Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Benutzer 9232 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Rohana
"Kälber weinen nicht. Kühe auch nicht."
woher weisst du das? Oder meinst das zu wissen?
Meinst du Kühe sind vollkommen blöd?
Ihnen wird das Kalb entrissen genau nach der Geburt
und du meinst sie lässt das kalt?????
Ja... manche Menschen sind so.... tot und kalt
Tiere nicht
"Kälber weinen nicht. Kühe auch nicht."
woher weisst du das? Oder meinst das zu wissen?
Meinst du Kühe sind vollkommen blöd?
Ihnen wird das Kalb entrissen genau nach der Geburt
und du meinst sie lässt das kalt?????
Ja... manche Menschen sind so.... tot und kalt
Tiere nicht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Sie weinen/ trauern schon - aber anders als wir.
Haben eine Kommunikation untereinander , echt unglaublich . Die Frequenz bekommt der Mensch überhaupt nicht mit . Nur das Resultat .
Bei mir war es so . Kälbchen schlief im Coral , Mutter auf der Weide in relativer Nähe .
Früh morgens hat sie mich gehört , Kopf gedreht und sich erhoben . Der Mensch mit dem Eimer wieder. Ich habe sie an ihrem Kälbchen vorbei zum Melkstand geführt , Kälbchen hat sich auch erhoben und sich gemeldet .
Nach 3-4 Litern Milch für uns ( junge Kuh , erstes Kalb ) hatten sie bis abends die komplette Weide und Milch für sich.
Nach etwa 2 Wochen führte ich die Kuh morgens wieder an ihrem Kalb vorbei und es fand null Kommunikation zwischen beiden statt . Kein Blickkontakt oder ähnliches . Milch kam auch keine aus dem vollen Euter heraus .
Da mußte ich schon innerlich ein wenig schmunzeln .
Also Kälbchen zum Melkstand geführt , kurz saugen lassen und am nächstem Pfosten angebunden .
Kuh fand es wohl nicht unbedingt lustig , aber den Milchfluss konnte sie nicht mehr stoppen .
Später habe ich auch argentinisch gemolken . Kälbchen linke Seite und ich rechte Seite , gleichzeitig .
* Würde mich freuen wenn es Landwirte gibt , die ihre Kälber im Blickkontakt der Mütter aufziehen .
Oder spricht da etwas dagegen ?
Haben eine Kommunikation untereinander , echt unglaublich . Die Frequenz bekommt der Mensch überhaupt nicht mit . Nur das Resultat .
Bei mir war es so . Kälbchen schlief im Coral , Mutter auf der Weide in relativer Nähe .
Früh morgens hat sie mich gehört , Kopf gedreht und sich erhoben . Der Mensch mit dem Eimer wieder. Ich habe sie an ihrem Kälbchen vorbei zum Melkstand geführt , Kälbchen hat sich auch erhoben und sich gemeldet .
Nach 3-4 Litern Milch für uns ( junge Kuh , erstes Kalb ) hatten sie bis abends die komplette Weide und Milch für sich.
Nach etwa 2 Wochen führte ich die Kuh morgens wieder an ihrem Kalb vorbei und es fand null Kommunikation zwischen beiden statt . Kein Blickkontakt oder ähnliches . Milch kam auch keine aus dem vollen Euter heraus .
Da mußte ich schon innerlich ein wenig schmunzeln .
Also Kälbchen zum Melkstand geführt , kurz saugen lassen und am nächstem Pfosten angebunden .
Kuh fand es wohl nicht unbedingt lustig , aber den Milchfluss konnte sie nicht mehr stoppen .
Später habe ich auch argentinisch gemolken . Kälbchen linke Seite und ich rechte Seite , gleichzeitig .
* Würde mich freuen wenn es Landwirte gibt , die ihre Kälber im Blickkontakt der Mütter aufziehen .
Oder spricht da etwas dagegen ?
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Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Weil ich dabei bin, und unsere Tiere kenne. Wir trennen früh um ihnen genau das zu ersparen! Die Mädels wissen dass ich mich um ihre Kälber kümmere und wollen nur wieder zu ihrer Herde zurück und unter die Putzmaschine. Es wäre grausam würden wir erst die Beziehung aufbauen lassen und dann Kuh und Kalb separieren.Artemisia hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 22:54 @Rohana
"Kälber weinen nicht. Kühe auch nicht."
woher weisst du das? Oder meinst das zu wissen?
