Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4891

Beitrag von Tscharlie »

Da können die Gift drauf hauen.
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Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4892

Beitrag von Sven2 »

Ein kurzer Beitrag zu den großen Schleppern in der Landwirtschaft:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschl ... n-100.html

Was mich verwirrt sind die unterschiedlichen Ansichten zum Bodendruck. Ist das nicht immer Druck/Fläche und damit gleich zu rechnen, egal wie hoch der Druck insgesamt ist?
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4893

Beitrag von Tscharlie »

Es lohnt sich die Regenwürmer zu fragen, die können scheinbar nicht rechnen, denn die hauen ab, wenn die schweren Maschinen kommen, egal welchen Flächendruck ein Mensch errechnet.

Kann es sein, dass die Natur viel komplizierter ist, als Mensch meint?
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4894

Beitrag von emil17 »

Rein rechnerisch ist der Druck die Aufpresskraft pro Fläche - wenn die Reifgen schneller grösser werden als das Fahrzeug schwerer wird, nimmt der Druck rechnerisch also ab.
Nun ist der Boden aber kein homogenes System, wie ein Gas oder eine Flüssigkeit oder ein Festkörper wie Stahl oder Beton. Zudem spielen die Randeffekte (Am Übergang von Belastet zu unbelastet wird Kraft seitlich übertragen, darauf beruhen z.B. Pfahlgründungen) und die Scherkräfte (Kräfte der Reifenoberfläche parallel zur Bodenoberfläche, etwa beim Ziehen) eine grosse Rolle, ebenso die Dauer der Belastung, der Feuchtezustand des Bodens sowie Vibrationen.
Die Aussage, grösserer Maschinen hätten geringeren Bodendruck und seien folglich bodenschonend, ist deshalb mindestens eine starke Vereinfachung. Rein rechnerisch hat ein Fahrrad einen höheren Bodendruck als ein Panzer.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4895

Beitrag von Tscharlie »

Man stelle sich eine Nadel mit 1mm x 1mm und 10 g Gewicht auf den Bauch.
Da wird nicht viel passieren.

Jetzt nimmt man ein Brett mit 400mm x 600mm (ungefähr unser Bauch- und Brustbereich) und legt das entsprechende Gewicht darauf.

Also 10 g x 400 x 600 = 2.400.000 g also 2.400 kg oder 2,4 Tonnen.

Jetzt merkt man, wieso der Boden mit der einfachen Rechnung nichts anfangen kann.
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Ferry
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4896

Beitrag von Ferry »

Schöne Erklärung. Danke!
Eule
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4897

Beitrag von Eule »

Ferry hat geschrieben: So 24. Nov 2024, 10:05 Schöne Erklärung.
leider mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass die großen Traktoren nicht 240000 mal so schwer sind wie die Kleinen, sondern vielleicht 10 - 20x so schwer, also 100g auf der Fläche eines Fingernagels oder 200g auf der Fläche einer Briefmarke :pfeif:
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Amigo
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4898

Beitrag von Amigo »

Oder im Praxistest einfach ausprobieren .
Linker Fuß unter ein Fahrrad bemannt halten , rechter Fuß unter die Kette eines Kettentraktors im Betrieb.
Danach einfach die Höhe der Füße messen.
.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4899

Beitrag von Rohana »

Mei, ihr könnte ja gerne hinter'm Ochsenpflug hergehen. Wo bei so'n Zugtier auch gescheiten punktuellen Druck hat. Die Diskussion hier ist mehr als müssig.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4900

Beitrag von Tscharlie »

Hallo Rohana.

Dann lieber Hunde als Zugtiere.

Denn es ist schon erstaunlich, dass ein Hund durch eine Wiese laufen kann und wenn die nicht richtig hoch ist, sieht man die Spur am nächsten Tag nicht mehr, Wenn ich als Mensch da durchlaufe sieht man das noch wochenlang.

Und ich denke es ist müßig zu erklären, dass die moderne Landwirtschaft zum Teil den Bezug zur Natur verloren hat.

Nein das machen die Landwirte nicht absichtlich, aber sie lassen sich von ihren Fachleuten leiten, die leider nicht immer die Natur im Blick haben.

Wir holen unsere Milch bei einem Demeterhof, der Bauer hat mir letzte Woche erzählt. Ein anderer Biolandwirt hat zur Bedingung der Hofübergabe gemacht, dass der Junior nicht die Meisterschule besuchen darf.

Grund: Er hat über Jahrzehnte beobachtet, dass die Jungen dort "auf Linie" gebracht werden.

Und nein keiner der mir bekannten Demeterlandwirte (20?) pflügt mit Ochsen.

Vielleicht lohnt es sich das Buch "Bodenlos" von Franz Kark Rödelberger zu lesen. Nein natürlich keine Anleitung wie man es machen sollte, aber viele Ansichten sind doch überlegenswert.
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