5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

Sonne, Wind und Feuer
Kerstines
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#31

Beitrag von Kerstines »

Wem es WIRKLICH ernst ist mit dem Thema, dem empfehle ich den Bericht „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften - am Beispiel eines großräumigen Ausfalls der Stromversorgung", den das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag schon 2011 :pfeif: erstellt hat:
https://dserver.bundestag.de/btd/17/056/1705672.pdf
Angeblich fußt das Buch "Blackout" von Marc Elsberg in Teilen auf dieser Veröffentlichung.
"Es sind die Fantasten, die die Welt in Atem halten. Nicht die Erbsenzähler." Erich von Däniken
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emil17
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#32

Beitrag von emil17 »

Eule hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 13:45
das ist richtig, wobei hier auf dem Land inzwischen die meisten Dörfer auch an überregionale Wasserversorgungsnetze angeschlossen sind, und die eigenen Brunnen nicht mehr genutzt werden.
Die Trinkwasser-VERsorgung ist übrigens in einem Haus mit Solarthermie-Anlage auch recht gut gesichert, denn i.d.R. gibt es da einen Warmwasserspeicher, der immer mehrere hundert Liter Trinkwasser enthält, das ohne Druck im Zulauf zwar nicht mehr aus den Hähnen kommt, aber direkt am Speicher abgezapft werden kann.
... auf dem Land im Gebirge, d.h. Wasser und Abwasser funktionieren ohne Pumpen. Ein grosser Vorteil.
Bei der Alphütte habe ich die Quelle für die Hausversorgung so, dass da etwa 5 bar anliegen, also auch kein Problem.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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petias
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#33

Beitrag von petias »

Heizung
erfolgt auf dem Lichthügel mit Holz in einzelnen Holzöfen. Sie wäre von einem Stromausfall nicht betroffen.
Warmwasser
es gibt einen Badeofen der meist mittels einer elektrischen Sonde beheizt wird. Er könnte auch mit Holz beheizt werden.
Für die Dusche gibt es alternativ einen Duschsack, der mit warmen Wasser von den ohnehin brennenden Holzöfen befüllen könnte, will man den Badeofen nicht einheizen.
Warmwasser für die Küche wird in Wasserkessel auf den Holzöfen erhitzt.
Licht
Wird in den Zimmern von diversen Klein-Insel-Solaranlagen erzeugt mit einem Batteriepuffer. Da wäre keine Umstellung nötig.
Laptop
Läuft über eine solare Inselanlage. Bei mangelndem Sonnenschein müsste der Betrieb nach einigen Tagen rationiert werden. Der Kurbelradio und Kurbellampen stehen auch in ständigem praktischen Einsatz.
Es gibt einen Fahrradgenerator, aber jedes kleine Solarpanel sogar im Fenster ist effektiver!
Kochen
Meist esse ich roh. Gekocht werden kann auch auf Holzöfen und einem Beistellherd.
Toilette
ist eine Kompost-Trenntoilette. Der feste Anteil landet auf einem separaten Kompost (nicht für das Gemüse). Der flüssige Anteil läuft in die örtliche Oberflächenentwässerung den Berg hinunter bis ins örtliche Klärwerk. Funktioniert das nicht mehr, würde das überlaufen und ungeklärt in den Speichersee laufen. Das wäre nicht schön, würde uns aber nicht berühren. Unser Trinkwasser kommt nicht da her.
Sollte das Trinkwasser ausbleiben - ich weiß gar nicht, in wieweit die Wasserversorgung bei uns vom Strom abhängt, kenne ich in bequemer Laufentfernung 3 Quellen. Zudem gibt es einen kleinen handbetriebenen Wasserfilter der das Trinkwasser aus unserer 10 m³ fassenden Regenwasserzisterne filtern könnte.
Die Gefriertruhe wird ohnehin von einer Inselsolaranlage betrieben. Wintergemüse im Garten, eingelegtes Gemüse im Sand und in Erdmieten, Kartoffeln, Topinambur, Karotten, Rote Beete etc. sind nicht betroffen, ebenso wenig das Sauerkraut und das andere milchsauer eingelegte Gemüse. Die Lageräpfel sind auch kein Problem.

