Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Mal kurz erkärt wie auch ein Laie, der gar nicht aus der Landwirtschaft kommt, aber an der Welt interesse hat, etwas seit 30 Jahren sagt, was die Wissenschaft seit ein paar Jahren erkennt.
Südtirol, gerne fahre ich da hin.
Die Obstbauern fahren mit Spritzschleudern durch ihre Plantagen.
Walchensee, wir sind mit den Windsurfern da und warten geduldig bis ca.10:00 Uhr, denn dann wird aus der Windstille über dem See, wenn man Glück hat und die Sonne richtig kräftig scheint, gerade wenn es in der Nacht kühl war, fast ein Sturm.
Und jetzt haben Wissenschaftler erkannt, ups die Spritzmittel fndet man bis über 3000 m.
Warum ist das so?
Übrigens wurde dem Journalisten, der über die Spritzmittel in 3000 m berichtet hat, verboten darüber zu berichten.
Südtirol, gerne fahre ich da hin.
Die Obstbauern fahren mit Spritzschleudern durch ihre Plantagen.
Walchensee, wir sind mit den Windsurfern da und warten geduldig bis ca.10:00 Uhr, denn dann wird aus der Windstille über dem See, wenn man Glück hat und die Sonne richtig kräftig scheint, gerade wenn es in der Nacht kühl war, fast ein Sturm.
Und jetzt haben Wissenschaftler erkannt, ups die Spritzmittel fndet man bis über 3000 m.
Warum ist das so?
Übrigens wurde dem Journalisten, der über die Spritzmittel in 3000 m berichtet hat, verboten darüber zu berichten.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Es gab einmal einen Kleinbauernverband, weil diese Bauern sich von dem grossen Bauernverband nicht richtig vertreten fühlten. Von denen hört man aber nichts (mehr).
"Die Bauern" lies Bauernverband sind Weltmeister im Lobbying und sie vertreten Grossbauern, Grossmolkereien und dergleichen. Die Funktionäre, die behaupten, sie seien Landwirte, haben vielleicht auf dem Papier einen Hof, den sie aber nicht selbst bewirtschaften. Sie vertreten "die Landwirtschaft" so wie der ADAC oder in der Schweiz der TCS die Autofahrer vertritt - mit ein paar nützlichen Dienstleistungen wie Pannenhilfe und mit massivem Lobbying für Inhalte, die nicht von allen vertreten werden, die zu vertreten sie vorgeben.
Was man ihnen lassen muss: Sie schaffen, es, das selbst gemachte Bauernsterben durch inneres Wachstum (die Grossen fressen die Kleinen) der allgemeinen Politik anzulasten. Sie bringen es fertig, jede Kritik an den Umweltproblemen der Intensiven Landwirtschaft, die sie ja müssen, weil der Konsument es so will, als Beweis der Inkompetenz des Kritikers abzutun. Wer Probleme der Trinkwasserqualität oder den Biodiversitätsverlust anmahnt, die zu einem wesentlichen Teil der Gross-Landwirtschaft anzulasten sind, ist gegen die Bauern und also gegen alle. Vorschriften, welche die Lebensmittelsicherheit garantieren sollen, sind vor allem eine Waffe gegen Kleinproduzenten. Dank Privilegierung kann man Anlagen wie Eierfabriken oder Schweinemästereien, die nur auf gekauftem Futter beruhen und mit Landwirtschaft nicht viel zu tun haben, im Aussenbereich auf billigem Land aufstellen, statt sie ins Industriegebiet zu stellen, wo sie eigentlich hingehören.
Der Zwang zur Wirtschaftlichkeit ist aber allen Gewerben eingebaut. Das funktioniert dann so wie der Schaum in der Badewanne, aus vielen kleinen Blasen werden wenige Grosse. Der Schaum wird aber davon nicht besser. Jede Verbesserung der Produktivität wird durch die Konkurrenz aufgefressen, und zurück kann man nicht mehr.
