Nö:Oelkanne hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 16:35Backwaren aus Futterweizen funktionieren nicht.Eule hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 16:12 und was würde passieren, wenn man Brot aus proteinärmerem Weizen macht?![]()
Sprich weder Krume, noch Kruste, noch Porenanteil/Verteilung/Größe, noch Form und Teigkonsistenz funktionieren.
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaf ... ng,T6MrBDX
Ein guter Bäcker könne auch aus einem Weizen mit einer schlechten Backqualität ein anständiges Brot machen. Er habe viel mehr Einfluss auf das Produkt als die Pflanzenzüchter und der Landwirt. Zum Beispiel in dem er einen Sauerteig einsetzt anstatt Hefe, den Teig länger gehen lässt oder die Knetung optimal auf das Mehl anpasst.
Kurz gesagt: kommerzielle Interessen und nicht objektive Fakten bestimmen, welches Getreide "Brotgetreide" genannt wird.Es geht um eine Million Tonnen Brotweizen, die bereits auf den deutschen Äckern wachsen und bislang noch nicht als Brotweizen verkauft werden können.
Doch allein mit gutem Zureden an den Getreidehandel werde sich da nichts ändern. Friedrich Longin von der baden-württembergischen Landessaatzuchtanstalt geht davon aus, dass aufgrund der vorhandenen Marktstrukturen, wo viele von wenigen abhängig seien, vielleicht "eine gewisse Regulierung eingreifen muss". Immerhin gehen die Handelsgepflogenheiten momentan auf Kosten der Welternährung und der Umwelt. Und ein Wandel des Weizenhandels hätte für die Bevölkerung, die Umwelt und die Landwirte nur positive Nebenwirkungen, so die Einschätzung der Agrarexperten.

