Was soll anders werden? Den Ansatz, den die Niederlande versuchen, finde ich richtig. Denn aus der Massentierhaltung kommen so viele schon benannte Lateralschäden, die man deutlich besser im Griff hätte, wenn sich das tatsächlich halbieren würde.
Mag sein. Aber es ist NICHT der richtige Weg, erst auf dem Rücken der Bauern eine dermassen intensive Tierhaltung aufzubauen (wer bezahlt denn die neuen Ställe, hm?) und dann per Enteignung "ups, das ist ja doch scheisse" das ganze wieder rückgängig zu machen. Merkt niemand wie hirnrissig das ist?
Das ein großer Frust da ist, ist absolut verständlich.
Unverständlich ist nur, warum sich der Frust nicht gegen die Idioten richtet, die das den Landwirten aufgequatscht haben (Bauernverband und CDU), sondern gegen die, die damals schon geahnt haben, dass das nicht lange gut gehen wird (Grüne, Verbraucher- und Umweltschutz).
Was soll anders werden? Den Ansatz, den die Niederlande versuchen, finde ich richtig. Denn aus der Massentierhaltung kommen so viele schon benannte Lateralschäden, die man deutlich besser im Griff hätte, wenn sich das tatsächlich halbieren würde.
Mag sein. Aber es ist NICHT der richtige Weg, erst auf dem Rücken der Bauern eine dermassen intensive Tierhaltung aufzubauen (wer bezahlt denn die neuen Ställe, hm?) und dann per Enteignung "ups, das ist ja doch scheisse" das ganze wieder rückgängig zu machen. Merkt niemand wie hirnrissig das ist?
Das ein großer Frust da ist, ist absolut verständlich.
Unverständlich ist nur, warum sich der Frust nicht gegen die Idioten richtet, die das den Landwirten aufgequatscht haben (Bauernverband und CDU), sondern gegen die, die damals schon geahnt haben, dass das nicht lange gut gehen wird (Grüne, Verbraucher- und Umweltschutz).
Erstere möchten einen Umbau in einer für die Betriebe verträglichen Zeitspanne und wollen den Umbau entsprechend fördern.
Bzw. teilweise keine Veränderung, schließlich ist man mit dem eingeschlagenen Weg zu frieden.
Die Zweiten wollen einen Umbau in einer viel zu kurzen Zeitspanne und das auf volle kosten der Betriebe.
Noch dazu sind die Umbaupläne/-ziele dermaßen praxisfern, dass man mit auch nur einer kleinen Spur Ahnung von der Praxis erkennt dass diese Pläne niemals umsetzbar sind.
Ohne die Zweiten währen deutlich weniger Probleme für die Betriebe vorhanden.
Das Problem ist ja nicht jetzt entstanden, sondern vor mindestens 20 bis 30 Jahren, als sehr viel dazu geraten wurde, massiv zu investieren und immer mehr zu expandieren.
Natürlich tut es weh, wenn man jetzt realisiert, dass man damals auf die Falschen gehört hat. Noch länger dran festzuhalten verschärft die Probleme aber immer nur noch mehr und löst keines.
Rohana hat geschrieben: So 10. Jul 2022, 18:52
Siehst ja jetzt in der Krise wo die Leute das Sparen anfangen... verzichten die am ehesten auf Handy, Urlaub, Flugreisen, oder drehen sie die Heizung ein Grad runter? An (deutschen!) Erdbeeren und Spargel wird gespart, HartzIV Empfänger müssen sich alles leisten können, Lebensmittel sind zu teuer (sonst heisst es immer Lebensmittel sind zu billig)... aber Preissteigerungen bei anderen Dingen, tja, die sind halt so.
Nein, genau das sehe ich nicht.
Ich hab um mich herum viele Menschen, die sich Sorgen um die Energiepreise und um den nächsten Winter machen und überlegen, wie sie dem am besten begegen. Dabei verzichten viele in diesem Jahr auf teuren Urlaub, machen sich Gedanken, wie sie ihren Energieverbrauch optimieren können und einige sind leider auch dazu gezwungen, sich beim kleineren Luxus im Alltag, wie es Spragel und Erdbeeren nun mal sind, einzuschränken (was beispielsweise für meine Oma, die ohne Handy, ohne Urlaub und ohne Auto in einer Mietwohnung lebt nun mal die einzige Möglichkeit ist, irgendwo zu sparen).