Die Natur macht es vor: Da wo die besten Standortsbedingungen sind - viel Licht, viel Feuchtigkeit, viel Nährstoffe, gutes Klima - wachsen nicht bunte Wiesen, sondern Brennessel- und Brombeerdickichte, die furchtbar langweilig sind. Ähnlich öde sieht es in den Quartieren der Reichen aus: In den Innenstädten Edelboutiquen und Anwaltsbüros, abends alles tot; an den Bonzenhügeln hohe Zäune und Videoüberwachungsanlagen, dahinter riesige Villen mit selten benutzte Schwimmbecken und langweilige fremdgepflegte Rasenanlagen.
"Die Bauern" lies Bauernverband sind Weltmeister im Lobbying und sie vertreten Grossbauern, Grossmolkereien und dergleichen. Die Funktionäre, die behaupten, sie seien Landwirte, haben vielleicht auf dem Papier einen Hof, den sie aber nicht selbst bewirtschaften. Sie vertreten "die Landwirtschaft" so wie der ADAC oder in der Schweiz der TCS die Autofahrer vertritt - mit ein paar nützlichen Dienstleistungen wie Pannenhilfe und mit massivem Lobbying für Inhalte, die nicht von allen vertreten werden, die zu vertreten sie vorgeben.
Was man ihnen lassen muss: Sie schaffen, es, das selbst gemachte Bauernsterben durch inneres Wachstum (die Grossen fressen die Kleinen) der allgemeinen Politik anzulasten. Sie bringen es fertig, jede Kritik an den Umweltproblemen der Intensiven Landwirtschaft, die sie ja müssen, weil der Konsument es so will, als Beweis der Inkompetenz des Kritikers abzutun. Wer Probleme der Trinkwasserqualität oder den Biodiversitätsverlust anmahnt, die zu einem wesentlichen Teil der Gross-Landwirtschaft anzulasten sind, ist gegen die Bauern und also gegen alle. Vorschriften, welche die Lebensmittelsicherheit garantieren sollen, sind vor allem eine Waffe gegen Kleinproduzenten. Dank Privilegierung kann man Anlagen wie Eierfabriken oder Schweinemästereien, die nur auf gekauftem Futter beruhen und mit Landwirtschaft nicht viel zu tun haben, im Aussenbereich auf billigem Land aufstellen, statt sie ins Industriegebiet zu stellen, wo sie eigentlich hingehören.
Der Zwang zur Wirtschaftlichkeit ist aber allen Gewerben eingebaut. Das funktioniert dann so wie der Schaum in der Badewanne, aus vielen kleinen Blasen werden wenige Grosse. Der Schaum wird aber davon nicht besser. Jede Verbesserung der Produktivität wird durch die Konkurrenz aufgefressen, und zurück kann man nicht mehr.
Die Natur macht es vor: Da wo die besten Standortsbedingungen sind - viel Licht, viel Feuchtigkeit, viel Nährstoffe, gutes Klima - wachsen nicht bunte Wiesen, sondern Brennessel- und Brombeerdickichte, die furchtbar langweilig sind. Ähnlich öde sieht es in den Quartieren der Reichen aus: In den Innenstädten Edelboutiquen und Anwaltsbüros, abends alles tot; an den Bonzenhügeln hohe Zäune und Videoüberwachungsanlagen, dahinter riesige Villen mit selten benutzte Schwimmbecken und langweilige fremdgepflegte Rasenanlagen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Spritzmittel heissen so weil man sie spritzt, damit sie da hinkommen wo sie hinsollen. Sonst würden sie ja Liegemittel heissen.
Abdrift kann unter ungünstigen Bedingungen schon passieren, aber 3000m? 3km? Das müssen schon auch spezielle Spezialbedingungen sein. Übrigens, man merkt ganz toll an den Wirkungen der Spritzmittel wie weit die Ausbringung/Abdrift effektiv reicht. Und wenn in Nachbars Feld mittendrin so ein schmal-rautenförmiger Streifen Unkraut steht, sieht man genau wo er eben nicht gespritzt hat.