Es gibt nicht DAS Band zwischen Kuh und Kalb was sofort da ist und funktioniert, das muss auch erstmal geknüpft werden und eh gibt es ein ganzes Spektrum - es gibt Kalbinnen die haben regelrecht Angst vor ihren Kälbern und greifen sie an, es gibt welche die es schlicht ignorieren, aber auch solche die das neue "Spielzeug" schnell annehmen. Und wenn's beim ersten nicht klappt, sind die Chancen hoch dass sie beim zweiten oder dritten genauso ablehnen da stehen. Wir haben bzw. hatten aber auch die Supermuttis die alles abschlecken was ihnen vor die Füsse kommt und total süchtig nach Kälbern sind. Die Tiere sind da genauso Individuen wie Menschen - und man darf nicht vergessen dass es domestizierte Tiere sind mit einer Genetik, die seit gut 100 Jahren auf Leistung selektiert wird und NICHT auf Mütterlichkeit (im Gegensatz zu anderen Rinderrassen oder z.B. Schweinen, da ist es ganz wichtig...).
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Manch einer denkt, die Mutterkuhhaltung wäre am Besten. Das mag sein, aber dann müsste der Landwirt von den Steuerzahlern bezahlt werden, denn davon leben kann niemand.
Was ich sehr bedenklich halte, die Mutterkuhhaltung auf den Almen zu betreiben. Das mag dort funktionieren wo sich wenige Menschen auf den Almen bewegen und die wenigen wissen wie sie sich verhalten sollen. In den Alpenländern laufen derart viele Menschen rum und die meisten haben keine Ahnung wie man mit Rindern umgeht. Da nutzt es auch nichts wenn die keine Hörner haben, denn das ist nicht die Hauptwaffe der Rinder. Es hat schon böse Unfälle auf Almen gegeben und ich fürchte die werden eher mehr werden.
Was ich sehr bedenklich halte, die Mutterkuhhaltung auf den Almen zu betreiben. Das mag dort funktionieren wo sich wenige Menschen auf den Almen bewegen und die wenigen wissen wie sie sich verhalten sollen. In den Alpenländern laufen derart viele Menschen rum und die meisten haben keine Ahnung wie man mit Rindern umgeht. Da nutzt es auch nichts wenn die keine Hörner haben, denn das ist nicht die Hauptwaffe der Rinder. Es hat schon böse Unfälle auf Almen gegeben und ich fürchte die werden eher mehr werden.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Dann sollte man mal bedenken dass es die Tiere (!) sind die uns die Almen erhalten, denn schützen geht nur durch nützen. Verbannt doch die ganzen Touristen von den Almen5 statt den Kühen! 
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wenn sie das Jahrhunderte der Fall war, Jungvieh auf die Alm kommt, allenfalls ein oder zwei Milchkühe um die Alm zu versorgen, gibt es keine größeren Probleme. Kälber die auf Almen leben wo viel Verkehr ist, gewöhnen sich an die Menschen.
Wenn aber da eine Herde ist die ihre Kälber schützt, dann sieht das ganz anderes aus.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Es gibt ziemlich genaue Anleitungen, was man als Wandere bei Mutterkuhherden machen soll. Das Wichtigste, Abstand halten und die Tiere weiträumig umgehen. Wenn die Leute halt die herzigen Kälbchen streicheln wollen ...
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Dann gewinnen sie halt den Darwin-Award. Blödheit muss mal wehtun.emil17 hat geschrieben: Di 4. Mär 2025, 22:23 Wenn die Leute halt die herzigen Kälbchen streicheln wollen ...
... aber sowas geht heutzutage nicht mehr, wir machen aus D ein Reservat für Idioten
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Tja, wer ist wir, wenn nicht wir?
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- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich sehe das etwas differenzierter.Rohana hat geschrieben: Mi 5. Mär 2025, 07:21 ... aber sowas geht heutzutage nicht mehr, wir machen aus D ein Reservat für Idioten![]()
Positiv gesehen passiert bei der Masse der Ahnungslosen erstaunlich wenig.
Einmal sind kaum 2% der Leute beruflich mit der Landwirtschaft verbunden, schätzungsweise die Hälfte der Leute wissen nicht, warum so oft eine Kuh auf der Milchtüte ist. Von denen ist die grössere Hälfte nicht doof, aber ihre Lebensweise ist sehr sehr sehr weit davon weg und das ist inzwischen viel normaler, als was Du und vielleicht ich und die meisten hier im Forum normal finden.
Und ja, wenn man die Städter aufs Land bestellt um dort Erholung anzubieten und Wertschöpfung zu generieren, dann ist man in der Pflicht.
Was dann im Falle eines Unfalles (aus Sicht der Städter) die Juristen draus machen, ist eine andere Frage, die dann aber für den Landwirt existenziell werden kann. Deshalb willst du dann doch diese Informationsschilder.
Es gibt, ziemlich weit vom Thema weg, eine Art intellerktueller Blödheit, die wie immer mit sehr viel Ignoranz und Arroganz daherkommt. Die ist das eigentliche Problem. Das sind die, die nach den Malediven in Urlaub fliegen und dann sollen die Methanfürze der Kühe oder die vielen Ausländer oder ... such dir was aus ... am Klimawandel schuld sein.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