Ich finde es erschreckend, wie herablassend du an vielen Stellen pauschal über andere Menschen sprichst.
Ich finde das auch, Rohana, du wirkst wie jemand, der/die alles richtig macht und nur die anderen liegen falsch! Sorry, so läuft es aber in dieser Welt nicht!
Ich will nichts zurückdrehen, ich habe sogar explizit beschrieben, wie ich eine Zukunft sehe, GSD nicht nur ich. Daher kannst du dir tatsächlich solche Kommentare einfach mal sparen mit "Gänseliesel" und so. Lesen hilft übrigens und Verstehen noch mehr!
Ja, euch könnte es jetzt an den Kragen gehen, aber ja und? Das bahnte sich seit Jahrzehnten doch an, warum habt ihr diesen Wahnsinn denn mitgemacht? Und wenn es dir und deiner Familie inviduell schlechter gehen, vielleicht wird dein Blick auf die "Hartz IVler" ja mal empathischer. Ich hatte so eine Phase auch mal im Leben und habe nicht so verbal auf andere eingedroschen, sondern mich um mein Überleben gekümmert. Das hat mich aus der Krise geholt und der Wandel über Ansichten und mein Berufsbild, aber nicht das Schreien über die Ungerechtigkeit der Welt, der blöden Politik und schon gar nicht das Verharren auf einer Position, die mir und der Welt einfach schadet.
Deshalb habe ich immer weniger Mitleid mit dir und deiner eventuellen zukünftigen Situation, die gabt ihr euch selbst geschaufelt. Und auf den Rest deiner überheblichen und tlw rotzigen Schreibe antworte ich nicht mehr, sind verschwendete Zeilen.
Äh, ja und, ich hab auch eine Weile HartzIV bezogen, ich weiss durchaus wieviel Spass das macht. Oder auch nicht. Rotzige Schreibe? Komm, geschenkt. Tschüss.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Rohana hat geschrieben: So 10. Jul 2022, 18:52
Siehst ja jetzt in der Krise wo die Leute das Sparen anfangen... verzichten die am ehesten auf Handy, Urlaub, Flugreisen, oder drehen sie die Heizung ein Grad runter? An (deutschen!) Erdbeeren und Spargel wird gespart, HartzIV Empfänger müssen sich alles leisten können, Lebensmittel sind zu teuer (sonst heisst es immer Lebensmittel sind zu billig)... aber Preissteigerungen bei anderen Dingen, tja, die sind halt so.
Nein, genau das sehe ich nicht.
Ich hab um mich herum viele Menschen, die sich Sorgen um die Energiepreise und um den nächsten Winter machen und überlegen, wie sie dem am besten begegen. Dabei verzichten viele in diesem Jahr auf teuren Urlaub, machen sich Gedanken, wie sie ihren Energieverbrauch optimieren können und einige sind leider auch dazu gezwungen, sich beim kleineren Luxus im Alltag, wie es Spragel und Erdbeeren nun mal sind, einzuschränken (was beispielsweise für meine Oma, die ohne Handy, ohne Urlaub und ohne Auto in einer Mietwohnung lebt nun mal die einzige Möglichkeit ist, irgendwo zu sparen).
Ich finde es erschreckend, wie herablassend du an vielen Stellen pauschal über andere Menschen sprichst.
penelope, da muß ich Rohana mal recht geben.
Sicher, viele Menschen machen sich Gedanken über die Energiepreise aber bei den Gedanken bleibt es dann auch. Umgesetzt wird bei vielen gar nichts. Ich arbeite in vielen verschiedenen Haushalten und sehe und fühle es auch das in vielen Haushalten sogar im Sommer noch die Heizung läuft und die Heizkörper auf 5 stehen und warm sind trotz das die Sonne reinknallt. Das neueste Handy muß sein aber über die steigenden Preise wird sich beklagt. Ich erlebe das fast täglich.
Auch Schnöselkram muss sein obwohl der teuer ist und man sich gleichzeitig beschwert immer fetter zu werden. Da kauf ich doch lieber Spargel und Erdbeeren für das Geld.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Ich möchte nicht, dass die Diskussion auf "wer ist schuld und wer ist arrogant" hinausläuft. Rohana ist in einer besonderen Situation, weil sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mühe gibt, rentabel und tiergerecht zu produzieren, und das Ganze auch noch in einer akzeptablen Qualität, und weil das der Haupterwerb ihrer Familie und nicht bloss ein Hobby wie bei mir ist. Wenn bei mir mal etwas nicht gerät, ist das halt so und am Einkommen ädndert sich gar nichts.