Ich hab mal vor einiger Zeit eine Fangfrage gestellt weil das Bild so unglaublich schön war... in Wald hinter einem mit Glyphosat gespritzten Feld, da fangen die Nadelbäume an gelb zu leuchten und werfen die Nadeln ab. Was ist passiert?
...
....
Es ist Herbst. Die Lärchen tun, was Lärchen nunmal so tun im Herbst.
Emil: Die "Gross-Landwirtschaft" ist nicht vom Himmel gefallen. Nichtmal Bauern befinden sich im luftleeren Raum. Nur der Überfluss und die ständige Verfügbarkeit von allem und jedem gibt heute den Menschen die Musse, zu meinen dass Landwirtschaft bitte nur im Bilderbuchformat wie zu Opas Zeiten stattzufinden hat.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Die Mittel fliegen sicher noch höher, aber die Berge sind dort nicht höher.
Thermik ist das kleine Geheimnis.
Das was Adler kreisend steigen läßt, ohne Flügelschlag oder eben am Walchensee, wenn die Sonne die nackte Bergwand hinter dem Ort Walchensee aufwärmt und dann die aufsteigende leichtere Luft die Luft über dem See, mitreißt,
Dieser Effekt bringt die Spritzmittel in Höhen wo sie nicht hingehören.
Thermik ist das kleine Geheimnis.
Das was Adler kreisend steigen läßt, ohne Flügelschlag oder eben am Walchensee, wenn die Sonne die nackte Bergwand hinter dem Ort Walchensee aufwärmt und dann die aufsteigende leichtere Luft die Luft über dem See, mitreißt,
Dieser Effekt bringt die Spritzmittel in Höhen wo sie nicht hingehören.
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- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Und was genau sagt das jetzt über das Spritzmittel aus, was unter völlig anderen Bedingungen im Flachland verbracht wird...
Wenn ihr euch über etwas aufregen wollt dann bitte über Mercosur, was die EU krampfhaft haben will. Oder noch besser über einen deutschen "Wirtschaftsexperten" der sinngemäss sagte: In Argentinien leben die Rinder in freier Wildbahn und sind dadurch gesünder. Das sollten sich deutsche Landwirte als Vorbild nehmen.
Jawoll. Freie Wildbahn. Wird bestimmt lustig wenn wir das auch machen!
Wenn ihr euch über etwas aufregen wollt dann bitte über Mercosur, was die EU krampfhaft haben will. Oder noch besser über einen deutschen "Wirtschaftsexperten" der sinngemäss sagte: In Argentinien leben die Rinder in freier Wildbahn und sind dadurch gesünder. Das sollten sich deutsche Landwirte als Vorbild nehmen.
Jawoll. Freie Wildbahn. Wird bestimmt lustig wenn wir das auch machen!
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
In Südtirol ist das eindeutig nachgewiesen: Die spritzmittel werden mit dem Aufwind an Hängen mitgenommen.
Und ja das Abkommen mit südamerika ist sehr gut. Unsere Landwirte können ach heute schon nicht von ihrer Hände-, Maschinenarbeit leben.
Die Allgemeinheit unterstützt mit Steuergeldern, das ist auch gut so, aber die Allgemeinheit sollte darauf achten, dass keine falschen "Dinge" gefördert werden.
Und nein, niemand würde in Deutschland verhungern, wenn die deutschen Landwirte keine Lebensmittel mehr produzieren würden, die Panikmache zieht nicht.
Und ja das Abkommen mit südamerika ist sehr gut. Unsere Landwirte können ach heute schon nicht von ihrer Hände-, Maschinenarbeit leben.
Die Allgemeinheit unterstützt mit Steuergeldern, das ist auch gut so, aber die Allgemeinheit sollte darauf achten, dass keine falschen "Dinge" gefördert werden.
Und nein, niemand würde in Deutschland verhungern, wenn die deutschen Landwirte keine Lebensmittel mehr produzieren würden, die Panikmache zieht nicht.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich kann Dir wieder mal nicht folgen. Was ist gut daran das wir uns noch abhängiger machen?Und ja das Abkommen mit südamerika ist sehr gut.
