Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

Manfred
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#101

Beitrag von Manfred »

Zacharias hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 00:30 Daher denke ich nicht, dass es hier entsprechende Firmen gibt.
z.B.
https://www.youtube.com/watch?v=EXHL_dVC_K8
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Zacharias
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#102

Beitrag von Zacharias »

Ah ok. Aber würde für Leimholz nicht eher Weichholz verwendet werden? Die nordische Birke ist dafür viel zu schade, das ist echt feines Bauholz.
Manfred
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#103

Beitrag von Manfred »

Als Bauholz, also als Holz für tragende Bauteile eines Gebäudes, ist Birke nach heutigen Ansprüchen wenig geeignet.
Es müssen ja diverse Normen eingehalten werden.
In D gab es Sägeversuche. Die Ausbeute an den benötigten Qualitätssortierungen und die Festigkeit des Holzes waren zu gering. Birke neigt zu Holzfehlern, z.B. durch einfaulende Äste.
Außerdem hat Birkenholz die niedrigste Dauerhaftigkeitsklasse 5, ist also bei erhöhter Feuchtigkeit sehr anfällig für Holzschädlinge, spricht das Holz fault leicht.
Das alles zusammen führt dazu, dass das Säge- und Baugewerbe an eine Bauholznutzung nicht dran wollen. Die gängigen Nadelhölzer sind einfach preiswerter und dauerhafter.
Deshalb geht das Birkenholz in Bereiche, wo man die Holzfehler leicht ausgleichen kann. Bei dem obigen Video ist zu sehen, wie das Material sortiert und Fehler im Holz durch Ausstanzen und Einkleben von Ersatzstücken vollautomatisch repariert werden.
Daneben gibt es das Leimholz, wo die Birke zu kleinen, kurzen Leisten gesägt, diese dann sortiert und die qualitativ guten Stücke wieder zu Brettern, Balken und Platten verklebt werden.
Dieses Leimholz geht teilweise auch in den Bauholzsektor, ist aber vergleichsweise teuer, weshalb es hauptsächlich für Sichtkonstruktionen genutzt wird. Leider nur ein Nischenprodukt. z.B. https://www.hasslacher.com/glue-laminated-timber-birch
Oder halt in die Möbelindustrie, als Tischplatten etc.
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Zacharias
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#104

Beitrag von Zacharias »

Das Holz im Headerbild der Seite gefällt mir gar nicht, viel zu unruhig. Aber meinst du nicht, da gibt es einen Unterschied zwischen deutscher und nordischer Birke? Einfaulende Äste habe ich noch bei keiner Birke, die ich auseinander genommen habe gesehen. Bei Kiefer ist es auch so, mit der normalen Kiefer ein Haus zu bauen geht natürlich, aber gut ist es nicht, weil schnell Macken im Holz sind. Mein Haus ist aus nordischer Kiefer und das Holz ist so hart, dass man es kaum bearbeiten kann. Selbst Sandstrahlen hat kaum Erfolg gebracht. Ich vermute mal, dass es sich mit der Birke ähnlich verhält und man die Birke hier nicht mit der deutschen vergleichen kann. Zumindest für Möbel wäre sie gut tauglich.
Manfred
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#105

Beitrag von Manfred »

Der Wuchs ist jedenfalls auch hier nach Standort sehr unterschiedlich.
Als Unterarten sind hier wie dort zumeist Sand- und Moorbirke zu finden.
Je langsamer das Holz wächst, desto dichter und härter dürfte es sein.
Evtl. hilft ein kälteres Jahresmittel auch, Fäulebefall zu reduzieren.

Schönes Holz jedenfalls, zumindest für meinen Geschmack.
Kirschkernchen
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#106

Beitrag von Kirschkernchen »

Wenn wir C02 sparen oder es in die Erde pressen, müssen wir den Fachleuten vertrauen, denn wir selbst können das nicht messen und kontrollieren. Wir können die Temperatur nicht überall auf der Welt messen. Wir können auch nicht kontrollieren, ob es sich ausgewirkt hat, dass wir z.B. 5 Jahre Tofubrätlinge, mit Würmermasse und Weihwasser verputzt haben. Nur der Fachmann kann uns sagen, ob unser Wohlverhalten Wirkung zeigt, ebenso wie nur der Fachmann mit seinem dubiosen Test sagen konnte, ob wir infiziert waren oder nicht. Die von uns selbst spürbaren Symptome waren nicht entscheidend. So konnte im Mittelalter nur der Priester sagen, ob wir uns bibelgemäß verhalten haben und damit unser Heil im Himmel erwarten durften. Die Leute konnten sie nichteinmal auf Deutsch lesen. Sie brauchten den Mittler. Den Fachmann.

Wir machen uns also von den sog. Fachleuten abhängig. Nicht nur mit unserer Gedankenwelt, sondern auch mit unserem tatasächlichen Leben. Jeder muss selbst entscheiden, ob er das will. Als Mephisto von Dr. Faust in sein Studierstübchen hereingebeten wurde, meinte Mephisto: "Du musst es dreimal sagen." Und so ist es offenbar immer die Freiwilligkeit, mit der wir uns scheinbar nützliche Gebrauchsgegenstände, nützliche Ideen oder "den Kohlendioxidgehalt im Himmelreich" andrehen lassen. Manchmal ist die Ablasszahlung leichter erkennbar, manchmal schwerer.

