Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Benutzer 6456 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Frischen Spargel kann man nur ca. 6 Wochen im Jahr essen, er kostet nicht mehr als 4 Portionen Fertigpizza oder ein Stück Fleisch für vier Personen. Ist aber sehr gesund und füllt unsere Speicher mit Asparaginsäure auf. Saisonaler und regionaler geht's doch kaum mit diesem Gemüse.
Meine Erdbeeren werden erst jetzt reif, daher habe ich auch bei den ersten deutschen Erdbeeren zugeschlagen. Dafür sind sie einfach zu lecker und gehören für mich zu dieser Jahreszeit. Da verzichte ich gern auf was anderes.
Ich finde es total traurig, dass durch unser Kaufverhalten sich immer mehr mehr in der bäuerlichen Landwirtschaft ändert. Einige Regionen wie z. B. das Münsterland können so ihre sandigen Böden nutzen und dadurch ihre etwas schlechteren Ernteergebnisse kompensieren. Wenn das auch noch wegfällt, bleiben ja nur noch Schweine und Mais
Meine Erdbeeren werden erst jetzt reif, daher habe ich auch bei den ersten deutschen Erdbeeren zugeschlagen. Dafür sind sie einfach zu lecker und gehören für mich zu dieser Jahreszeit. Da verzichte ich gern auf was anderes.
Ich finde es total traurig, dass durch unser Kaufverhalten sich immer mehr mehr in der bäuerlichen Landwirtschaft ändert. Einige Regionen wie z. B. das Münsterland können so ihre sandigen Böden nutzen und dadurch ihre etwas schlechteren Ernteergebnisse kompensieren. Wenn das auch noch wegfällt, bleiben ja nur noch Schweine und Mais
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strega
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- Wohnort: in der teutonischen Zivilisation, aber fast nie dort....
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
meinste echt dass Deutsche Spargelstechen gehen?
Das sind die polnischen Gastarbeiter, die sich dafür nicht zu schade sind... und die haben sicher nicht deutschen Mindestlohn in vielen Fällen
brutto vielleicht schon, denn wenn Kontrolletti kommen muss ma ja ne weisse Weste haben, aber dann werden intern noch paar Hundert Euro abgezogen für Mehrbettzimmerfeldbett und einmal am Tag Spaghetti... da kannste dann auf 5 Euro netto kommen pro Stunde - möglicherweise, vielleicht zahlen ja die meisten ja auch deutschen Mindestlohn mit Sozialversicherung und trallala
ich hatt mich mal beworben in Österreich auf so nen Job, da lernste die Branche kennen...... aber sorry, bin dann doch auf nen konvi-Hof mit Milchwirtschaft gegangen, wo ich wenigstens 1000 Euro pro Monat für Vollzeit netto rausbekommen hab, bin halt doch nicht aus Rumänien und hab weniger Idealismus
aber ohne diese Gastarbeiter wärs um die deutsche Landwirtschaft freilich noch schlechter bestellt....
aber frag mal nen deutschen Langzeitarbeitslosen ob er/sie/es sagen wir mal 4 Stunden am Tag für nen Eineurojob Spargel stechen tät, wär auch gut für die allgemeine Fitness, kann sein dass die Fittesten ja sagen, aber wieviel Prozent werden das wohl sein?
Da lob ich mir doch die Rumänen und Polen, die haben noch Biss und Ausdauer....
die Deutschen bekommen eh alles hinterhergeschoben, das macht schlapp
aber schätzungsweise sind diese Zeiten dann auch irgendwann vorbei
und das könnt auch gut sein...........
denn so gehts ja nicht weiter auf Dauer, Landwirtschaft ist sowas von abhängig geworden in jeder Hinsicht, das ist sowas von unwürdig!!!!
Ein alter Bauer in der Schweiz, wo ich mal gearbeitet hab ne Weile, hat wiederholt geschrien: "Ich wandere aus!!!! wenn mal wieder irgendeine Nonsens- Verordnung ins Haus flatterte
er hätt nie auswandern können, war zu sehr verwurzelt,
aber das sagt viel.......
es sagt halt dass es so nicht weitergeht
und jetzt schreien sie alle wegen den Kunstdüngerpreisen.... sogar die Christbaum-Baumschulen
geht das nicht auch autonomer?????
Wie haben die Landwirte früher hier gedüngt?????
Bestimmt nicht auf die Art, dass sie ohne Lieferungen aus dem Ausland völlig aufgeschmissen gewesen wären
jaaa, jetzt kommt gleich das Argument, schneller, weiter, grösser, mehr, und die Konkurrenzfähigkeit und soweiter
und die EHHHUUUUH schreibt ja alles vor und ma hat ja keinen Spielraum mehr...................................
