Ich bin natürlich absolut gegen die Neuversiegelung von Flächen und sehe in dem aktuellen Flächenfraß ein riesen Problem.
Eigentlich ist es in Deutschland geltendes Recht, dass nur dann neu versiegelt werden darf, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Das wird aber leider überhaupt kein Stück durchsetzt – weder bei Tesla, noch bei Intel, noch bei den ganzen Neubaugebieten am Rand von zig kleinen Gemeinden, in denen die Dorfkerne veröden (letzteres wird allerdings gerade sehr häufig von den Landwirten in den Gemeinderäten vorangetrieben, die gerne ihr Land als Bauland verkaufen möchten).
Nur gibt es im Fall Tesla-„Wald“ einfach kein realistisches Szenario, in dem die Bäume dort noch wesentlich länger stehengeblieben wären. Das wäre auch ohne Tesla weder wirtschaftlich sinnvoll gewesen, noch unter Naturschutzaspekten relevant. Da auf Waldromantik zu setzen, lenkt von den wirklichen Argumenten und Problemen ab. Es ist ja auch in Magdeburg nicht das Problem, dass die Felder noch einmal abgeerntet werden, bevor man sie bebaut…
(Tesla hängt sicherlich eher aufgrund der Nähe zu Berlin und der damit verbundenen Attraktivität für qualifizierte Leute an dem Standort, als wegen der Nähe zu Polen)
Da kann man sich die Ausmaße des Tesla Fabrik anschauen:
https://www.google.com/maps/place/Tesla ... 13.7902534
Das ist jetzt absolut gesehen nicht so viel größer, als das 08/15-Gewerbegebiet, was man direkt daneben mitten im Nichts an die Autobahn gebaut hat. Tesla mit so einem eigenwilligen Typ an der Spitze sorgt halt einfach nur für sehr viel mehr Aufsehen in den Medien als das Edeka-Lager nebean
Und die Giga