Von der anderen Seite her ist das so wies heute läuft eine Sackgasse. Die Bio-Leute der ersten Stunde sind nicht deshalb aus der konventionellern Intensivierungs- und Rationaliserungsschiene ausgestiegen, weil sie kein finanzielles Auskommen gesehen haben, sondern weil sie so nicht produziwren wollten. Als Produzent muss man nun mal in Vorleistung gehen und das Risiko tragen, dass die Kunden nicht so ticken wie man es gerne hätte. Auch die Bio-Landwirtschaft hat gelernt, dass Schrumpligkeit und Flecken kein Qualitätsmerkmal für Äpfel sind. Aber irgendwo, und das muss man den konventionellen Bauern vorwerfen, die nun zwischen Tisch und Bank fallen, kann mehr Effizienz nicht die nie erreichte und stets gleiche Lösung der gegenwärtigen Probleme sein.
Von der Politik kann man nicht erwarten, dass überfällige Korrekturen schmerzfrei für die betroffenen Gewerbe sein werden. Ebenso ist Vertrauen in die Berater und Ämter fehl am Platz, die diese Fehlentwicklung zu verantworten haben und sich nun schön stille halten, nachdem die Bevölkerung nicht mehr glaubt, dass das alles bloss ideologische Verblendung irgendwelcher spinnerten Ökofundis sei. Was Dinge wie Milchimporte aus Neuseeland (oder meinetwegen Wein aus Kalifornien, Frühkartoffeln aus Ägypten und so weiter) betrifft, so sind das Nachteile von Freihandelsabkommen, die immer so ausfallen werden, solange man mit hochweritgen Industriewaren mehr Geld verdienen kann als mit hochwertigen Landwirtschaftsprodukten.
Hier dürfen die Landwirte nicht auf die Importware schimpfen, die sicher nicht schlechter ist als die einhemische Produktion. Dass dem nicht so ist, kann jeder Konsument selber leicht heruasfinden. Vielmehr muss man auf den Unfug der weitern Transporte verweisen.
Die fachkundigen Berater werden immer neue Scheinlösungen für die immer gleichen Probleme haben - dann fährt man halt die Gülle aus Niedersachsen nach Vorpommern, damit man noch etwas weitermachen kann, worauf die Grossabnehmer die Schlachtpreise noch etwas weiter drücken können, also braucht es einen grösseren Stall, die Bank hilft mit günstigen Krediten und so weiter.
Entweder man macht das Spiel mit, oder man macht nicht mit. Aber beides geht so wie Duschen ohne nass zu werden, nämlich auf Dauer gar nicht.
Genau so wie Deutschland bei Industrieprodukten den guten Ruf wegen der guten Qualität hat und so auch die Preise dort noch einigermassen stimmen, hätte das Land verloren, wenn es bei billiger Massenware konkurrenzkräftig sein wollte.
Was fehlt, ist auf Seiten des Gesetzgebers, dass bei Importwaren jeglicher Art die Herkunft egal ist, aber die Produktionsweise nicht. Das hintertreiben die Groskonzerne, denn das ginge ihnen ans Lebendige, weil dann das internationale Ausspielen von Staaten gegeneinander und das Feilschen um Steuervorteile nicht mehr so zuverlässig funktioniert wie jetzt.
Aber dass die Politik offensichtlichen Unfug abstellen will und dass es diejenigen betrifft, die diesen Unfug warum auch immer machen, das kann man den Politikern nicht anlasten. Da muss man selber mit aufhören.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Schon mal nachgedacht wie fruchtbare Böden entstehen? Klar kennt jeder aus Australien, da wuchert es geradezu. Oder am Amazonas, die reinste Pracht.
Wie ist nicht so? In USA gibts gute Böden? In Mitteleuropa gibts gute Böden?
Wie kam dann das?
Bison und Wiesent haben geduldig Jahrhunderte lang, Gras aufgenommen, wieder hochgewürgt, 3 mal durchgekaut und dann als Mist ausgeschieden.
So entstand eine "Muttererde" die ihren Namen mehr als verdient.
Wer also gegen Tierhaltung generell ist, ist auch gegen gute Böden.
