Muss die Trennung wirklich Erfolgen?
Es ist primär erst einmal sinnvoll. Urin enthält zum einen den Großteil der Nährstoffe und ist zum anderen relativ steril, wird ja von den Nieren aus dem Blut gewaschen. Problematisch können da nur Medikamente; Hormone, Drogen sein, die der Mensch so schluckt. Damit könnte man den Urin direkt als Dünger verwenden, in Mischung 1:10. Man kann ihn aber wie beschrieben auch lagern und sammeln und zumindest im privatem Gartenbereich als Volldünger einsetzen und damit das Blaukorn von der Liste streichen.
Fäzes/Kot/Scheiße sind relativ nährstoffarm - wenn der Darm seinen Dienst gut getan hat. Dort hat man eher noch unverdaute Kohlenstoffverbindungen, aber auch einiges, was man mit Krankheitserregern, Würmern und anderem in Verbindung bringt. Je nach Lebensweise des Menschen kann das wenig bis erheblich problematisch sein. Hier braucht man dann wirklich Humifizierungs- und Verarbeitungsprozesse über einen geeigneten längeren Zeitraum. So ein Haufen hat aber seinen Geruch schon schnell verloren, mit Bindung in Sägespänen oder anderen ähnlichen Materialien um so schneller. Kennt man ja auch von seiner Katze.
Lästt man beides zusammen und spült mit Wasser nach, hat man eine schöne Grundlage für Gülle, wo also das Gemisch in Anaerobie übergeht und fault. Das Video von Ingrid Bauer verdeutlicht da diese und weitere Probleme.
In der Natur vergleichsweise sind solche Hinterlassenschaften eine begrenzte lokale Störung, der typische Abbau beschäftigt sich ja mit pflanzlichen Materialien. Eine lokale Störung wird sehr schnell von einer intakten Umgebung aufgefangen, und Hinterlassenschaften von Pflanzenfressern oder gar Wiederkäuern mit einem sehr lebhaften Verdauungssystem sind nur geringfügige Störungen bis hin zur Förderung der weiteren Zersetzung, weil da auch hilfreiche Darmbakterien mitgeliefert werden, die ihrerseits ihre Arbeit fortsetzen. Der Fladen einer Kuh soll nach Kräuterwiese riechen - wenn sie halt nur Gras frisst wie in ihrem Ernährungsplan vorgesehen. Fütterst Du sie mit Sojaschrott, dann ist das eine andere Verdauung mit anderen Ausscheidungen.
Pansen Wiederkäuer, Regenwurmkot, effektive Mikroorganismen - es gibt da viele Ähnlichkeiten.
Der Mensch ist aber grundlich, Er sammelt und vervielfacht Probleme, und dann muss er sich besonderes einfallen lassen. Wenn Du Deine Nase in eine klassische Güllegrube hängst: Sie sagt Dir die Wahrheit. Was da ist, ist alles andere als gut und gesund.
Wer sich Sorgen machen will, der denke mal an Abwässer von Krankenhäusern und Altenheimen, auch an Massentierproduktion, wo Medikamente nicht nur zur Krankheitsbehandlung eingesetzt werden, sondern auch schon wegen der Tierkonzentration vorbeugend sowie zur Erzielung anderer Effekte wie schnellere Zunahme.