Geniessbarkeit von Fliegenpilz

(Sammeln, Bestimmen, Anbau etc.)
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si001
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Re: Wie soll das Forum sein?

#21

Beitrag von si001 »

emil17 hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 18:43 Wer das nicht unterscheiden kann, der soll doch einfach nicht sammeln.
Sehe ich auch so, aber es gibt ja immer Leute die sehr! schlau sind. ... und im Zeitalter von App und KI ist die Gefahr noch größer, dass sich die Leute schlau/sicher fühlen. Es geht nichts über selbst erlerntes Wissen.
Ich bin nicht gegen Apps und KI. Die haben in bestimmten Bereichen ihre Daseinsberechtigung, aber man muss in der Lage sein, das Ergebnis hinterfragen zu können.
KI nutze ich persönlich nicht, weil ich meinen Kopf selbst anstrengen will. Apps und so was wie Wikipedia nutze ich schon, aber sehr oft nutze ich sie als Ausgangsbasis für weitere Recherchen. Bin halt ´n Dickbrettbohrer :grr:

Wir hatten vor ein paar Jahren einen wirklichen Vergiftungsfall in der Familie. Die Schwägerin war zum Pilzesammeln, hat anschließend die Mutter aus dem Pflegeheim geholt und sie haben gemeinsam gegessen. (Nein, ich denke nicht!, dass eine blöde Absicht dahinter stand.)
Als es der Mutter am Abend im Pflegeheim richtig schlecht ging, haben die Pfleger den Arzt gerufen. Mutter hatte dem Arzt zum Glück erzählen können (Demenz), dass sie der sie Pilze gegessen hatten, worauf der Arzt sie mit Blaulicht im Krankenhaus geschickt hat. Mutter hatte man für 4 Tage ins künstliche Koma gelegt. Sie hat´s recht gut überstanden.
Gleichzeitig hat das Krankenhaus die Polizei alarmiert, die die Wohnungstür bei der Schwägerin aufbrechen musste und sie am Bogen liegend gefunden, hat. Für sie war es die Rettung in letzter Minute.
Auf die Frage, was sie für Pilze gegessen hatte, sagte sie wohl "irgendwelche Schirmpilze" :dreh:

Früher hieß es bei uns "Dummheit richtet die Evolution." Nein, heute ist man da feinfühliger und sagt das nicht mehr. :pfeif:
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#22

Beitrag von unkrautaufesserin »

Goggle mal nach " Darwin award"

Ein hier sehr häufiger Pilz ist der kahle Krempling, der ja auch tödlich giftig sein soll. Nun hält sich jedoch gerade in Chemnitz und Umgebung die Mär von Leuten, die nach dem Krieg immer Kremplinge gegessen haben. Meine Mutter hatte sogar einen Klassenkameraden, der auf dem Schulhof gefundene Kremplinge aufs Butterbrot geschnitten und roh gegessen hat... und auch die Schwiegermutter hat Kremplinge gegessen. Dann kam Anfang der Achtziger eine Vergiftungswelle mit Todesfällen, und die allgemeine Warnung.

Vor einigen Jahren habe ich dann durch Zufall herausgefunden, daß es auch noch den etwas bräunlicheren Erlenkrempling gibt, über dessen Giftigkeit es aber keine Angaben gab. Was also, wenn die ganzen vielen Kremplinge hier alles Erlenkremplinge und überhaupt nicht giftig sind?

Aber zum Testen fehlt mir dann dann doch der Mut... oder das Labor.
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si001
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#23

Beitrag von si001 »

Solange meine Nahrungsversorgung gut genug ist, werde ich solche Experimente unterlassen.
Darwin award kenne ich. ;)
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Zacharias
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#24

Beitrag von Zacharias »

Ich habe die Antwort darauf gefunden. Schau dir mal dieses Video, insbesondere ab Minute 2 an: https://www.youtube.com/watch?v=_wHoqkQYu7w
unkrautaufesserin
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#25

Beitrag von unkrautaufesserin »

Ah danke fürs Finden und Verlinken! Ja, diese Erklärung ist schlüssig.
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65375
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#26

Beitrag von 65375 »

Gelesen habe ich auch schon, daß Russen und/oder Russlanddeutsche in Deutschland ganz selbstverständlich Fliegenpilze gegessen haben, weil sie es von zuhause so kannten, die ihnen aber nicht so gut bekommen sind, weil sie hier andere oder mehr von den giftigen Inhaltsstoffen haben als im Osten.

Wo das genau stand, weiß ich nach Jahrzehnten nicht mehr. Ich ärgere mich heutzutage sehr, daß ich sowas nicht ausgeschnitten und gesammelt habe, aber das Ergebnis wäre gewesen, bei jedem Umzug ein wachsendes Archiv aus Zeitungsausschnitten mitzuschleppen.....
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#27

Beitrag von Zacharias »

Es gibt aber keinen giftigen Stoff im Pilz, sondern einen halluzinogenen. Wer isst schon Pilze roh? Giftig ist krankmachend bis hin zum Tod. Der rohe Genuss von Fliegenpilz kann zu Erbrechen führen, das ist aber alles.
Wie geschrieben, als Speisepilz ist er eher uninteressant. Aber jeder Russe kennt die Heilwirkung und jedes Land hier oben hat eigene Rezepte, wie man den Pilz verarbeitet. In Litauen z.B. wird der Pilz bei Vollmond in einem Glas in der Erde vergraben und die Flüssigkeit, die sich bildet gegen Gelenksschmerzen angewendet.
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#28

Beitrag von Rohana »

Zacharias hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 16:13 Es gibt aber keinen giftigen Stoff im Pilz, sondern einen halluzinogenen. Wer isst schon Pilze roh? Giftig ist krankmachend bis hin zum Tod.
Genug Leute essen Pilze roh und giftig schliesst von stark unbekömmlich bis tödlich eine Menge ein. Es muss doch wirklich nicht jeder Depp hingehen und Fliegenpilze futtern :ohoh:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#29

Beitrag von Zacharias »

Mir geht es ja auch nicht um die Genießbarkeit, sondern um die Heilkraft. Und die übertrifft alles, was ich bisher an natürlichen Heilmitteln erlebt habe.
Maria
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#30

Beitrag von Maria »

Zacharias hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 18:02Heilkraft. Und die übertrifft alles, was ich bisher an natürlichen Heilmitteln erlebt habe.
Vielleicht ist er deshalb ein Glücksbringer zu Neujahr?
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