haben wir per Hand abgemolken (wegen Keimbelastung) und außerdem musste man die Dinger "anschließen", einschalten und wieder reinigen ....

Was da noch dazu gehört?? :hmm:

Jemand, der anschafft - einen "Chef"?
Aber das macht doch sicher so wie überall ein "Profi", nee?

Rohana, ich weiß schon, dass nicht mehr jeder Mensch überhaupt arbeiten kann.
Gilt aber mindestens genauso für :ohm: "Putzleute" !!!

(Mein Vater war als ehemaliger Computerfachmann lange Zeit arbeitslos und tatsächlich unfähig - unfähig! nicht unwillig - körperlich zu arbeiten....).

Das nötige Wissen liefern ja auch schon längst "Maschinen".
Oder habt ihr Bauers keinen PC?

Also was fehlt konkret?
Jetzt für einen einfachen Hilfsarbeiter, der keine Entscheidungen fällen soll/darf.

wäre wirklich interessant für uns "Nicht-Bauern", wenn "uns" das mal einer ausführlich erklären tät.
hab leider bisher noch nie eine Antwort bekommen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1666

Beitrag von Rohana »

Und, kannst du eine Kuhfutterration berechnen und zusammenstellen und/oder Futter bewerten, oder hast du Ahnung von Anpaarungsplanung und Besamung bzw. alternativ Umgang mit Stieren? Nur so als Anhaltspunkte. Von Feldarbeit, die nun wirklich aus mehr besteht als Unkraut jäten, fang ich mal lieber gar nicht an. Melken ist nur der letzte Schritt - eine (gute) Milchkuh fällt nicht vom Himmel!
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1667

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Rohana hat geschrieben:Und, kannst du eine Kuhfutterration berechnen und zusammenstellen und/oder Futter bewerten,
nein, wir haben Heu gefüttert. muss dazu sagen, dass es ein Demeter-Betrieb mit Vorzugsmilch war, also fällt wahrscheinlich einiges weg. (u.a. Sachkunde für Umgang mit Glyphosat ;) )
Rohana hat geschrieben:oder hast du Ahnung von Anpaarungsplanung und Besamung bzw. alternativ Umgang mit Stieren?
Ich hab nur die Kuh gehalten :im: den Stier ausgesucht hat wohl "der Chef", den es für Hilfsarbeiter wohl immer geben muss! Wegen Demeter war ja alles ganz natürlich. Für diese Besamung wurde ein extra fleischlastiger Bulle genommen, denn das Kalb war nicht zur Zucht geplant, sondern für die Schlachtung. Dieser Bulle war Stammbesamer (sagt man so??) am Hof - wie gesagt, nicht zur Weiterzucht.

Traktorfahren hab ich in der Fahrschule gelernt - braucht man Führerschein dazu.
Für mich ist Traktorfahren viel einfacher und angenehmer als Autofahren, weil man doch recht hoch oben sitzt und einen guten Überblick hat ;)
Rohana hat geschrieben:Von Feldarbeit, die nun wirklich aus mehr besteht als Unkraut jäten, fang ich mal lieber gar nicht an.
:michel:
doch, bitte: fang an!

Und sag mir auch, ob die Sozialhilfeempfänger einen Hof führen sollen oder Hilfsarbeiten erledigen?
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1668

Beitrag von emil17 »

Ina hat schon recht, es geht ja um die Beschäftigung von Arbeitslosen, nicht um die Abschlussprüfung des landwirtschaftlichen Betriebsleiters.
Die sind für den Job so gut, wie sie wollen.
Diejenigen, die es als Möglichkeit sähen (man lernt z.B., einen gescheiten Weidezaun aufzustellen und zu reparieren, oder einen Motormäher zu benutzen), dürften in der Minderzahl sein.
Wenn man hingegen auf dem Hof eine Truppe von fünf Linkshändern hat, die die Arbeit nicht sehen, dann dürfte das auch für den Betriebsleiter nicht eine reinen Freude sein, nun plötzlich über mehr Personal zu verfügen.
Also bleiben die stumpfsinnigen Arbeiten, wie Zuckerrüben jäten, Steine klauben, Entwässerungsgräben putzen, Weide von Dorngebüsch befreien, und so weiter.
Die offiziellen Arbeitslosen- und Eingliederungsprojekte machen nur solche Arbeiten.

Das Arbeitslosenentschädigungssystem bestraft Leute, die aus Eigeninitiative solche Arbeiten annehmen. Da findest du heraus, wenn du z.B. eine unqualifizierte Arbeit annimmst, hast du eine, also kriegste nix mehr von die Versicherung - warum soll ich vor Ablauf der Versicherungsfrist für 1500 auf den Bau, statt zu Hause zu bleiben und 2000 zu kriegen? Nachdem die dich auf dem Bau dann auch nicht mehr brauchen, wird die neue Versicherungssumme aufgrund des Lohnes deiner letzten Erwerbstätigkeit berechnet, ist also weniger als wenn man die ganzen zwei Jahre zu Hause ausgesessen hätte.
Mit anderen Worten, man ist blöd oder kann nicht rechnen oder ist Idealist oder muss schwarz arbeiten, wenn man eine schlechte Arbeit annimmt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
kaulli
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1669

Beitrag von kaulli »

emil17 hat geschrieben:Ina hat schon recht, es geht ja um die Beschäftigung von Arbeitslosen, nicht um die Abschlussprüfung des landwirtschaftlichen Betriebsleiters.
Die sind für den Job so gut, wie sie wollen....
Dieses Problem mit Arbeitsunwilligen und Arbeitsunfähigen haben alle Firmen im Niedriglohnsektor. Es ist auch nicht besonders motivierend, wenn man fürs Nichtstun ungefähr gleich viel Geld bekommt.
Deshalb kein Geld ohne Leistung - wäre meine Idee. Ausgenommen Kranke und Alleinerzieher oder bei Paaren eben einer davon.
Dann kann man Glyphosat verbieten und Unkraut jäten lassen - gesund für alle!
Liebe Grüße Kaulli
_______________________________________________________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt (Einstein)
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1670

Beitrag von centauri »

Man ist aber als Betriebsleiter auch in der Lage Leute zu demoralisieren und ein Potential nicht zu erkennen. :rot:
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