Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4761

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Mo 4. Mär 2024, 10:40 Es muss ja am Ende der Arbeit auch Geld überbleiben, sonst kann man's bleiben lassen.
Das ist bei jedem selbständig Erwerbenden so.
Rohana hat geschrieben: Mo 4. Mär 2024, 10:40 Jedes Jahr knabbern sie irgendwo an unserem Kuchen rum, nicht immer so ersichtlich mit Subventionskürzungen oder -verlagerungen in irgendwelche unrealistischen Programme. Ich meine, wann reicht es dir wenn "die da oben" beschliessen dass du jedes Jahr 5% (fiktiv) weniger Geld bekommst? Protestierst du beim ersten Mal? Beim zweiten, beim dritten? Oder dann wenn ...
Wie war das mit dem Tante Emma-Laden, wo wegen Aldi, Rewe und so plötzlich der halbe Umsatz weg ist?
Hier liegt der Stein des Anstosses. Warum sollen "sie" (die Steuerzahler) einfach etwas bezahlen, was rein marktwirtschaftlich keine Existenz hat, einfach weil es Bauern sind?
Man kann das begründen: Wegen Leistungen an die Allgemeinheit die nicht eingepreist werden können. Genau dorthin möchte doch die Regierung, weg von Subventionen pro Fläche und pro Diesel.

Und nein - in der freien Marktwirtschaft gibt es keine Einkommensgarantie für fast alle. Als Angestellter hast du dann keinen Job mehr, als Selbständigerwerbender geht deine Bude zu oder Pleite.

Das mit der Planungssicherheit ist ein Problem - aber muss man über jedes Stöckchen springen was einem vorgehalten wird? Je mehr du dich von Direktzahlungen abhängig machst, desto mehr musst du jeden Furz von denen bedienen, welche die Kohle bringen. Das geht dann so weit dass die Tourismusvereine in den Bergtoursimusorten Ziegenherden samt Hirt organisieren und bezahlen, weil das so im Heidi-Buch steht und die Japaner und Chinesen das gerne sehen wollen.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4762

Beitrag von emil17 »

Amigo hat geschrieben: Mo 4. Mär 2024, 16:47 Stell dir mal vor du bist Landwirt oder Schäfer und deine Landwirtschaftsministerin , also die ohne Ahnung aber mit Parteibuch, halt die Quoten Frau, freut sich über jeden Wolf der neu hinzu kommt auf deiner Fläche. Und in Brüssel gibt eine Fernsehköchin vor was das Beste für die Natur ist
Ich habe selbst unter inkompetenten Chefinnen gelitten und weiss wie das ist. Es geht aber hier darum, warum es wegen Dieselsubventionskürzungen einen Aufstand gibt. Soviel ich weiss, sind die meisten demonstrierenden Bauern nicht vom Wolfproblem betroffen.
Ja, es ist mühsam - aber, wes Brot ich ess des Lied ich sing.
Übrigens ist es nicht so, dass alle, die in der Landwirtschaft etwas verändern möchten, was dem Bauernverband nicht passt, keine Ahnung haben.
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Amigo
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4763

Beitrag von Amigo »

Joo emil.
Dumm ist es halt wenn der deutsche Weizen Bauer im Boxkampf mit dem ukrainischen einen Arm auf den Rücken gebunden bekommt .
.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4764

Beitrag von emil17 »

Bernd Belgien hat geschrieben: Mo 4. Mär 2024, 09:21 Ich denke sehr wohl.
Kitas, "Kirchen ", Kinos, Theater, alles was irgendwie grün oder Regenbogen farbig angemalt werden kann, jeder Unsinn mit e Motor und Akku, Solar, Windkraft, Styropordämmstoffe, "Beauftragte", "Experten", analoges TV, ...
Die tun das aus dem gleichen Grund, aus dem ich Beiträge der Öffentlichkeit für gesellschaftsrelevante Leistungen für absolut notwendig halte. Warum erwähnst du Schulen nicht? Könnte man doch auch selbstfinanzierend machen! Dein Pech wenn du klug bist aber deine Eltern kein Geld haben, und dein Glück wenn du zwar geistig etwas plump bist aber wegen Vitamin B deiner Eltern dennoch das lukrative Amt bekommst. Vor der französischen Revolution war das ungefähr so.

