Ja. Die Kosten. Die nötige Präzision. Die engen Zeitfenster. Wenz hat nur ca. 30 ha. Mach das mal auf 300. Da werden die Wetterfenster viel enger. Das nötige Know-How. Da geht nix nach Schema-F. Da heißt es ständig beobachten und anpassen.Dagmar hat geschrieben:Oder was habe ich noch übersehen?
Auf unseren steinigen und unebenen Flächen würde z.B. das flache Abscheren mit dem Grubber nur unzulänglich funktionieren.
Da müsste ich erst mal planieren und Steine roden lassen. Fraglich, ob die Kosten je wieder zu erwirtschaften wären. Aber ich mach ja keinen Ackerbau mehr.
Mein Onkel hat so ein Gerät im Einsatz, hält sich aber nicht genug an die wenzschen Methoden, um damit wirklich gute Erträge zu erzielen.
Zumal hier viele Feldfrüchte nicht möglich sind, die Wenz gute Einnahmen bringen (Sojabohnen z.B.). Nur mit Getreide als Cashcrop ist es deutlich enger.
Als konventioneller Ackerbaubetrieb kann man sich die verlorenen Anbauzeiten für Vorfrüchte nicht leisten.
1 Jahr Kleegras um die Fläche von Unkrauf zu befreien und um mit den Schröpfschnitten die Würmer zu füttern ist ein Jahr mit viel Kosten und null Einnahmen.
Futterbaubetriebe (auch für Biogas) sind ein anderes Thema.
Im Biolandbau gelten andere Marktgesetze, weil man das Kleegras eh in der Fruchtfolge braucht und die Mindereinnahmen durch entsprechend höhere Preise kompensiert werden. (Oder kompensiert werden sollten. Hier in der Region war die letzten Jahre Biogetreide kaum zu kostendeckenden Preisen zu verkaufen, mangels Abnehmern und mangels nahen Erfassungsstellen. Dieses Jahr soll die Nachfrage aber wieder besser gewesen sein.)