Niemand hat gesagt, dass Kühe mit Kraftfutter aus aller Herrenländer gefüttert werden sollen.
Schweine, klar ein guter Verwerter von Abfall aller Art der, nicht um mit Sojabohnen aus dem Amazonasgebiet, wo eben kein nachhaltiger Boden ist, gefüttert werden soll.
Vielleicht wäre es eine Lösung die 12.000.000.000 kg Lebensmittel wie wir wegwerfen wenigsten in den Schweinetrog zu geben.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Tscharlie hat geschrieben: Mo 11. Jul 2022, 21:37
Schon mal nachgedacht wie fruchtbare Böden entstehen? Klar kennt jeder aus Australien, da wuchert es geradezu. Oder am Amazonas, die reinste Pracht.
Wie ist nicht so? In USA gibts gute Böden? In Mitteleuropa gibts gute Böden?
Wie kam dann das?
Bison und Wiesent haben geduldig Jahrhunderte lang, Gras aufgenommen, wieder hochgewürgt, 3 mal durchgekaut und dann als Mist ausgeschieden.
So entstand eine "Muttererde" die ihren Namen mehr als verdient.
Wer also gegen Tierhaltung generell ist, ist auch gegen gute Böden.
Bison und Wisent wurden aber nicht zu Hunderten oder Tausenden auf engstem Raum gehalten und mit genmanipuliertem Futter auf Höchstleistung gemästet.
In Südeuropa sind die Böden dort besonders karg, wo seit Jahrtausenden die Schafe drauf weiden, da bildet sich kein neuer Humus
im Wald dagegen schon.....
von daher ist Tierdung sicherlich eine Komponente für fruchtbare reiche Böden, aber noch längst nicht alles.....
kannst mit Terra preta und EM hin und wieder, Gründüngung und nem schönen Kompost wesentlich fruchtbareren Boden haben als die toten Böden, die jedes Jahr mit Gülle überschüttet werden, damit überhaupt noch irgendwas wächst
und wo dann wilde Kamille und andere Heilpflanzen halt vergiftet werden, die eigentlich einen Versuch darstellen, den Boden zu heilen......
alles was aus dem natürlichen Gleichgewicht gewalttätig herausgezwungen wird leidet
sei es Boden, Tier, Mensch....
mensch kann sich aber entscheiden was er tut und was nicht
nur entscheidet mensch halt oft nur des Geldes willen und damit macht er unendlich viel kaputt
nur die Natur lässt sich nicht auf Dauer vergewaltigen
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
Klar gerade wir nach 1945 geborenen Mitteleuropäer sind, nennen wir es ruhig, verweichlicht.
Alle lebendige Wesen schaden anderen lebnedigen Wesen. Selbst Viren und Bakterien kommen nicht ohne Schädigung eines anderen Lebewesen aus.
Das Gras muss sich was einfallen lassen um von Bäumen und Sträuchern nicht vertrieben zu werden.
Nur wir Menschen, weil wie Heilige sein wollen, blenden völlig aus, dass wir ohne etwas anderes lebendiges zu essen nicht überleben können.
Ich bin der Meinung wir sollten endlich aufwachen und dieser Tatsache ins Auge blicken, wir essen Pflanzen oder Tiere, schluß aus, ohne geht das nicht.
Und ich will nicht entscheinden: Ist Gras wertvoller als eine Kuh oder ein Mensch oder eben wertloser?
Und eine provokante Frage: Ist eine Monokultur, mit was auch immer, besser als eine Massentierhaltung?
So und nun noch ein Ausflug in die Welt der Ästhetik. Ohne Almwirtschaft wäre der Alpenraum bei weitem nicht so schön. Weil Tiere das gemacht haben, was sie können, Gras in Milch und Fleisch verwandeln, deshalb sind diese tollen Landschaften entstanden. Gerade beginnt die Bevölkerung zu erkennen, sollen wir das erhalten? Oder doch wie die Tiroler (in der Masse) möglichst viel Gewinn (als Geld, das niemand essen kann und auch keiner gerne anschaut) zu machen.
Laßt uns mit Tieren tierisch umgehen und mit Menschen menschlich. Wie ich das meine? Nachfragen erwünscht.
Nachtrag: Der "Natur" ist das alles ziemlich egal, die denkt in Jahrmillionnen, da spielen so Kleinigkeiten wie wir sie sehen keine Rolle.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi