Bisschen hier, bisschen da, bisschen tralala. Es kommt in D keine neue Ackerfläche dazu.
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
"Bisschen", genau. Wenn das Ding schon so milliardenschwer und toll ist, kann es doch nicht sein dass die keine besseren Lösungen finden, diese brillanten Köpfe...
Bisschen hier, bisschen da, bisschen tralala. Es kommt in D keine neue Ackerfläche dazu.
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Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Im Link:
"Die Verwertung des Bodens bringe den Landwirten derweil langfristig Vorteile. Der Boden passe in die Region, sagte Jülich. Es habe auch Pläne gegeben, den Boden in den Süden Sachsen-Anhalts oder Richtung Brandenburg zu fahren. Dies wäre ein noch viel größerer Aufwand und auch nicht wirklich nachhaltig. "
Wirklich nachhaltig ist es, fruchtbaren Boden zu erhalten. Und zwar nicht als Schüttgut, sondern als Fläche.
In der Regel wird das bei milliardenschweren Deals so gehandhabt, dass der Investor sich die Rahmenbedingungen wünscht und wenn die nicht von der möglichen Standortgemeinde bereitgestellt werden, dann geht man anderswo hin.
Der Bürgermeister oder Landeskreisvorstand oder wer immer das ist muss dann vor das Publikum hinstehen.
Das ganze ist demokratisch, denn es schafft mehr Arbeitsplätze als in der Landwirtschaft verlorengehen.
Andersrum funktioniert es auch: Würde man per Gesetz forderen, dass jede Umnuntzung von land- oder forstwirtschaftlicher Nutzfläche des Nachweises bedarf, dass die benötigten Flächen nicht anderweitig beschafft werden können, dann würde das Landwirtschaftsland für solche Projekte unattraktiv machen und also entwerten.
"Die Verwertung des Bodens bringe den Landwirten derweil langfristig Vorteile. Der Boden passe in die Region, sagte Jülich. Es habe auch Pläne gegeben, den Boden in den Süden Sachsen-Anhalts oder Richtung Brandenburg zu fahren. Dies wäre ein noch viel größerer Aufwand und auch nicht wirklich nachhaltig. "
Wirklich nachhaltig ist es, fruchtbaren Boden zu erhalten. Und zwar nicht als Schüttgut, sondern als Fläche.
In der Regel wird das bei milliardenschweren Deals so gehandhabt, dass der Investor sich die Rahmenbedingungen wünscht und wenn die nicht von der möglichen Standortgemeinde bereitgestellt werden, dann geht man anderswo hin.
Der Bürgermeister oder Landeskreisvorstand oder wer immer das ist muss dann vor das Publikum hinstehen.
Das ganze ist demokratisch, denn es schafft mehr Arbeitsplätze als in der Landwirtschaft verlorengehen.
Andersrum funktioniert es auch: Würde man per Gesetz forderen, dass jede Umnuntzung von land- oder forstwirtschaftlicher Nutzfläche des Nachweises bedarf, dass die benötigten Flächen nicht anderweitig beschafft werden können, dann würde das Landwirtschaftsland für solche Projekte unattraktiv machen und also entwerten.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
30-50 km weiter nach Norden und es wäre absolut kein Problem.Dyrsian hat geschrieben: Di 14. Jun 2022, 19:30 Äh sorry, aber wird hier grade ein milliardenschweres Projekt zur Schaffung dringend notwendiger chip-infratsruktur in Europa kritisiert weil ein bisschen acker überbaut wird?
Unsere Waschmaschinen und Mähdrescher wollen wir aber trotzdem gerne pünktlich haben ...![]()
Da ist nur Sandacker, purer Sand wie am Strand.
Da wächst, überspitzt gesagt, nicht Mal Unkraut.
Klar wird auch da dann 470 ha versiegelt, aber "wertloser" Acker:
Auf dem Sand wächst nichts außer kümmerlich etwas Roggen und Mais in guten Jahren 1,5 m hoch.
Für die Chipherstellung macht der ackerbauliche Wert des Bodens auf dem die Fabrik steht keinen noch so kleinen Unterschied!
Wenn die A14 Norderweiterung fertig ist, kann man von Magdeburg bis zu dem Sandacker in ca 20 Minuten fahren!
Bisher gibts da Bundesstraßen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich kann es nur nochmal betonen: natürlich sehe ich Bodenversiegelung sehr kritisch, ganz besonders, wenn es entweder guten Ackerboden oder wertvolle Naturräume betrifft.
Aber mehrere tausend Arbeitsplätze so ansiedeln, dass sie nur mit dem Auto erreichbar sind? Das kann man nicht ernsthaft als Alternative diskutieren.
Aber mehrere tausend Arbeitsplätze so ansiedeln, dass sie nur mit dem Auto erreichbar sind? Das kann man nicht ernsthaft als Alternative diskutieren.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrec ... ittenbergepenelope hat geschrieben: Mi 15. Jun 2022, 08:18 Aber mehrere tausend Arbeitsplätze so ansiedeln, dass sie nur mit dem Auto erreichbar sind? Das kann man nicht ernsthaft als Alternative diskutieren.
Da liegen seit 173 Jahren Eisenbahngleise...
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Benutzer 6456 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich stimme Oelkanne und Rohana voll zu, es ist in dieser Zeit keine Lösung mehr, so einen guten Boden zu verbauen, weil sich ein Bürgermeister und ein Investor das so ausgedacht haben und man ansonsten vor dem Wähler doof dastehen würde, wenns nicht klappt. Was für ein blödsinniges Argument!
