Ich verwende den Begriff "Subvention" so, wie er auch in der wiki steht und wie er in meinem Umfeld allgemein verstanden wird:
Eine Subvention (von lateinisch subvenire ‚zu Hilfe kommen, Unterstützung‘) ist eine Leistung aus öffentlichen Mitteln an Betriebe, Unternehmen oder auch private Haushalte, die nicht an eine direkte Gegenleistung gebunden ist.
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In der Volkswirtschaftslehre wie auch im allgemeinen Sprachgebrauch werden auch Steuervergünstigungen, Gebührenermäßigungen oder -befreiungen und auch staatlich garantierte Abnahmepreise oder Aufpreise zu den Subventionen gezählt.
Interessant ist das Kapitel über die negativen Auswirkungen:
"Subventionen erzeugen eine Subventionsmentalität. Unternehmerische Aktivitäten werden danach ausgerichtet, wofür es gerade Geld gibt.
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Je höher ihre Bedeutung für das Firmenergebnis, desto mehr wendet sich die interne Aufmerksamkeit weg von der Beobachtung der Märkte und hin zur Verfolgung politischer Kanäle und Lobbyarbeit, um herauszufinden, was getan werden muss, um Subventionszahlungen weiter zu erhalten oder zu steigern."
Aus Sicht des Unternehmens logisch. Für die Volkswirtschaft und die Staatsfinanzen schlimm.
Besonders stossend und ungerecht ist dabei folgendes:
"Förderungen kommen weit überproportional Großunternehmen zugute. Empirische Studien zeigen, dass kleinere und mittlere Unternehmen weder Zeit noch Personal haben, um über ständig wechselnde Förderprogramme informiert zu bleiben und die stets erforderlichen ausführlichen Anträge zu erstellen." ... sowie die nötigen Investitionen für zusätzliche technische Anlagen und Umstellungen zu tätigen und zu amortisieren, die für Kleinbetriebe verhältnismässig grösser sind.
In der Landwirtschaft ist die Sympathie der Bevölkerung für Kleinbetriebe gross, aber genau diese werden durch die Subventionen wegen dem oben beschriebenen Effekt gegenüber den Grossen benachteiligt. Wenn ein Grosser einen Kleinen frisst, bekommt er dann ja auch zusätzlich noch dessen Subventionen, soweit diese flächengebunden sind.
Führen Subventionen zur Erhöhung von Pachtpreisen, sind sie vollends ungerecht, weil man damit die rein passiven Einkommen der Landbesitzer erhöht. Zusätzlich wird solches Land als Kapitalanlage attraktiver, was es wiederum den Kleinbetrieben erschwert, Land zu erwerben. Das ist dann gleich wie bei Wohngeldbeihilfen vom Staat für wenig Bemittelte: Die Immobilienspekulanten, die sich auf solche Wohnungen spezialisert haben, wissen genau, wieviel Wohngeld es gibt; das wird bei der Miete einkalkuliert und sie "helfen" den Mietern oft sogar noch, an dieses Geld zu kommen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.