Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 6456 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4421

Beitrag von Benutzer 6456 gelöscht »

Ich scheine hier wohl eine Art "Ideengeber" zu sein. Meine Nachbarn, immerhin LW in Vollzeit, bauen jetzt wieder eigene Kartoffeln an und ziehen ihr eigenes Obst und Gemüse in Hochbeeten und Ackerrandstreifen. Samstag war da Großernteeinsatz, die Kartoffeln wurden ausgemacht und die Sonnenblumenköpfe abgeerntet.

Ich wundere mich ohnehin, warum man bei soviel Know-how und eigenem Land nicht viel mehr für sich selbst anbaut. Denn die vielen Maschinen, die man sich angeschafft hat, sollen ja nicht nur körperlich entlasten, sondern auch Zeit einsparen, was sie ja auch tun. Aber ich glaube, das obige Beispiel greift nun öfter um sich, da hier die Preise für Lebensmittel langsam durch die Decke gehen.
Ich habe übrigens vor vier Jahren das letzte Mal Kartoffeln gekauft, in dem Jahr habe ich Kartoffeln in Säcken angebaut, das lief so prima, dass sogar meine Kollege nochneinmpaar abbekommen hat. Salat kaufe ich auch nicht mehr und das ganze Obst, von Erdbeeren über Heidelbeeren bis zu Pflaumen kaufe ich auch nicht mehr. Saisonaler und regionaler geht kaum noch
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MeinNameistHASE
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4422

Beitrag von MeinNameistHASE »

SunOdyssey hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 10:08 Ich wundere mich ohnehin, warum man bei soviel Know-how und eigenem Land nicht viel mehr für sich selbst anbaut. Denn die vielen Maschinen, die man sich angeschafft hat, sollen ja nicht nur körperlich entlasten, sondern auch Zeit einsparen, was sie ja auch tun. Aber ich glaube, das obige Beispiel greift nun öfter um sich, da hier die Preise für Lebensmittel langsam durch die Decke gehen.
Weil bei Eigenentnahme das Finanzamt an die Tür klopft...

Außerdem ist die Zersplitterung von Flächen im Agrarantrag ein gewisser Aufwand. Einfach Rauslassen geht nicht, weil alle Betriebsflächen gemeldet werden müssen. Wenn man es noch genauer nimmt fallen sogar höhere Beiträge zur Pflichtunfallversicherung an...
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!
Benutzer 6456 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4423

Beitrag von Benutzer 6456 gelöscht »

Nein, nein, ich rede ja nicht vom Ackerland, das weiß ich auch, dass das dann viele Nachteile auslöst. Aber jeder hier hat einen riesen Garten, da geht richtig was!
Den Streifen, den meine Nachbarn bepflanzt haben, ist der Streifen Grün rund um den Reitplatz. Da ist jetzt kein Grün mehr, sondern eben Kartoffeln und Gemüse
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4424

Beitrag von Rohana »

SunOdyssey hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 10:08 Ich wundere mich ohnehin, warum man bei soviel Know-how und eigenem Land nicht viel mehr für sich selbst anbaut. Denn die vielen Maschinen, die man sich angeschafft hat, sollen ja nicht nur körperlich entlasten, sondern auch Zeit einsparen, was sie ja auch tun.
Keine Sorge, eingesparte Zeit geht mittlerweile locker für Bürokratie drauf :mrgreen:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4425

Beitrag von Sven2 »

Ich vermute mal, weil nach Feierabend evtl manche Leute nicht den Kopf bzw die Lust dazu haben, das gleiche wie auf Arbeit privat zu tun :hmm: haben ja so schon sehr viele keine Lust nach Feierabend noch im Garten zu "arbeiten" :lol:
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4426

Beitrag von Tscharlie »

Ich denke das Hauptproblem ist letztlich unser Bildungssystem.

Wer studiert hat, hat meist wenig bis keine Ahnung von der Praxis.

Meister aus dem Handwerk oder auch aus der Landwirtschaft haben nichts zu sagen.

Wir werden hauptsächlich von Juristen politisch vertreten, dieser Berufstand, so wichtig er an sich ist, neigt dazu alles regeln zu wollen, was in der Praxis schnell zu Unbeweglichkeit und der Verhinderung von Ideen führt.

Aber ich denke auch da müssen wir durch, bis die Mehrheit merkt, es kommt wirklich auf die Personen an die man wählt, gerade im Gemeinde/Stadtbereich.
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Ferry
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4427

Beitrag von Ferry »

Tja aber auf der Ebene wird der gewählt der sich am besten verkaufen kann, oder am meisten "Macht" hat. Hier zumindest.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4428

Beitrag von Tscharlie »

Nein auch das denke ich nicht. In Amerika ist das anders, da wird niemand irgendwas in der großen Politik der nicht extrem reich ist oder reiche Freunde hat.

Bei uns sitzt eine Frau im Parlament, die ist die dritthöchste Vertreterin von uns allen, die kommt aus ganz einfachen Verhältnissen und hat sich selbst durch gute Arbeit soweit gebracht.

Es geht schon, aber die Juristen sind einfach zu viele.
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Ferry
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4429

Beitrag von Ferry »

Ich war bei Gemeinde/ Stadtbereich.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4430

Beitrag von Tscharlie »

Gerade im Gemeinde-/Stadtbereich ist das doch nicht mehr so, zumindest in den Gemeinden die ich kenne.
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