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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 16:37
von Hildegard
Maria hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 09:23
Hab vor kurzem dazu ein Video gesehen. Dort wurde gesagt, wieviel mehr Kalorien man bei Minusgraden braucht und dass Fett die meiste Energie liefern tät. Bin jetzt am Überlegen, welches Fett man am besten lagern kann außer das, was ich selber in "Füllezeiten" aus Zucker erzeuge? Fett hält doch nicht so gut?
Wir müssten bei einem Stromausfall tatsächlich ohne Strom auskommen, kurzfristig schaffmer des schon (Erfahrung vom Urlaub).
Ghee, Kokosöl, Schweinefett,Olivenöl hält bei richtiger Lagerung...kühl, dunkel und luftdicht verschlossen sogar J.
Nüsse, Mandeln, Avocados...wer hat... sind auch gute, gesunde Fettlieferanten.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 16:40
von Hildegard
Rohana hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 10:55
Maria hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 09:23
Hab vor kurzem dazu ein Video gesehen. Dort wurde gesagt, wieviel mehr Kalorien man bei Minusgraden braucht und dass Fett die meiste Energie liefern tät. Bin jetzt am Überlegen, welches Fett man am besten lagern kann außer das, was ich selber in "Füllezeiten" aus Zucker erzeuge? Fett hält doch nicht so gut?
Wir müssten bei einem Stromausfall tatsächlich ohne Strom auskommen, kurzfristig schaffmer des schon (Erfahrung vom Urlaub).
Ich hab n paar Kilo zuviel an der Figur, da brauche ich nix vorsorgen...
Hüftgold nennt man das in Krisenzeiten.

Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 16:47
von Eule
Das Ausgangsszenario dieses Fadens ist ja bewusst ein zeitlich und räumlich begrenztes Ereignis eines Ausfalls der öff. Versorgung im Bereich Strom. Man kann das gerne auch auf andere Bereiche anwenden, wie die schon angesprochene Wasserversorgung oder Gas oder Fernwärme.
Es ist sowas wie ein Tick von mir, dass ich bei allen Dingen, die ich zum Leben brauche, auf zwei Prinzipien achte: Das ist einmal der Leitspruch "der beste Rat ist der Vor-rat", das Zweite ist das Redundanz-Prinzip. Für alle Grundbedürfnisse sollte es zumindest einen Plan-B geben, ein Plan-C und D kann auch nicht schaden.
Darum halte ich z.B. die allseits gehypten Wärmepumpen für riskant, denn der Strom, den sie brauchen, lässt sich nun mal schlecht im erforderlichen Umfang privat bevorraten. Bei Gasheizungen wäre ein Flüssiggastank eine Option, bei Trinkwasser wäre eine eigene Quelle optimal, ansonsten der schon erwähnte Speicher der Soloarthermie, deren Strombedarf übrigens leicht per PV gedeckt werden kann. Auch der Strombedarf von Umwälzpumpen von Holzheizungen ist relativ gering und kann mit Akku+Wechselrichter eine Weile gedeckt werden. Bei alten Zentralheizungen aus den 50er und 60er Jahren gab's noch Schwerkraftsysteme mit sehr großen Rohrquerschnitten. Die würden, in Kombination mit einem Stückholz-Kessel, evtl. auch ohne Strom funktionieren.
Und wenn alle Technik versagt, ist ein simpler Holzofen zusätzlich auch kein Fehler, wenn auch mit den von woidler schon angesprochenen Einschränkungen.
Ideal wäre/ist natürlich eine Lebensweise, die von vornherein nicht von öffentlichen Versorgungsnetzen abhängig ist, so wie petias es beschreibt und praktiziert. Der damit verbundene "Komfort"-Verlust als alltägliche Normalität, statt auf Notfallszenarien beschränkt, ist allerdings auf freiwilliger Basis NOCH nicht mehrheitsfähig, vermute ich...

Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 16:50
von Kerstines
Die Monoblockwärmepumpen insbesondere jetzt im erfrierenden Berlin werden noch viel Freude bereiten:
https://www.welt.de/wirtschaft/plus695b ... ckout.html
Explosionsgefahr bei Wärmepumpen
Mit dem Suchbegrif finden sich auch Internetseiten, wo man das Thema vollständig nachlesen kann

Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 17:37
von Spinnerin
Eule hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 16:47
Das Ausgangsszenario dieses Fadens ist ja bewusst ein zeitlich und räumlich begrenztes Ereignis eines Ausfalls der öff. Versorgung im Bereich Strom. Man kann das gerne auch auf andere Bereiche anwenden, wie die schon angesprochene Wasserversorgung oder Gas oder Fernwärme.
Bei alten Zentralheizungen aus den 50er und 60er Jahren gab's noch Schwerkraftsysteme mit sehr großen Rohrquerschnitten. Die würden, in Kombination mit einem Stückholz-Kessel, evtl. auch ohne Strom funktionieren.
Man kann Strom und Wasser meistens nicht trennen, denn ich vermute, in die wenigsten Haushalte kommt das Wasser per Gefälle ? und zumindest im ländlichen Raum gibt es für die Wasserversorgung keine Notstromlösung. Ich denke, die Berliner haben Glück, dass das für dieses Gebiet zuständige Wasserwerk außerhalb der zerstörten Leitung liegt???
Ich denke, bei Stromausfall sollte man auch immer mit "kein Wasser" rechnen.
Schwerkraftheizungen dürfte es kaum noch geben wegen Feinstaub Abgastemperatur keine Ahnung was für ein Grenzwert, ich kenne jedenfalls keine, die noch in Betrieb ist und das war mMn im Osten bis zur Wende das gängige/einzige Heizungssystem
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 17:57
von Kerstines
Doch, Schwerkraftheizungen gibt es noch, auch alte DDR-Systeme. Müssen die Abgaswerte einhalten, das kann man steuern, nicht in jedem Fall, aber in vielen.
Unser Schornsteinfeger hat noch viele hier, die er betreut.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 18:10
von Elli1
Ideal wäre/ist natürlich eine Lebensweise, die von vornherein nicht von öffentlichen Versorgungsnetzen abhängig ist, so wie petias es beschreibt und praktiziert.
Das geht nicht überall.
Der damit verbundene "Komfort"-Verlust als alltägliche Normalität, statt auf Notfallszenarien beschränkt, ist allerdings auf freiwilliger Basis NOCH nicht mehrheitsfähig, vermute ich...

Leider! Zu meiner Kindheit hat man an Energie gespart. Sie war teuer und man musste dafür arbeiten. Heute will man seinen Komfort (Luxus) und beschwert sich das dieser Luxus teuer ist. Luxus ist aber nun mal nicht das normale Leben. Zufriedenheit und Freude sind sehr viel Wichtiger.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 18:26
von Spinnerin
Kerstines hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 17:57
Doch, Schwerkraftheizungen gibt es noch, auch alte DDR-Systeme. Müssen die Abgaswerte einhalten, das kann man steuern, nicht in jedem Fall, aber in vielen.
Unser Schornsteinfeger hat noch viele hier, die er betreut.
Dann ist das wahrscheinlich auch davon abhängig, wer mißt, mir erzählte unser BSM vor einigen Jahren schon, dass er gerade der letzten Schwerkraftheizung in seinem Bezirk den Betrieb untersagt hat.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 18:56
von Kerstines
Es gibt konkrete Meßvorgaben für die Schornsteinfeger(meister).
Unser bekommt nach eigenen Ausgaben viele Öfen durch, klare Anweisungen, wie zu säubern ist und was verheizt werden darf oder soll.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 19:37
von Eule
hier geht Einiges durcheinander:
Die sog. Schwerkraftheizungen sind Zentralheizungen, welche die Wärme vom Heizkessel (Koks, Öl, Gas, Holz?) über einen Wasserkreislauf zu den Heizkörpern in den Zimmern transportiert, wobei der Kreislauf allein durch die unterschiedliche Dichte von heißem und kaltem Wasser in Bewegung gehalten wird. GEMESSEN werden nur die Abgaswerte der jeweiligen Heizkessel, da spielt die Art der WärmeVERTEILUNG keine Rolle.
Dann gibt es die Einzelfeuerstätten, also meist Kaminöfen für Holz oder Kohle, die seit ca. 2 Jahren nur noch betrieben werden dürfen, wenn sie bestimmten Abgasnormen entsprechen, was bedeutet, dass sie relativ neu sein müssen, oder eben einzeln nachgemessen werden, was fast ebenso teuer ist wie ein neuer Ofen. Tatsächlich kann man auch ältere Öfen so heizen, dass sie den aktuellen Abgasnormen entsprechen und deshalb weiter betrieben werden dürfen, habe ich hier selbst auch erfahren, aber diese Zertifizerungsmessung ist, realistisch betrachtet, Humbug, denn es müsste ja permanent Jemand überwachen, ob tatsächlich immer SO geheizt wird, wie bei der Messung.
Der Bezirksschorni lässt aber wohl kaum einen alten Ofen bei der Messung durchfallen, denn das könnte ja einen Kunden weniger bedeuten
