Und das schlimmste daran ist, dass es *wieder* ein Faktor ist der die Aufmerksamkeit weg von dem was vom Boden und Klima und Betrieb her Sinn macht, zu dem lenkt was staatlich "gewünscht" ist. Dass der Staat, egal wie engagiert seine Mitarbeiter auch sein mögen, es sicher nicht schafft jedem Einzelbetrieb in seinen Gegebenheiten gerecht zu werden, liegt auf der Hand. Unter anderem deshalb brauchen wir eigentlich die Freiheit, das zu tun was Sinn macht und nicht nur das was gewünscht ist. Unternehmerisch ist das wieder noch was anderes weil ja auch der Markt sich nicht darum schert was der einzelne Betrieb kann und was nicht, die wollen halt Produkt X. Und zwischen diesen beiden Mahlsteinen stehen wir, vor allem die kleinen Familienbetriebe und die in den Grenzstandorten, aber auch die grösseren die ihre eigenen Problemlagen haben.emil17 hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 17:18 "Subventionen erzeugen eine Subventionsmentalität. Unternehmerische Aktivitäten werden danach ausgerichtet, wofür es gerade Geld gibt.
...
Je höher ihre Bedeutung für das Firmenergebnis, desto mehr wendet sich die interne Aufmerksamkeit weg von der Beobachtung der Märkte und hin zur Verfolgung politischer Kanäle und Lobbyarbeit, um herauszufinden, was getan werden muss, um Subventionszahlungen weiter zu erhalten oder zu steigern."
Aus Sicht des Unternehmens logisch. Für die Volkswirtschaft und die Staatsfinanzen schlimm.
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Nochmals ,
für unseren abgehängtem FDJ´ler aus dem Vogtland und dem Ziegen-Peter sein Nachbar .
Jetzt neu in Barrierefrei!
Ein Spediteur zahlt den Dieselpreis und zieht die MwSt. Sein LKW fährt 200K km per ano über BAB .
Ein Landwirt zahlt den Dieselpreis und zieht ebenfalls die MwSt. Sein Traktor fährt zum größten Teil über eigene Ackerflächen.
An der Erhaltung von Landwirtschaftlichen Wegen beteiligt er sich ebenfalls .
Als "Dank" gibt es 22 Cent/ ltr. zurück .
Ein M/L nennt dies Subvention .
für unseren abgehängtem FDJ´ler aus dem Vogtland und dem Ziegen-Peter sein Nachbar .
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Ein Spediteur zahlt den Dieselpreis und zieht die MwSt. Sein LKW fährt 200K km per ano über BAB .
Ein Landwirt zahlt den Dieselpreis und zieht ebenfalls die MwSt. Sein Traktor fährt zum größten Teil über eigene Ackerflächen.
An der Erhaltung von Landwirtschaftlichen Wegen beteiligt er sich ebenfalls .
Als "Dank" gibt es 22 Cent/ ltr. zurück .
Ein M/L nennt dies Subvention .
.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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- Thomas/V.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Dunkel der Rede Sinn ist...
Wo habe ich mich zu irgendwelchen Subventionen für die Ldw. geäußert? Davon hab ich gar keine Ahnung.
Und FDJ.ler war so gut wie jeder, da einem nichts anderes übrig geblieben ist, wenn man halbwegs seine Ruhe haben wollte.
Angekotzt hat es mich trotzdem.
Das Gute daran war allerdings, das ich sehr schnell den Unterschied zwischen (Staats)propaganda und Realität gemerkt habe.
Wo habe ich mich zu irgendwelchen Subventionen für die Ldw. geäußert? Davon hab ich gar keine Ahnung.
Und FDJ.ler war so gut wie jeder, da einem nichts anderes übrig geblieben ist, wenn man halbwegs seine Ruhe haben wollte.
Angekotzt hat es mich trotzdem.
Das Gute daran war allerdings, das ich sehr schnell den Unterschied zwischen (Staats)propaganda und Realität gemerkt habe.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
-
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Bei uns erhält die Gemeinde die landwirtschaftlichen Wege, und die Bauern fahren sie mit ihren Riesenmaschinen kaputt. Und die Dorfstraße und die Bundesstraße auch.
Sogar seit 1850 eingetragene Fußwege, die radfahrende Menschen auch benutzen könnten, wurden einfach untergepflügt, wie jeder nicht asphaltierte Weg ringsum.
Sogar seit 1850 eingetragene Fußwege, die radfahrende Menschen auch benutzen könnten, wurden einfach untergepflügt, wie jeder nicht asphaltierte Weg ringsum.
- Thomas/V.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das Problem ist bei Wegen, das viele auf privatem Grund liegen und die Gemeinden kein Geld haben, sie zu pflegen. Was ja verständlich ist, da sie ja auf Privatgrund liegen. So lange Dinge verwildert sind, will sie keiner haben, werden sie erneuert, steht dann plötzlich jemand da und will sie für sich haben....
Das mit den Riesentraktoren auf den Straßen ist hier auch so. DIe Straßen wurden mal gebaut, als die LKW und Traktoren viel leichter waren, es keine riesigen Holztransporter gab, die hier ebenfalls lang fahren.
Jetzt soll hier eine Flurbereinigung gemacht werden, um das Wegeproblem etwas zu entschärfen. Na mal sehen.
Das mit den Riesentraktoren auf den Straßen ist hier auch so. DIe Straßen wurden mal gebaut, als die LKW und Traktoren viel leichter waren, es keine riesigen Holztransporter gab, die hier ebenfalls lang fahren.
Jetzt soll hier eine Flurbereinigung gemacht werden, um das Wegeproblem etwas zu entschärfen. Na mal sehen.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@amigo:
Du hast das Prinzip und die Nachteile von Subventionen nicht begriffen.
Ich zahle für den Sprit auf meinen Rasenmäher und meine Kettensäge ebenfalls Treibstoffsteuer - weil die so heisst.
Der LKW zahlt zudem, mindestens bei uns, eine leistungsabhängige Schwerverkehrssteuer.
Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge haben zudem eine eigene steuerprivilegierte Zulassung. Die wird unter anderem damit begründet, dass sie hauptsächlich nicht auf öffentlichen Strassen verkehren. Dafür darf man mit so einer Zulassung nur im Zusammenhang mit der Landwirtschaft auf öffentlichen Strassen verkehren.
Steuern sind per Definition "nicht zweckgebundene Abgaben". Ich kann mich nicht darauf berufen, dass ich weniger Steuern zahlen will, weil meine Kinder aus der Schule sind und ein Teil der Steuergelder für Schulen verwendet werden. Ich muss ertragen, dass die Fussballstadien bauen, obwohl mich das nicht interessiert. Und die Fussballfans müssen ertragen, dass sie Renaturierungen von Flussbetten machen, obwohl die das nicht interessiert.
Mit Subventionen fördert man das, was man subventioniert.
Will man die fördern, die viel Diesel verbrauchen, oder die, welche so wirtschaften, wie es im Interesse der Öffentlichkeit liegt (die die Subventionen bezahlt)?
Wenn man möchte, dass die Landwirte landwirten, ohne dass es zu Marktverzerrungen kommt, dann soll man nicht den Agrodiesel verbilligen, sondern das bezahlen, wofür man diese Tätigkeit fördern will und was von den Landwirten nicht selbst in ihre Produkte eingepreist werden kann, weil die Konkurrenz von Importwaren zu gross und marktverzerrend ist (da ja leider importiert werden darf, was hier so nicht erzeugt werden dürfte): Den Unterhalt von Feldwegen, falls das nicht sowieso die Gemeinde macht, die Erzeugung von Produkten nach bestimmten Richtlinien und mit bestimmten Eigenschaften, die Pflege von Flächen mit besonderen Eigenschaften, und so weiter.
Egal was man wie subventioniert, es führt dazu, dass diese Subventionen in die Produktion eingepreist werden und man sie nachher nie mehr abschaffen kann, ohne dass Betriebe, die nur dank Subventionen rentieren, dann kaputt gehen. Salopp gesagt, wenn ich pro Nussbaum 300 Euro Pflanzbeihilfe und eine Abnahmegarantie von 20 Euro pro Kilo kriege, dann mache ich Baumnüsse, egal ob die jemand tatsächlich will.
Ansonsten hat Rohana natürlich recht: Wenn man den Bauern dauernd in Details der Betriebswirtschaft reinredet und sich die Kriterien auch noch dauernd ändern, dann kann man nicht vernünftig planen und die Kosten von Fehlentscheidungen wird denjenigen aufgebürdet, die sie nicht getroffen haben.
Weil nun aber der Steuerzahler wie jeder, der etwas bezahlt, ein Recht auf Gegenleistung hat, muss das Erreichen der beabsichtigten und finanzierten Ziele kontrolliert werden. Sonst wird geschummelt und die Leidtragenden sind die Ehrlichen. Ich würde aber nicht solche Dinge wie früheste Mähtermine für Wiesen vorschreiben - sowas wird doch der Bewirtschafter selbst am besten wissen, zumal das je nach Jahr und Lage sehr unterschiedlich ist.
Du hast das Prinzip und die Nachteile von Subventionen nicht begriffen.
Ich zahle für den Sprit auf meinen Rasenmäher und meine Kettensäge ebenfalls Treibstoffsteuer - weil die so heisst.
Der LKW zahlt zudem, mindestens bei uns, eine leistungsabhängige Schwerverkehrssteuer.
Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge haben zudem eine eigene steuerprivilegierte Zulassung. Die wird unter anderem damit begründet, dass sie hauptsächlich nicht auf öffentlichen Strassen verkehren. Dafür darf man mit so einer Zulassung nur im Zusammenhang mit der Landwirtschaft auf öffentlichen Strassen verkehren.
Steuern sind per Definition "nicht zweckgebundene Abgaben". Ich kann mich nicht darauf berufen, dass ich weniger Steuern zahlen will, weil meine Kinder aus der Schule sind und ein Teil der Steuergelder für Schulen verwendet werden. Ich muss ertragen, dass die Fussballstadien bauen, obwohl mich das nicht interessiert. Und die Fussballfans müssen ertragen, dass sie Renaturierungen von Flussbetten machen, obwohl die das nicht interessiert.
Mit Subventionen fördert man das, was man subventioniert.
Will man die fördern, die viel Diesel verbrauchen, oder die, welche so wirtschaften, wie es im Interesse der Öffentlichkeit liegt (die die Subventionen bezahlt)?
Wenn man möchte, dass die Landwirte landwirten, ohne dass es zu Marktverzerrungen kommt, dann soll man nicht den Agrodiesel verbilligen, sondern das bezahlen, wofür man diese Tätigkeit fördern will und was von den Landwirten nicht selbst in ihre Produkte eingepreist werden kann, weil die Konkurrenz von Importwaren zu gross und marktverzerrend ist (da ja leider importiert werden darf, was hier so nicht erzeugt werden dürfte): Den Unterhalt von Feldwegen, falls das nicht sowieso die Gemeinde macht, die Erzeugung von Produkten nach bestimmten Richtlinien und mit bestimmten Eigenschaften, die Pflege von Flächen mit besonderen Eigenschaften, und so weiter.
Egal was man wie subventioniert, es führt dazu, dass diese Subventionen in die Produktion eingepreist werden und man sie nachher nie mehr abschaffen kann, ohne dass Betriebe, die nur dank Subventionen rentieren, dann kaputt gehen. Salopp gesagt, wenn ich pro Nussbaum 300 Euro Pflanzbeihilfe und eine Abnahmegarantie von 20 Euro pro Kilo kriege, dann mache ich Baumnüsse, egal ob die jemand tatsächlich will.
Ansonsten hat Rohana natürlich recht: Wenn man den Bauern dauernd in Details der Betriebswirtschaft reinredet und sich die Kriterien auch noch dauernd ändern, dann kann man nicht vernünftig planen und die Kosten von Fehlentscheidungen wird denjenigen aufgebürdet, die sie nicht getroffen haben.
Weil nun aber der Steuerzahler wie jeder, der etwas bezahlt, ein Recht auf Gegenleistung hat, muss das Erreichen der beabsichtigten und finanzierten Ziele kontrolliert werden. Sonst wird geschummelt und die Leidtragenden sind die Ehrlichen. Ich würde aber nicht solche Dinge wie früheste Mähtermine für Wiesen vorschreiben - sowas wird doch der Bewirtschafter selbst am besten wissen, zumal das je nach Jahr und Lage sehr unterschiedlich ist.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
- Rohana
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- Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Und jetzt reichts amal mit der Rumkackerei hier. Thread zur Abkühlung geschlossen und es möge mal jeder überlegen, ob hier miteinander oder gegeneinander diskutiert wird, und wie das in Zukunft für alle Mitleser und -schreiber angenehmer gestaltet werden kann.
Edit: Outtakes sind hier zu finden. Ich bitte darum, hier wie auch dort (sofern möglich) an der Sache zu diskutieren und nicht ad hominem, und andere Forenteilnehmer in ihrer anderen Weltsicht und Erfahrung zu respektieren. Hat ja jede/r ihre und seine eigene Geschichte hier.
Edit: Outtakes sind hier zu finden. Ich bitte darum, hier wie auch dort (sofern möglich) an der Sache zu diskutieren und nicht ad hominem, und andere Forenteilnehmer in ihrer anderen Weltsicht und Erfahrung zu respektieren. Hat ja jede/r ihre und seine eigene Geschichte hier.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Kirschkernchen
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Bei den Subventionen tut sich was. Die renomierte CDU-Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche will die Solarsubventionen und die Genehmigungen von Einspeiseprojekten faktisch einstellen (3%-Regel), weil die bisherigen Förderungen so erfolgreich waren. Das ist doch mal ein Lichtblick und kann die aufgeworfenen Fragen über die Sinnhaftigkeit von Subventionen klar beantworten. Die Arbeit der Bundesregierung hat gut funktioniert, der Ausbau der Erneuerbaren flutscht und die Energiewende wurde vorangetrieben. Sie zeigt auch bereits Wirkungen, in den kommenden Wochen, so Experten vom ZDF, könnte sich das Klima leicht in Richtung milderer Temperaturen ändern.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Herrlich 
sybille ist nach PC-Problemen Elli1