Tatsächlich wären die Einschränkungen und Umstellungen minimal.
Die Nachbarn sind willkommen sich aufzuwärmen, von unseren Getreidevorräten (ich esse kam Getreide, nur etwas Hafer, die sind für Notfälle für die Nachbarn) zu bekommen und ihre Handys zu laden, wenn die noch gehen sollten.
Ich baue systematisch und vorsorglich auf Solidarität und gegenseitige Hilfe.
Mein Ziel ist es bis Mitte 2027 komplett stromautark zu sein. Das Jahr darauf soll die komplette Trinkwasserautarkie für Krisen bringen.
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patrick7
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#34

Beitrag von patrick7 »

Eule hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 14:12 Richtig, aber ich wollte bewusst den aktuellen Fall eines LOKALEN Stromausfalls für ABSEHBAR WENIGE Tage ansprechen. Bei großflächigen Ausfällen wäre die Vorhersage der Dauer viel schwieriger, und auch die Konsequenzen für den Einzelnen wären viel dramatischer.
Das ist interessant.

Ich denke da gibt es einen Unterschied zwischen ländlichen Bereich, Hauser mit Grundstuck und Holzofen einerseits. Und anderseits der Stadt, kleinere Hauser/Grundstucke und Hauser oder Wohnung ohne Schornstein und ohne Möglichkeit fur einen Holzofen.
In ersten Fall kann man vorsorgen mit Holz und vielleicht einen Generator oder stromspreicher. Damit kann man versuchen das "normale" zu ersetzen.

Man kann aber auch anders denken, und insbesondere im 2.Fall nutzt das.
In meinen Beispiel wird es mir einfacher machen und nur von mehreren kurzen ausfallen von 4-6 Stunden oder einen Ausfall von 2-3 Tagen ausgehen.
Selbstverständlich kann man einen Vorrat anlegen mit Dosen als Ersatz fur Brot, Aufschnitt, Milch, Nudeln/Reis. Gemüse und Fleisch Und einen bestimmten menge an Flaschen mit Trinkwasser ist auch wichtig. Auch einen Taschenlampe schade nie.
Zum Hygiene gibt's Klopapier und Desinfektionsgel und wenn die Toilettenspülung nicht mehr geht, dann ab in den Garten, einen Spaten ist vorhanden :pft:

Das viele besprochenen Notfallradio kann man von mir aus auch weglassen: entweder sind die Problem so klein das es nicht schadet wenn ich es nicht mitbekomme (morgen geht der Strom wieder). Oder so groß (Nuklear) das die Info auch nichts mehr nutzt. Na klar gibt es da ausnahmen (Giftwolke), die ausnahmen sind aber eher unwahrscheinlich.
Was ist denn noch wichtig? Licht!
Tagsüber gibt's licht. Abends kann man mal früh schlafen gehen und sich ausruhen, auch sehr wichtig. Und fur die paar Stunden dazwischen gibt es Kerzen und *einen* LED Lampe (=einen Raum), lauft über USB powerbank und sehr, sehr lange, das halt im Jeden fall mehreren Tagen. Insbesondere wenn es nur wenige Stunden am Tag benutzt wird.

Grundsätzlich wurde ich den Gedanken benutzen: Einfach alles weg lassen was man nicht unbedingt in den nächsten Tagen braucht.
Das Laptop, die Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine haben erst mal Urlaub. Dann brauche ich keinen Riesen Speicher.
Und das Handy? Schadet es wirklich wenn es ein paar Tagen ausgeschaltet ist? Und manche Handys haben immer noch bis 30 Tagen Akkulaufzeit, wenn die 24St am Tag eingeschaltet sind.
Und was wenn man den nur 1 St am Tag benutzt? Dann noch viel langer.

Wenn die Lebensmittel im Kühlschrank schlecht werden ist schade, aber es gibt auch Dosenfutter und einen Campingkocher.

Gerade Jetzt im Winter ist warme/Heizen aus meinen Sicht sehr wichtig. Wie macht mann das ohne Holzofen und großen Stromspeicher? Ist einen Herausforderung.
Zum überdrucken von kleineren Stromausfallen (4-6 St) kann man einen Powerstation benutzen.
Dann lasst man den Zentralheizung nur 1 Raum Heizen und jedes Mal nur 15 Minuten laufen. Die guten alten Heizkorper bleiben anschließend lange warm.
Also das Stromverbrauch reduzieren auf Heizen und anschließend ausschalten. Die Pumpe verbraucht nur Strom und bringt in den Moment wenig.

Fur den Fall das der Ausfall 2 Tagen dauert, musste mann den Batterie erweitern und/oder mit kleinen Solarpanel erweitern.

Nach 2 Tagen sind das grosste Gefahr sowieso die andere Leute in deinen Nahe, insbesondere im Winter?

Wenn bei dir das einzige Haus ist wo das Licht brennt und die Heizung lauft? Naja dann wird's du nicht einsam sein :pfeif:

Dann wurde ich mir mit zwei Nachbarn zusammen besprechen und werden wir uns vielleicht alle nur noch in einen Haus aufhalten. Dann wird auch selbst vorgesorgt. :pft:

Fazit:
Ich wurde nicht das ersetzen was "normal" ist oder verbraucht wird, aber wirklich auf das wesentliche reduzieren. Dann braucht man weniger Ressourcen und Vorraten. Oder das was man hat reicht fur einen längeren Zeit.
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patrick7
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#35

Beitrag von patrick7 »

@Eule:

Oder war das eine "Fangfrage" ? ;)

"was würdet/könnet Ihr tun..."

Am einfachsten ware selbstverständlich um Familie/Freunden/Bekannten zu besuchen in einen anderen Region :pft:
Laut Nachrichten kann man in Berlin Notfallmeldungen auch an der Busfahrer weitergeben, also anscheinend fahren die Bussen?
Auch bei Busfahrern könne ein Notruf abgesetzt werden.
https://www.dw.com/de/berlin-deutschlan ... a-75377376

Im Moment habe ich noch mehrere Einladungen offen, wo auch immer wieder nachgefragt wird wann ich dann (endlich) mal vorbei komme, also die 5 Tagen mussten man zusammen kriegen?

Und laut deine "Vorgabe" kommt mann nach 5 Tagen wieder nach Hause und dann geht der Strom wieder? ;)
Aber, ob der Hausrat dann noch da ist? :pfeif:
Eule
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#36

Beitrag von Eule »

patrick7 hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 01:03 @Eule:

Oder war das eine "Fangfrage" ? ;)

"was würdet/könnet Ihr tun..."

Am einfachsten ware selbstverständlich um Familie/Freunden/Bekannten zu besuchen in einen anderen Region :pft:
Laut Nachrichten kann man in Berlin Notfallmeldungen auch an der Busfahrer weitergeben, also anscheinend fahren die Bussen?
Auch bei Busfahrern könne ein Notruf abgesetzt werden.
https://www.dw.com/de/berlin-deutschlan ... a-75377376

Im Moment habe ich noch mehrere Einladungen offen, wo auch immer wieder nachgefragt wird wann ich dann (endlich) mal vorbei komme, also die 5 Tagen mussten man zusammen kriegen?

Und laut deine "Vorgabe" kommt mann nach 5 Tagen wieder nach Hause und dann geht der Strom wieder? ;)
Aber, ob der Hausrat dann noch da ist? :pfeif:
wieso Fangfrage? Das Haus 5 Tage lang unbeheizt zu lassen im Winter könnte teuer werden, wenn Wasserleitungen auffrieren :ohoh:
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Rohana
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#37

Beitrag von Rohana »

Gute Nachbarschaft ist meines Erachtens die beste Vorsorge für Krisenzeiten. Damit die Nachbarn halt nicht zur Konkurrenz sondern zur Solidargemeinschaft werden, mit denen man Licht und Wärme teilen kann. Auch essen - mal ehrlich, die Menschen im hier und jetzt sind idr fürchterlich verwöhnt was essen angeht, wer braucht denn wirklich so viele Kalorien wie er zu sich nimmt? Wenn man für Menschen eine Rationsberechnung machte wie für Kühe, die auf Erhaltungsbedarf + Leistung basiert, na dann würden die regulären Mahlzeiten ziemlich schrumpfen... und Notfallvorräte lange reichen. Wenn jeder eine Dose irgendwas mitbringt, kann man bestimmt einen tollen Eintopf kochen ;)
Ich denke jetzt z.B. an die Wohnsituation in meinem Studentenwohnheim, da hatte ich eine super Nachbarschaft aber keinen einzigen Stromausfall an den ich mich erinnern könnte.

Hier bei uns auf dem Land gestaltet sich das alles ganz anders. Da heizt fast jeder mit Holz und es stehen viele Küchenöfen rum, Keller voller Vorräte sind da, Notstromaggregate und viele eigene Brunnen etc. Die nächsten Nachbarn sind oft kilometerweit weg und die Dörfer sind überschaubar und gut organisiert.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#38

Beitrag von Spinnerin »

Rohana hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 08:18 Die nächsten Nachbarn sind oft kilometerweit weg und die Dörfer sind überschaubar und gut organisiert.
Ich glaube nicht, dass Nachbarn oder Dorfbewohner zum Problem werden. Ein paar Kilometer können Städter mit Auto gut und schnell überwinden und nach qualmenden Schornsteinen, brummenden Notstromern... Ausschau halten und sich Zutritt verschaffen. Ein kleines Hämmerchen neben dem Bettchen schadet sicher auch im Dörfchen bei einem Ernstfall nicht.

Wobei auch nicht mehr jeder Dorfbewohner Vorräte im Keller hat, hab gestern mal durchgezählt bei meinen Nachbarn: gut bevorratet: 3+1 von 11, Holzofen/Heizung 5+1 von 11 (wobei die Pumpen und Steuerungen der Holzheizungen ja auch Strom brauchen), Notstromer 3+1 von 11. +1 bin ich :grinblum:
Aggressiv und bedrohlich würde vermutlich nur einer werden, der Dorfassi.
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#39

Beitrag von woidler »

Daß man als mehr oder weniger Selbstversorger auf dem Lande mit einem Stromausfall- Szenario besser umgehen kann, als ein "Normalbürger" in einer Stadtwohnung liegt in gewisser
Weise auf der Hand.

Die Bundestagsdrucksache zum Blackout aus 2011 , auf die Kerstines hingewiesen hat, ist wirklich lesenswert . Anscheinend hat die Drucksache in den letzten zumindest dazugeführt, daß auf kommunaler Ebene eine Tendenz sichtbar wird, daß Gemeinde kommunale Einrichtungen wie Wasserwerke, Abwasserpumpanlagen, Feuerwehrhäuser und Rathäuser so ausstatten, daß mobile Stromerzeuger ohne Akut-Bastellösungen Strom in das Gebäudenetz einspeisen können . Da brauchts dann nur noch die passenden mobilen Notstromaggregate. Auf dem Papier gibt es Notfall-Meldekonzepte. Bei den Rettungsdiensten tut sich auch einiges für "Großschadens-Lagen".
Es ist allerdings sehr hilfreich, wenn ich im Internet am Fuß der Alpen am Samstagnachmittag
lesen konnte, daß man im Berliner Südwesten Notfallmeldungen auch bei den noch fahrenden Bussen bei den Fahrern oder bei Taxis absenden kann, da diese über Betriebsfunk verfügen .
Nur bekommt das der "stromlose" ohne Batterie/Kurbelradio in Wannsee nicht mit.

Anscheinend gibt es im Hinblick auf die Kriesgtüchtigmachung in der letzten Zeit vermehrt "Krisenvorsorge-Broschüren" des Bundesamts für Bevölkerungsschutz.

Wobei man davon ausgeht, daß man nur ein paar Tage überstehen muß, da dann der Staat Hilfe von außen schickt.

Zu den PV-Anlagen : in der Bewerbung von PV-Anlagen gibt es fast nie einen Hinweis, daß die "normalen " PV-Anlagen nur ins Hausnetz einspeisen, wenn aus dem öffentlichen Netz - laienhaft
formuliert - soetwas wie ein Initialstrom zu den Wechselrichtern fliest.

Es finden sich keine gezielten Hinweise, daß Stromautarkie mit PV-Anlagen im Blackout-Fall
nur möglich ist, wenn die Anlagen auch im Inselbetrieb funktionieren, und ein Akku vorhanden sein sollte.

Und ich bin auch seit den letzten beiden Wintern bezüglich der Leistung von PV ANlagen zB zum
Laden des E-Autos etwas desillusioniert : Im Winter ist eh schon länger dunkel, die Sonne steigt nicht mehr so hoch, wenn dann noch Schnee auf den Modulen liegt und es neblig ist, schneit ...
reduziert sich der Sonneneintrag und somit Verbrauchs- und Akkuladeleistung.

Bei schlechtem Wetter ist auch die PV-Anlage nicht die eierlegende Wollmichsau.

Deshalb noch eine Überlegung für Zentralheizungen ohne Strom:

Ohne Strom wird das Wasser im Heizungskreislauf nicht mehr erwärmt und durch die Pumpe/n
"umgewälzt" . Kühlt das Gebäude und das Heizsystem zu sehr ab, kann das Wasser in der Heizanlage gefrieren , was zum Platzen von Leitungen, Heizköpern führen kann.

Zur Vermeidung von Frostschäden kann man bei längerfristigem freiwilligen oder zwangsweisen Nichtgebrauch entweder das Wasser aus Zentralleitungssystem incl. Heizkörper und Brennkessel ablassen. Wenn nicht alle Leitungen über ein natürliches Gefälle verfügen brauchts etwas Pressluft, oder man füllt das Heizungssystem bereits vor der (Zwangs-)abschaltung mit einer Frostschutzflüssigkeit speziell für Heizungen auf . Da friert dann nichts mehr ein.

Bezüglich der nicht genutzten Abwassereinrichtungen wie Kloschlüsseln, Wasch-Duschbecken und Badewannen in nicht beheizten Räumen kann man die Syphons mit Frostschutzmittel wie Streusalz oder besser biologisch abbaubaren Frostschutzmittel aus dem Campingbedarf füllen.

Für Monoblock-Wärmepumpen, die im Freien stehen, besteht, wie gerade in Nicht-Mainstream -Medien gelesen, bei Stromausfall und Minusgraden ebenfalls das Risiko, daß das Heizungsleitungswasser friert und den Wärmetauscher der Wärmepumpe ruiniert.
Eventuell gelangt dann das von Regierung besonders geförderte Propangas in den Wärmepumpen bläschenweise in den Heizungskreislauf, insbesondere wenn das Wasser durch geplatzte Leitungen ausgetreten ist . Wenn jetzt gerade in der nähe eines Lecks der Teelicht-
Ofen brennt und das hochexplosive Gas austritt.....

Die Verwendung von Frostschutzflüssigkeit bei wärmepumpenbetriebenen Heizungen ist übrigens genauso wie Frostschutzventile an den Wärmetauschern der Wärempumpe kein
technischer Standard, weil man ja bisher Stromausfälle in Verbindung mit niedirgen Außentemperaturen für Prepperspinnerein hielt.

Insofern ist die Bundestagsdrucksache wohl nachbesserungsbedürftig.

Nachbesserung bedürftig dürfte sie auch hinsichtlich der seit 2010 fortgeschrittenen Elektrifi-zierung und Digitalisierung der Privathaushalte geworden sein , Stichwort "smart-home", elektronische Hauszugangssysteme ....
Kerstines
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Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?

#40

Beitrag von Kerstines »

woidler hat geschrieben: Di 6. Jan 2026, 12:26
Anscheinend gibt es im Hinblick auf die Kriesgtüchtigmachung in der letzten Zeit vermehrt "Krisenvorsorge-Broschüren" des Bundesamts für Bevölkerungsschutz.
Diese Broschüren gibts von denen schon gaaanz lange :pfeif:
Hat nur in der Vergangenheit kaum einen interessiert; ich habe die immer angepriesen, aber nur Desinteresse geerntet.
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