Beim Spitzensport hab ich so meine Probleme, aber die Fans verstehen ja auch so manche Förderung nicht, also muss ich das auch vertragen, dass da Geld für meiner Meinung nach nix ausgegeben wird. Offenbar tut einer, der in Neuseeland oder Kanada oder Österreich eine Hundertstelssekunde weniger braucht als alle anderen, um einen Hang runterzurasen, mehr fürs Land als jemand, der einen Hof nachhaltig bewirtschaftet oder ein paar Kinder grosszieht. Das müssen ja nicht alle verstehen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4765

Beitrag von emil17 »

Amigo hat geschrieben: Mo 4. Mär 2024, 17:03 Dumm ist es halt wenn der deutsche Weizen Bauer im Boxkampf mit dem ukrainischen einen Arm auf den Rücken gebunden bekommt .
Abgesehen davon dass die Ukraine aus politischer Aktualität nicht gerade ein glückliches Beispiel ist: Die deutsche Volkswirtschaft ist so stark, weil die Deutschen technische Geräte in hoher Qualität können. Im Ausland kennt man Stihl, Bosch, Mercedes, Miele, Liebherr und so weiter, vielleicht auch noch Bier. Aber warum soll man deutschen Weizen vor anderem bevorzugen?
Wir Schweizer können Uhren und Käse. Weizen wird nur aus Ernährungssicherheitsgründen gefördert. Im Hinblick auf die Tatsache, dass kein europäisches Land ohne seine Nachbarn kann und dass die Schweiz viel zu wenig Fruchtfolgeflächen für die 8.5 Millionen Einwohner mit sehr hohem Lebensstandard hat, ist das ein Anachronismus.
Wer exportieren will, muss auch importieren, sonst funktioniert das mit der Handelsbilanz nicht. Die Ukraine kann nur Weizen. Womit sollen sie ihre Importe bezahlen? Bei chronischen Handelsbilanzdefiziten muss das Exportland den Importländern Kredite auf ewig geben, damit die Geld haben um weiterhin zu importieren.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4766

Beitrag von Amigo »

Emil will du nicht oder kannst du nicht verstehen ?
Der deutsche Bauer bekommt Vorgaben ohne Ende an die er sich halten muß. Dafür gibt's ein paar Euros Subventionen auf die die meisten wohl lieber verzichten würden wenn sie genau so frei wirtschaften könnten wie ihre Wettbewerber.
.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4767

Beitrag von emil17 »

Amigo hat geschrieben: Mo 4. Mär 2024, 17:40 Der deutsche Bauer bekommt Vorgaben ohne Ende an die er sich halten muß. Dafür gibt's ein paar Euros Subventionen auf die die meisten wohl lieber verzichten würden wenn sie genau so frei wirtschaften könnten wie ihre Wettbewerber.
Ich will nicht verstehen, was offenbar nicht so ist:
Ich habs oben schon verlinkt, aber kopiere es gerne raus.
Das Jahreseinkommen eines durchschnittlichen Haupterwerbslandwirts ist 2023 um 35.000 € auf 115.000 € gestiegen. In den Jahren davor lag der Einkommenszuwachs stetig über der Inflationsrate. Knapp 38% des Einkommens besteht aus pauschalen Direktzahlungen der Europäischen Union. Bei Ackerbaubetrieben sind es sogar 55% (Datenquelle: Thünen-Institut). Zum großen Teil sind die EU-Subventionen an die Betriebsfläche gebunden. Hinzu kommen aufgabengebundene Zuweisungen der EU, des Bundes und der Länder, so dass insgesamt 48,5% des Einkommens aus öffentlichen Zuschüssen besteht (Datenquelle: Bundeslandwirtschaftsministerium).
Und: 45% aller EU-Subventionen die in D überhaupt ausbezahlt werden gehen in die Landwirtschaft, wo weniger als 2% der Erwerbstätigen arbeiten.

Die Behauptung "Dafür gibt's ein paar Euros Subventionen auf die die meisten wohl lieber verzichten würden wenn sie genau so frei wirtschaften könnten wie ihre Wettbewerber" wird durch diese Zahlen nicht gestützt, auch wenn es in der Wahrnehmung der Landwirte so erscheinen mag.
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Amigo
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4768

Beitrag von Amigo »

Schön , daß du langsam in eine Fakten bezogene Diskussion übergehst.
Pro Hektar gibt es ca. 170 €.
Heißt , der der 100 ha Betrieb kann von den maximal 17000€ eine Halbtagskraft einstellen , die den EU Papierkrieg versucht zu bewältigen .
Einkommen ist das was übrig bleibt mein Lieber.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4769

Beitrag von Ferry »

woher hast du die 170€ pro hektar?
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4770

Beitrag von Rohana »

Wer mit Ackerland reich werden will, muss Solar oder Bauland draus machen. Da führt im besten Deutschland aller Zeiten kein Weg dran vorbei, Subventionen hin oder her :)

Was in deiner Rechnung fehlt, Emil, ist dass das "Einkommen" ja die eine Sache ist, der Stundenlohn eine ganz andere. Und was nützt es auch drauf rumzureiten wenn in einem Jahr das Einkommen (statistisch) mal mehr geworden ist, wie siehts denn mit den drei bis fünf Jahren vorher aus? Wir hatten SEHR magere Zeiten noch vor kurzem, ob die schon ausgeglichen sind sei dahingestellt...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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