Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4001

Beitrag von sybille »

Dann müsstet ihr euch gegen diese Definationen wehren wenn dieser Weizen zum Backen geeignet ist. Und das er das ist sehe ich an dem Bioweizenbrot das ich kaufe.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4002

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Eule hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 17:22 Nö:

https://www.br.de/nachrichten/wirtschaf ... ng,T6MrBDX

Kurz gesagt: kommerzielle Interessen und nicht objektive Fakten bestimmen, welches Getreide "Brotgetreide" genannt wird.
Die Uni Hohenheim ist eine gute Adresse, dass deren Pflanzenzüchter im BR ernsthaft behauptet, es gäbe nur die zwei Kategorien "viel und wenig Protein" lässt ihn in sehr schlechtem Licht dastehen, denn ist schlicht weg falsch.

Seit Jahrzehnten gibt es in Deutschland 4 Qualitätsstufen für Weichweizen:
E
A
B
C

Und doch, es sind objektive Fakten, die entscheiden ob ein Weizen zur Brot und Kuchen oder zu Futter wird.
Die Qualitätsparameter und ihre typischen Größen sind nicht vom Himmelgefallen, sondern über Jahre hinweg entwickelt und validiert worden.

Man merkt, du hast weder den ersten noch den zweiten Link von mir auch nur ansatzweise gelesen.
Oelkanne hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 12:47 Zur eurer Weiterbildung:
Qualitätsparameter Weizen, einfache Übersicht
Umfassende Erläuterung der Parameter

Nach dem euch nur klar ist was produziert wird, hier eine kurzgefasste
"Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Erzeugung von Winterweizen"

Für die Berechnung der Nährstoffmenge benötigt ihr §4 der Düngeverordnung in Verbindung mit Anlage 4 der Selbigen.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4003

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

SunOdyssey hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 18:17
Oelkanne hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 16:35
Eule hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 16:12 und was würde passieren, wenn man Brot aus proteinärmerem Weizen macht? :hmm:
Backwaren aus Futterweizen funktionieren nicht.

Sprich weder Krume, noch Kruste, noch Porenanteil/Verteilung/Größe, noch Form und Teigkonsistenz funktionieren.
Dann produziere doch Roggen oder Dinkel, damit geht das Brotbacken auch! Und gesünder ist es auch! Hör auf mit deinem gebetsmühlenartigen Widerholen, wie schlecht die neue Düngeverordnung ist. Sie geht leider noch nicht weit genug!
Auch für Brotroggen gibt es Mindestqualitäten, ebenso für Dinkel (der im übrigen nichts anderes ist als bespelzter Weizen).
Dinkelkerne müssen ebenso min. B Qualität erreichen um zu Dinkelbrot zu werden.

Ich jammere nicht, ich habe dir rechnerisch dargelegt dass die Vorgaben gemäß DüV Humbug sind.
Du hast entweder die Rechnung nicht gelesen, nicht verstanden (dann gerne Fragen) oder ignorierst das Ergebnis um dein Standpunkt nicht verlassen zu müssen.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4004

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

sybille hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 19:39 Dann müsstet ihr euch gegen diese Definationen wehren wenn dieser Weizen zum Backen geeignet ist. Und das er das ist sehe ich an dem Bioweizenbrot das ich kaufe.
Nein, er ist eben überwiegend nicht zum Backen geeignet!

Wenn C Weizen zum backen geeignet wäre, würde er in die Mühlen wandern und nicht in den Trog!
Die Wertschöpfung in der Mühle ist deutlich höher als die des Troges.

Warum sollte ich mich gegen Qualitätskriterien wehren, die objektiv bewertet durchaus Sinn machen?
Klar, wenn wie bei meinem Kumpel nur Bruchteile (76,5 kg/hl, soll wären 77 kg/hl) fehlen und er deshalb statt A Weizen C liefert ist das ärgerlich, aber die Parameter und ihre Größen sind allen bekannt und von allen Beteiligten anerkannt.