Scheinbar doch denn sonst täten sie es nicht.Unsere Landwirte können ach heute schon nicht von ihrer Hände-, Maschinenarbeit leben
Die Allgemeinheit läuft den Medienaussagen, die nicht unbedingt stimmen, nach.
sybille ist nach PC-Problemen Elli1
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich denke kein Landwirt würde ohne die Zuwenungen durch die Steuerzahler seinen Beruf machen wollen.
2023 gab es 6.900.000.000 € für 310.000 Begünstigte, im Schnitt also gut 22.000 €.
Und die BRD ist als der Exportweltmeister pro Kopf, angewiesen darauf gute Handelsbeziehungen zu haben, da Rußland ausfällt und die USA meint sich schützen zu müssen ist es wichtig Märkte offen zu halten.
Wen wir unsere Produkte gut verkaufen können ist es ein leichtes die Landwirtschaft noch mehr zu unterstützen.
2023 gab es 6.900.000.000 € für 310.000 Begünstigte, im Schnitt also gut 22.000 €.
Und die BRD ist als der Exportweltmeister pro Kopf, angewiesen darauf gute Handelsbeziehungen zu haben, da Rußland ausfällt und die USA meint sich schützen zu müssen ist es wichtig Märkte offen zu halten.
Wen wir unsere Produkte gut verkaufen können ist es ein leichtes die Landwirtschaft noch mehr zu unterstützen.
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-
Bernd Belgien
- Beiträge: 197
- Registriert: Do 21. Dez 2023, 18:39
- Wohnort: St Vith
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Abgesehen von der Neiddebatte (die Fakten beträfen auch alles was "e" ist...):
- Bovaer, war da was?
- Ein paar Proteste in UK, Frankreich, Belgien, ...
gegen Mercosur.
- Bovaer, war da was?
- Ein paar Proteste in UK, Frankreich, Belgien, ...
gegen Mercosur.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Natürlich, wenn man nur auf die Landwirtschaft schaut, ist das Abkommen schlecht.
Wenn man aber bedenkt, dass die Landwirtschaft etwa 0,8 % am BIP ausmacht, dann sieht man: Für uns als Exportnation ist das eine gute Abmachung.
Wie schon geschrieben: Die Landwirte sollen eher mehr als weniger unterstützt werden, aber mit einem Blick auf die Allgemeinheit, also Hochwasserschutz, CO² Bilanzen, Artenvielfalt ect. werden entlohnt. Das würde sich wiederum für die Allgemeinheit rechnen.
Die Landwirte überschätzen völlig ihre Wichtigkeit im Wirtschaftleben, auch bei der Ernährung, aber sie unterschätzen ihre Wirksamkeit im Weltschutz.
Selbst die früher Bauern orientierte CSU hat erkannt, huch! die Landwirte sind ja gar nicht mehr in der Mehrheit, gerne überläßt Söder die Bauern Herrn Aiwanger, wenn er dafür die sonstigen Bayern für sich gewinnen kann.
Wenn man aber bedenkt, dass die Landwirtschaft etwa 0,8 % am BIP ausmacht, dann sieht man: Für uns als Exportnation ist das eine gute Abmachung.
Wie schon geschrieben: Die Landwirte sollen eher mehr als weniger unterstützt werden, aber mit einem Blick auf die Allgemeinheit, also Hochwasserschutz, CO² Bilanzen, Artenvielfalt ect. werden entlohnt. Das würde sich wiederum für die Allgemeinheit rechnen.
Die Landwirte überschätzen völlig ihre Wichtigkeit im Wirtschaftleben, auch bei der Ernährung, aber sie unterschätzen ihre Wirksamkeit im Weltschutz.
Selbst die früher Bauern orientierte CSU hat erkannt, huch! die Landwirte sind ja gar nicht mehr in der Mehrheit, gerne überläßt Söder die Bauern Herrn Aiwanger, wenn er dafür die sonstigen Bayern für sich gewinnen kann.
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