So wie Oelkanne schreibt, ein bisschen weiter weg auf dem Sandboden gebaut, hätte allen Chipverwertern auch pünktlich ihre Chips geliefert! Ebenso ist eine Anbindung mit dem ÖPNV genauso schnell gebaut wie ein Autobahnanschluss, bis dahin hätte man ab HBF einen Pendelverkehr mit E-Bussen einrichten können. Das wäre absolut zeitgemäß und hätte dem Projekt eher eine gute Reputation verschafft.
Aber im Osten wird sowas irgendwie schneller durchgewunken, als man gucken kann, siehe Tesla, da waren sämtliche Bedenken des Umweltamtes bezüglich der Grundwassersituation komplett beiseite gewischt worden. Das Wort "Arbeitsplätze" löst ja bei den OB's in der Region schon halbe Orgasmen aus.
Wann denkt man in diesem Land eigentlich mal um? Reichen Aufstände der jüngsten Generation und die Wahl einer sehr grünen Reigierung immer noch nicht als Bekenntinis der Bevölkerung, dass der Klimawandel eine sehr drohende Realität ist? Und dass man leider auch Chips oder E- Autos nicht essen kann? Wir regen uns so schrecklich darüber auf, dass in Brasilien Regenwälder vernichtet werden oder in Sibirien die borealen Wälder für Ikearegale verschwinden, aber dass hier in unserem Land zig Ha pro Tag verballert werden und für so zeitgemäße Dinge wie Einfamilienhaussiedlungen und Gewerbegebiete verschwinden, scheint kaum jemanden aufzuregen, schon gar nicht unsere Entscheider/innen.
So wie Oelkanne schreibt, ein bisschen weiter weg auf dem Sandboden gebaut, hätte allen Chipverwertern auch pünktlich ihre Chips geliefert! Ebenso ist eine Anbindung mit dem ÖPNV genauso schnell gebaut wie ein Autobahnanschluss, bis dahin hätte man ab HBF einen Pendelverkehr mit E-Bussen einrichten können. Das wäre absolut zeitgemäß und hätte dem Projekt eher eine gute Reputation verschafft.
Aber im Osten wird sowas irgendwie schneller durchgewunken, als man gucken kann, siehe Tesla, da waren sämtliche Bedenken des Umweltamtes bezüglich der Grundwassersituation komplett beiseite gewischt worden. Das Wort "Arbeitsplätze" löst ja bei den OB's in der Region schon halbe Orgasmen aus.
Wann denkt man in diesem Land eigentlich mal um? Reichen Aufstände der jüngsten Generation und die Wahl einer sehr grünen Reigierung immer noch nicht als Bekenntinis der Bevölkerung, dass der Klimawandel eine sehr drohende Realität ist? Und dass man leider auch Chips oder E- Autos nicht essen kann? Wir regen uns so schrecklich darüber auf, dass in Brasilien Regenwälder vernichtet werden oder in Sibirien die borealen Wälder für Ikearegale verschwinden, aber dass hier in unserem Land zig Ha pro Tag verballert werden und für so zeitgemäße Dinge wie Einfamilienhaussiedlungen und Gewerbegebiete verschwinden, scheint kaum jemanden aufzuregen, schon gar nicht unsere Entscheider/innen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wenn ich mir den geplanten Parkplatz so angucke, ist "nur mit dem Auto erreichbar" schon eingeplant. Du glaubst doch nicht dass da irgendwer zu Fuss hingeht?penelope hat geschrieben: Mi 15. Jun 2022, 08:18 Aber mehrere tausend Arbeitsplätze so ansiedeln, dass sie nur mit dem Auto erreichbar sind? Das kann man nicht ernsthaft als Alternative diskutieren.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich kann nur nochmal betonen: ich finde weder die aktuellen Planungen für Intel uneingeschränkt gut, noch den Bau des Tesla-Werkes.
Aber als Argument für einen anderen Standort anzuführen, dass man da doch 30 bis 50 km über Landstraßen hinfahren könnte und auch eine neue Autobahn gebaut würde, ist nun wirklich steinzeitlich. Eine vorhandene Bahnstrecke, die reaktiviert werden könnte, ist ein Argument – klar. Aus meiner Sicht auch ein sehr gutes.
Aber als Argument für einen anderen Standort anzuführen, dass man da doch 30 bis 50 km über Landstraßen hinfahren könnte und auch eine neue Autobahn gebaut würde, ist nun wirklich steinzeitlich. Eine vorhandene Bahnstrecke, die reaktiviert werden könnte, ist ein Argument – klar. Aus meiner Sicht auch ein sehr gutes.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Die Autobahn wird schon gebaut, eigentlich sollte sie schon fertig sein.penelope hat geschrieben: Mi 15. Jun 2022, 09:45 Aber als Argument für einen anderen Standort anzuführen, dass man da doch 30 bis 50 km über Landstraßen hinfahren könnte und auch eine neue Autobahn gebaut würde, ist nun wirklich steinzeitlich.
Und warum ist das aufzählen von Verkehrsanbindungen steinzeitlich?
Reaktivieren? Nein!penelope hat geschrieben: Mi 15. Jun 2022, 09:45 Eine vorhandene Bahnstrecke, die reaktiviert werden könnte, ist ein Argument – klar. Aus meiner Sicht auch ein sehr gutes.
Da fahren im 30 Minuten Takt jeden Tag Personenzüge!
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich habe heute gelesen, dass in Bezug auf Wasserverbrauch ein Kohlekraftwerk um das zigfache schlechter abschneidet als das Tesla Werk. Interessant ist auch, dass in Hamburg große Wasserverbraucher sitzen, die Zusatzstoffe für Fertignahrung herstellen. Finde ich in dem Zusammenhang erwähnenswert.
lg
Winnie07
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