Achso und noch eine Frage zu deinem Brot:

Woher weist du die Qualitätskennzahlen, jeder Partie Weizen, die der Müller für das Mehl aus dem das Brot ist, verschnitten hat?
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4005

Beitrag von sybille »

Woher weist du die Qualitätskennzahlen, jeder Partie Weizen, die der Müller für das Mehl aus dem das Brot ist, verschnitten hat?
Oelkanne, der Weizen, aus dem mein Brot hergestellt wird, ist kein Verschnitt. Wegen der Qualitätskennzahlen werde ich mich erkundigen.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4006

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

sybille hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 20:35
Woher weist du die Qualitätskennzahlen, jeder Partie Weizen, die der Müller für das Mehl aus dem das Brot ist, verschnitten hat?
Oelkanne, der Weizen, aus dem mein Brot hergestellt wird, ist kein Verschnitt. Wegen der Qualitätskennzahlen werde ich mich erkundigen.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % ist dein gekauftes Brot mit einem Mehl gebacken worden, dass aus mehr als nur einer Partie Getreide gewonnen wurde.

Der Verschnitt verschiedener Partien ist nichts schlechtes und dient dazu die Mängel einzelner Partien auszugleichen.
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4007

Beitrag von sybille »

Oelkanne, ich habe gerade eine Mail losgeschickt. Der SoLaWi Landwirt wird sicher ne Weile brauchen bevor er antwortet da er jetzt im Sommer und vor allem bei der Trockenheit extrem viel zu tun hat.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4008

Beitrag von Rohana »

Wenn's von einer SoLaWi kommt ist das evtl nochmal was anderes. Ihr seid in einem festen Konzept, eine Art "Vertragsanbau", egal ob der Weizen hui oder pfui wird (übertrieben gesagt) es gibt nunmal kein anderes Brot wenn er ausschliesslich damit backt. Das ist für ihn also kein Risiko, wie es für einen "freien" Bäcker wäre. Insofern ist es nur bedingt vergleichbar.* Ausserdem hat "Bio" an sich nichts mit der Backqualität des Produkts zu tun.

* Dieser Satz enthält keinerlei Wertung. Ich finde SoLaWi ein tolles Konzept, weil es einfach Druck aus der Sache nimmt und langfristige Planung unabhängig von den Launen und Schwankungen der Märkte ermöglicht.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4009

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

sybille hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 20:55 Oelkanne, ich habe gerade eine Mail losgeschickt. Der SoLaWi Landwirt wird sicher ne Weile brauchen bevor er antwortet da er jetzt im Sommer und vor allem bei der Trockenheit extrem viel zu tun hat.
Ich bin gespannt :)
Rohana hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 21:17 Wenn's von einer SoLaWi kommt ist das evtl nochmal was anderes. Ihr seid in einem festen Konzept, eine Art "Vertragsanbau", egal ob der Weizen hui oder pfui wird (übertrieben gesagt) es gibt nunmal kein anderes Brot wenn er ausschliesslich damit backt. Das ist für ihn also kein Risiko, wie es für einen "freien" Bäcker wäre. Insofern ist es nur bedingt vergleichbar.* Ausserdem hat "Bio" an sich nichts mit der Backqualität des Produkts zu tun.

* Dieser Satz enthält keinerlei Wertung. Ich finde SoLaWi ein tolles Konzept, weil es einfach Druck aus der Sache nimmt und langfristige Planung unabhängig von den Launen und Schwankungen der Märkte ermöglicht.
Na ja, selbst der SoLaWi Kleinbetrieb hat mehr als ein Acker, evtl Winter und Sommerweizen
dazu noch etwas Roggen gemischt
und schon hat man ein Verschnitt.

Ist ja wie gesagt nichts schlechtes.
woidler
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4010

Beitrag von woidler »

Wobei "SOLAWI" ja nicht unbedingt heisst, daß man Mitglied der Bio-Anbauverbände sein muß oder sich an solche Regeln freiillig hält.
Selbst die EU-Ökozertifizierung gestattet Stickstoffzugabe über den Grenzen von Bioland und Co , sofern der Dünger selbst wieder EU-ökozertifiziert ist.
ANngesichts der Kunstdünger -Embargos gegen Weißrussland und die Russische Föderation einerseits und der Frage, wie lange noch und zu welchem Preis Gas für die Kunststoffdünger den konventionellen Landwirten noch zur Verfügung stehen werden, gehe ich davon aus , daß sich die Düngung mit Kunstdünger reduzieren wird. DA wird eventuell eine Umstrukturierung Richtung Gründüngung bei viehlosen Betrieben relevant werden .

Und zur AUfrechterhaltung der Brotproduktion wird den Großmühlen und der Backindustrie sicher was einfallen , um auch weiterhin bei eventueller schlechterer Getreidequalität fürs tägliche Brot der Massen zu sorgen.
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