Was wir heute erleben, ist, dass die Realität nicht mehr zur Kontrolle der Theorie verwendet wird, sondern nurnoch zur Stabilisierung des eigenen Weltbildes. Was passt, nehmen wir gerne an, was Unruhe erzeugt, lehnen wir ab. Es ist also garnicht mehr so wichtig, was wahr ist und was falsch, es geht nunoch darum, was stabilisiert mich.
Manfred
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#107

Beitrag von Manfred »

Jedenfalls gibt es auch in der Wissenschaft sehr unterschiedliche Ansichten zu diversen Aspekten der Klimatheorien.
Als erster Schritt wäre es sehr hilfreich, kein Geld mehr an dieses unsägliche IPCC zu verschwenden, sondern die Mittel konsequent auf saubere wissenschaftliche Arbeit zu konzentrieren.
Wir haben bisher ja noch nicht mal eine abgesicherte Theorie, wie genau das CO2 überhaupt auf dien Wärmehaushalt unseres Planeten wirkt.

Hier z.B. die Physikerin und Wissenschafts-Erklärerin Sabine Hossenfelder über die CO2-Theorien:

https://www.youtube.com/watch?v=oqu5DjzOBF8
(Man kann deutsche Untertitel auswählen.)
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emil17
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#108

Beitrag von emil17 »

Kirschkernchen hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 11:54 Was wir heute erleben, ist, dass die Realität nicht mehr zur Kontrolle der Theorie verwendet wird, sondern nur noch zur Stabilisierung des eigenen Weltbildes.
Das ist ein Problem der Leute, die wissenschaftliche Ausssagen nicht mehr als solche interpretieren. Mit ein wenig Kenntnis des theoretischen Weltbildes der Naturwissenschaften könntest Du wissen, dass das Unsinn ist.
Kirschkernchen hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 11:54 Was passt, nehmen wir gerne an, was Unruhe erzeugt, lehnen wir ab. Es ist also gar nicht mehr so wichtig, was wahr ist und was falsch, es geht nur noch darum, was stabilisiert mich.
Wenn für Dich der zweite Satz eine logische Folgerung des ersten ist, dann ist das halt für Dich so. Daraus zu schliessen, dass die Wissenschaft Aussagen macht, die Beruhigung bezwecken, ist Deine Interpretation. Es ist natürlich niemandem verboten, den Kopf in den Sand zu stecken.
Manfred hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 12:23 Jedenfalls gibt es auch in der Wissenschaft sehr unterschiedliche Ansichten zu diversen Aspekten der Klimatheorien.
Es gibt einen breiten wissenschaftlichen Konsens darüber, was mehr CO2 in der Atmosphäre bewirkt. Unterschiedliche Ansichten über Einzelheiten in Details ändern daran nichts.
Manfred hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 12:23 Als erster Schritt wäre es sehr hilfreich, kein Geld mehr an dieses unsägliche IPCC zu verschwenden, sondern die Mittel konsequent auf saubere wissenschaftliche Arbeit zu konzentrieren.
... und jeden Schritt von der Wissenschaft in politische Umsetzung zu vermeiden ?
Manfred hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 12:23 Wir haben bisher ja noch nicht mal eine abgesicherte Theorie, wie genau das CO2 überhaupt auf den Wärmehaushalt unseres Planeten wirkt.
Wer das behauptet, hat keine Ahnung von aktuellen Klimamodellen. Detailfragen, die noch in Diskussion sind, können nicht seriös als Argument gegen grundlegende und einfache Zusammenhänge verwendet werden - die schon der gute Arrhenius vor mehr als 100 Jahren erkannt und in ihren Auswirkungen vorausgesagt hat. Sie dienen jedoch Leuten, die aus politischen Gründen unseriös mit Daten umgehen, dazu, um allgemeine Unsicherheit unter dem Vorwand des fehlenden wissenschaftlichen Konsens zu verbreiten. Das machen sie praktisch immer mit unseriöser Statistik. Widerlegt man sie, wird nicht weiter diskutiert, sondern etwas anderes behauptet, was genauso falsch oder unvollständig ist. Es geht folglich nie um die Wahrheitsfindung.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#109

Beitrag von Eule »

Kirschkernchen hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 11:54 Was wir heute erleben, ist, dass die Realität nicht mehr zur Kontrolle der Theorie verwendet wird, sondern nurnoch zur Stabilisierung des eigenen Weltbildes. Was passt, nehmen wir gerne an, was Unruhe erzeugt, lehnen wir ab. Es ist also garnicht mehr so wichtig, was wahr ist und was falsch, es geht nunoch darum, was stabilisiert mich.
besser kann man das Verhalten von "Klimaleugnern" & Co nicht beschreiben :daumen:
Manfred
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher

#110

Beitrag von Manfred »

emil17 hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 12:57 Wer das behauptet, hat keine Ahnung von aktuellen Klimamodellen.
:haha:

Dann erkläre doch bitte.
Ich bin sehr gespannt, welchem CO2-Modell du anhängst.
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