Komposttoilette

Eberhard
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Re: Komposttoilette

#401

Beitrag von Eberhard »

Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard
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Re: Komposttoilette

#402

Beitrag von Eberhard »

emil17 hat geschrieben: Do 14. Mär 2024, 12:19
Eberhard hat geschrieben: Di 12. Mär 2024, 09:32 Die Frage, ob man eigenen Urin als Dünger in Flächen zur eigenen Nahrungsmittelerzeugung einsetzen will, ist doch eher die Frage, ist man als Urinerzeuger ein Mensch in natürlicher Lebensweise oder ein Sondermüllbehälter. Ich selber, der seit über 30 Jahren nie für Eigenbedarf in einer Apotheke war, sehe mich da mit Sicherheit nicht auf der rechten Seite.
Gesundheit ist ein grosses Glück. Wie schön für Dich.
Und wie tröstlich ist dieser Beitrag für die Millionen von Menschen, die auf Medikamente angewiesen sind wegen Krankheiten, die sie sich nicht ausgesucht haben und die ohne diese Mittel ein schlechteres oder gar kein Leben mehr hätten. Die wissen nun, was sie sind.
Wie man das menschlich beurteilt, ist eine andere Frage. Aber man muss schon Realitäten erst einmal wahrnehmen und anerkennen.

Unser Haus verfügt über eine eigene biologische Kleinkläranlage. Eine Hausbewohnerin bekam infolge starker Diabetesschübe (lebensbedrohlich) Antibiotika in stärkerer Dosierung. Die Folge war, dass die Biologie in der Kläranlage erledigt wurde, um so mehr, da der Vorgang nicht gleich bemerkt wurde. Die Folgen waren dramatisch und teuer - Auspumpen des stinkenden Schlamms inklusive separate Entsorgung und Neuansetzen der Anlage.
Ja, mit so einer Anlage ist man näher dran an der Realität. Wenn man seine Hinterlassenschaften per wasserspülung in den öffentlichen Kanal verfrachtet, hat man solche Probleme vergesellschaftet.

Eines sollte auch klar sein: Die Einnahme von Medikamenten und Drogen ist nicht ausschließlich krankheitsbedingt notwendig. Der Missbrauch von z.B. Oxycodon schwappt von den USA auf Europa herüber. Produktion und Verkauf von Pharmaca sind auch ein Geschäft.
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emil17
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Re: Komposttoilette

#403

Beitrag von emil17 »

Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 09:04 Aus emil17's Quelle:
Die Forscher schlossen aus ihren Ergebnissen, dass in einem lebendigen Boden mit ausgewogener Fruchtfolge und Zufuhr von organischen Düngern die mit EM zugeführten Mikroorganismen keine wesentliche Veränderung des Boden herbeiführen.
Ja, den Himmel noch weiter zu verbessern ist wirklich schwierig.
Das ist jetzt der ultimative Beweis über die absolute Unwirksamkeit in jeglicher Anwendung. Voller Überzeugung falle ich jetzt vom Stuhl.
Weil jeder hat ja einen lebendigen Boden mit ausgewogener Bewirtschaftung und betreibt also durchgehend Super-Mischkulturen statt Monowirtschaft, man benutzt natürlich nie Pestizide, die natürlich nie Leben töten, und man benutzt nie Kunstdünger, die a) außer Nährstoffen noch weiteres mitbringen und b) Einfluss auf die Pflanzenernährung haben (gelöste Ionen statt Bereitstellung durch Bodenbakterien).
Die Agroscope ist das Forschungsinstitut des Bundesamtes für Landwirtschaft, und die sind wissenschaftlichen Standards zum Design und zur Publikation von Versuchen verpflichtet. Sie brauchen auch nicht ellenlange Videos, um darzustellen was sie gefunden haben.
Sie haben einfach sonst gleiche Flächen mit EM, mit abgetöteten EM und ohne EM miteinander verglichen und keine Wirkung der lebenden EM festgestellt, welche das tote EM-Präparat nicht auch hatte. Das ist ganz einfach und schon alles. Das Versuchsdesign wird in solchen Fragen bewusst so gewählt, damit man einen Unterschied zwischen Behandlung und Kontrolle nur auf die Behandlung zurückführen kann und weitere Einflüsse ausgeschlossen werden können.
Nur so nebenbei: Kunstdünger haben selbstverständlich einen Einfluss auf die Pflanzenernährung. Das ist meines Wissens der Grund, weshalb man sie verwendet.
Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 09:04 Deren Wirkung/Nichtwirkung wurde bemerkt/untersucht? Hatten die untersuchenden Wissenschaftler überhaupt eine Ahnung von dem, womit sie Untersuchungen anstellten?
Nochmals, Behandlungs- und Kontrollflächen waren bezüglich Spurenelementen gleich und bei dem, was durch das EM-Präparat hinzukam, unterscheiden sich Flächen mit aktiven EMs und Flächen mit abgetöteten EMs nicht.
Wirkt es nur auf mich etwas arrogant, wenn du Berufsforschern vorwirfst, sie hätten von Forschung in ihrem Sachgebiet keine Ahnung? Und das, obwohl du offenbar die Versuchsanordnung nicht verstanden hast?
Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 09:04 - Wirksamkeit: Ich sage es nicht zum ersten Mal, aber sicher wieder umsonst. Ein Sauerkraut ist etwas anderes als der ursprüngliche Kohl, auch in Bezug auf Inhaltsstoffe. Wodurch: Durch milchsaure Fermentation, tausendfach wiederholt und bewährt. Wie fest muss man Augen schließen können, um das nicht zu bemerken?
Hat das denn jemand bezweifelt? Na ja, solange du glaubst und auch ernsthaft behauptest, dass Kuhscheisse gleich riechen soll wie das Futter , bist du jetzt nicht als erste Instanz qualifiziert,um das zu beurteilen.

Bei der Geschichte mit den Cyanobakterien in den EM habe ich konzeptuell nicht begriffen, warum die Fähigkeit zur Photosynthese so hervorgehoben wird, wenn man damit Schuhe geruchsneutralisiert oder den Kompost verbessert. Die meisten der Mikroben, welche die angepriesenen Fähigkeiten haben könnten (Abbau von Heizöl, die redoxpotentialgeschichte usw.) sind weder Hefen noch Milchsäurebakterien noch photosynthetisch aktiv.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Komposttoilette

#404

Beitrag von emil17 »

Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 13:10 Wie man das menschlich beurteilt, ist eine andere Frage. Aber man muss schon Realitäten erst einmal wahrnehmen und anerkennen.

Unser Haus verfügt über eine eigene biologische Kleinkläranlage. Eine Hausbewohnerin bekam infolge starker Diabetesschübe (lebensbedrohlich) Antibiotika in stärkerer Dosierung. Die Folge war, dass die Biologie in der Kläranlage erledigt wurde, um so mehr, da der Vorgang nicht gleich bemerkt wurde. Die Folgen waren dramatisch und teuer - Auspumpen des stinkenden Schlamms inklusive separate Entsorgung und Neuansetzen der Anlage.
Ja, mit so einer Anlage ist man näher dran an der Realität. Wenn man seine Hinterlassenschaften per Wasserspülung in den öffentlichen Kanal verfrachtet, hat man solche Probleme vergesellschaftet.
Oma tot, aber Schlamm stinkt nicht, als bessere Wahl?
Ja. Wie man das menschlich beurteilt, ob der Klärschlamm oder das Leben der Mitmenschen zählt, ist eine andere Frage. Zweifellos.
Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 13:10Eines sollte auch klar sein: Die Einnahme von Medikamenten und Drogen ist nicht ausschließlich krankheitsbedingt notwendig. Der Missbrauch von z.B. Oxycodon schwappt von den USA auf Europa herüber. Produktion und Verkauf von Pharmaca sind auch ein Geschäft.
... womit wir wieder beim Vergleich mit den Punkten in Flensburg wären. Ich finde es ja auch unschön, dass sich die Pharma an den Krankheiten der Leute so unverschämt bereichert, aber ohne Medikamente, die durch Forschung entwickelt worden sind, wäre die Welt leider auch nicht besser. Also versuchen wir, die Misstände einzudämmen, ohne die Vorteile zu ignorieren. Falls jemand meiner Hausgemeinschaft Medikamente wirklich braucht, ist es mir in dem Moment übrigens ziemlich egal, wie es den Bakterien in der Kläranlage geht.
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Re: Komposttoilette

#405

Beitrag von Eberhard »

Oma tot, aber Schlamm stinkt nicht, als bessere Wahl?
Die Fragestellung entspringt Deiner Gedankenwelt und charakterisiert Dich.
Die Überlegung bei der Dame (die "Oma" ist 40) war eher: Hätte ich das gewusst, wäre ich da auf ein Extra-Töpfchen gegangen. Sie ist an den Kosten bei der Anlage direkt beteiligt. Die Leitung zum Erkenntnisgewinn ist da sehr kurz.

Es ging auch nicht um Klärschlamm, sondern um den kompletten Anlageninhalt. Es ging auch nicht um "Stinken", sondern mit dem Absterben der Biologie faulte alles. Eine faulende Brühe statt eines aeroben Abbaus war das Problem, mit der Folge, dass das zuständige Amt mit dem Zustand nicht zufrieden war und mit Androhung von Strafgeld eine Korrektur des Zustands befahl. Stärkere Gerüche sind da nur eine Randerscheinung. Lass Dir das mal von jemanden erklären, der Ahnung von Biologie hat.

Der Glaube, dass Berufswissenschaftler alles genau wissen und alles richtig machen, während andere nicht einmal ein Lineal gerade halten können, diesen Glauben teile ich nicht, da hast Du vollkommen recht. Da darf man sicher Arroganz nicht einseitig zuteilen.
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Re: Komposttoilette

#406

Beitrag von emil17 »

Ich denke, es ist besser dies hier zu beenden bevor wir ganz im Schlammbereich sind.
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Re: Komposttoilette

#407

Beitrag von Rohana »

Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 09:04 Weil jeder hat ja einen lebendigen Boden mit ausgewogener Bewirtschaftung und betreibt also durchgehend Super-Mischkulturen statt Monowirtschaft, man benutzt natürlich nie Pestizide, die natürlich nie Leben töten, und man benutzt nie Kunstdünger, die a) außer Nährstoffen noch weiteres mitbringen und b) Einfluss auf die Pflanzenernährung haben (gelöste Ionen statt Bereitstellung durch Bodenbakterien).
Ich weiss ja, du meinst ernsthaft dass es superduperUBER-Bewirtschaftung (in deinen Augen) braucht um ein ordentliches Bodenmikrobiom zu haben, dem ist aber ziemlich sicher nicht so.
Hatten die untersuchenden Wissenschaftler überhaupt eine Ahnung von dem, womit sie Untersuchungen anstellten?
Es würde ja schon reichen, wenn du Ahnung von Landwirtschaft hättest :)
- Wirksamkeit: Ich sage es nicht zum ersten Mal, aber sicher wieder umsonst. Ein Sauerkraut ist etwas anderes als der ursprüngliche Kohl, auch in Bezug auf Inhaltsstoffe. Wodurch: Durch milchsaure Fermentation, tausendfach wiederholt und bewährt. Wie fest muss man Augen schließen können, um das nicht zu bemerken?
Und deshalb können EMs jetzt Fensterputzen und weiss der Geier was noch alles? Also, eigentlich ziemlich alles ausser autonom Auto fahren, scheint mir... :lala:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Komposttoilette

#408

Beitrag von Eberhard »

scheint mir...
Danke, dass Du Dein Pauschalgezicke wiederum mit uns teilst. Es ist sehr lehrreich.
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Re: Komposttoilette

#409

Beitrag von emil17 »

Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 09:04 Wie fest muss man Augen schließen können, um das nicht zu bemerken?
Das frage ich mich auch, wenn erst das Amt drauf kommen muss, dass da was nicht stimmt.
Zum Thema Arroganzzuteilung und Berufswissenschaftler nur soviel, im Forum qualifiziert sich jeder mit dem was er schreibt. Da gibts Leute die behaupten dass Kuhfladen nach Kräuterwiese riechen sollen und gleichzeitig davon überzeugt sind, dass sie die einzigen sind, die wissen wie Sauerkraut geht. Das so lustig zu finden wie es ist, soll dann lehrreiches Pauschalgezicke sein.
Lass Dir das mal von jemanden erklären, der Ahnung von Biologie hat
Das Problem ist zwischen den Ohren und dafür sind andere Fachbereiche als Biologen zuständig. Weniger Eigentore schiessen könnte aber schon mal helfen.

So, und jetzt sind wir wieder nett zueinander.
Ich bin beispielsweise in manchen Sachverhalten anderer Ansicht als Rohana (hier stellvertretend für die absolute Mehrzahl der User), aber das war noch nie ein Grund, uns gegenseitig als Person niederzumachen. Ich habe Argumente, sie hat Argumente. Also diskutiert man drüber, ohne dass jeder dauernd glaubt, er sei der einzige, der Ahnung hat.
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Re: Komposttoilette

#410

Beitrag von Eberhard »

emil17 hat geschrieben: Sa 16. Mär 2024, 08:12
Eberhard hat geschrieben: Fr 15. Mär 2024, 09:04 Wie fest muss man Augen schließen können, um das nicht zu bemerken?
Das frage ich mich auch, wenn erst das Amt drauf kommen muss, dass da was nicht stimmt.
Das willkürliche, falsche und bösartige Zusammenführen von Texteilen hältst Du für guten Diskutierstil?
im Forum qualifiziert sich jeder mit dem was er schreibt
Sieh mal an.
emil17 hat geschrieben: Sa 16. Mär 2024, 08:12 dafür sind andere Fachbereiche als Biologen zuständig.
In einer biologischen Kleinkläranlage findet in der ersten Stufe reine Biologie statt, eigentlich nur die Fortsetzung und Vollendung der Zersetzung von C-Verbindungen durch die gleichen Bakterien wie im Darm. Dazu wird das Abwasser regelmäßig belüftet. Der C-Abbau verbraucht Sauerstoff, deshalb dürfen ungeklärte Abwässer nicht in öffentliche Gewässer eingeleitet werden, weil dann dort das Leben beeinträchtigt und gefährdet wäre. Kennzahl für die Qualität der Klärung ist dann auch der verbleibend nötige Sauerstoff, der für eine vollständige Zersetzung nötig wäre.
Wenn aber solche einfache biologische Abwassertechnik den Biologen überfordert, dann halte er sich doch ganz aus dem Thema.
emil17 hat geschrieben: Sa 16. Mär 2024, 08:12 er sei der einzige, der Ahnung hat
Warum bloß fällt mir bei diesen Worten der "Silberrücken" ein, auf den ich in den ersten Tagen meiner Anwesenheit im Forum hingewiesen wurde.
emil17 hat geschrieben: Sa 16. Mär 2024, 08:12 uns gegenseitig als Person niederzumachen
Wenn meine Aussagen in diese Richtung vermuten lassen, dann ist das nur eine Gegenreaktion. Mit persönlichen Ansprachen und persönlichen Bewertungen habe ich mich sehr lange zurückgehalten. Ich kann Sache und Person sehr gut auseinanderhalten.
Ich behalte mir dann aber auch vor, irgendwann die Sprache zu sprechen, die ich laufend höre, und dann habe ich wenig verständnis für das Gejammer.
Wie gesagt: Gegenreaktion folgt auf Reaktion. Wenn Du zurück zu ausschließlich sachlichen Gesprächen kommen willst, mach es vor.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard
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