ich kenn einen Bauern aus der Steiermark, der pflügt mit eigenen Pferden, erzeugt eigenes Saatgut, verkauft eigenes Gemüse und Getreide von eigenem Saatgut, düngt mit eigenem Mist und eigenem Kompost und Terra preta
und verhungert komischweise nicht und kann die Stromrechung auch noch zahlen
und macht Brennesselsalz, das kostet fast nix, nur Steinsalz im Grossgebinde und Gläschen im Grossgebinde,
und bringt so etwa 5000 Euro im Jahr Gewinn
es geht
nur halt nicht so wie das die Politik vorschreibt
und Kreativität brauchts auch, logo
wer horrende Kosten bedienen muss bleibt Sklave
Das sind die polnischen Gastarbeiter, die sich dafür nicht zu schade sind... und die haben sicher nicht deutschen Mindestlohn in vielen Fällen
brutto vielleicht schon, denn wenn Kontrolletti kommen muss ma ja ne weisse Weste haben, aber dann werden intern noch paar Hundert Euro abgezogen für Mehrbettzimmerfeldbett und einmal am Tag Spaghetti... da kannste dann auf 5 Euro netto kommen pro Stunde - möglicherweise, vielleicht zahlen ja die meisten ja auch deutschen Mindestlohn mit Sozialversicherung und trallala
ich hatt mich mal beworben in Österreich auf so nen Job, da lernste die Branche kennen...... aber sorry, bin dann doch auf nen konvi-Hof mit Milchwirtschaft gegangen, wo ich wenigstens 1000 Euro pro Monat für Vollzeit netto rausbekommen hab, bin halt doch nicht aus Rumänien und hab weniger Idealismus
aber ohne diese Gastarbeiter wärs um die deutsche Landwirtschaft freilich noch schlechter bestellt....
aber frag mal nen deutschen Langzeitarbeitslosen ob er/sie/es sagen wir mal 4 Stunden am Tag für nen Eineurojob Spargel stechen tät, wär auch gut für die allgemeine Fitness, kann sein dass die Fittesten ja sagen, aber wieviel Prozent werden das wohl sein?
Da lob ich mir doch die Rumänen und Polen, die haben noch Biss und Ausdauer....
die Deutschen bekommen eh alles hinterhergeschoben, das macht schlapp
aber schätzungsweise sind diese Zeiten dann auch irgendwann vorbei
und das könnt auch gut sein...........
denn so gehts ja nicht weiter auf Dauer, Landwirtschaft ist sowas von abhängig geworden in jeder Hinsicht, das ist sowas von unwürdig!!!!
Ein alter Bauer in der Schweiz, wo ich mal gearbeitet hab ne Weile, hat wiederholt geschrien: "Ich wandere aus!!!! wenn mal wieder irgendeine Nonsens- Verordnung ins Haus flatterte
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Wie haben die Landwirte früher hier gedüngt?????
Bestimmt nicht auf die Art, dass sie ohne Lieferungen aus dem Ausland völlig aufgeschmissen gewesen wären
jaaa, jetzt kommt gleich das Argument, schneller, weiter, grösser, mehr, und die Konkurrenzfähigkeit und soweiter
und die EHHHUUUUH schreibt ja alles vor und ma hat ja keinen Spielraum mehr...................................
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und verhungert komischweise nicht und kann die Stromrechung auch noch zahlen
und macht Brennesselsalz, das kostet fast nix, nur Steinsalz im Grossgebinde und Gläschen im Grossgebinde,
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Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich habe keine Ahnung was Fertigpizza kostet oder Gemüse pro Kilo aber für den Spargel zahle ich, wie die letzten Jahre auch, 6 €/Kilo. Mit 2 Kilo Spargel und einer guten Portion Kartoffeln können 4 Personen schon satt werden und mann kann sich das Fleisch sparen.Frischen Spargel kann man nur ca. 6 Wochen im Jahr essen, er kostet nicht mehr als 4 Portionen Fertigpizza oder ein Stück Fleisch für vier Personen.
Der Spargelbauer bei dem ich kaufe hat seit Jahrzehnten seine Leute. Sicher nicht mehr dieselben da die ja auch älter geworden sind aber es spricht sich sicher auch in Polen rum wer ein guter Bauer ist. Früher lebten seine Mutter und seine Tante noch auf dem Hof und hatten für die polnischen Spargelstecher/innen gekocht. Er meldet immer alle an und bezahlt ordnungsgemäß.meinste echt dass Deutsche Spargelstechen gehen?
Das sind die polnischen Gastarbeiter, die sich dafür nicht zu schade sind... und die haben sicher nicht deutschen Mindestlohn in vielen Fällen
Und sie bekommen demnächst noch mehr hinterhergeschoben und manch einer der für Mindestlohn arbeitet hat weniger. Mich wundert das nicht das ein Hartz4 Epfänger keine Motivation hat arbeiten zu gehen.Da lob ich mir doch die Rumänen und Polen, die haben noch Biss und Ausdauer....
die Deutschen bekommen eh alles hinterhergeschoben, das macht schlapp
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Dyrsian
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Gleich gibt es wieder einen auf den Deckel, weil, ich glaube wir dürfen hier nicht über solche Sachen wie Hartz 4 diskutieren.
Aber: Man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass wir einen gewissen Anteil der Gesellschaft haben der nicht arbeitsfähig ist. Kinder, Rentner, kranke Menschen, arbeitsunwillige Menschen. Es gibt Leute, die sind einfach nicht sinnvoll auf dem ersten Arbeitsmarkt einsetzbar. Jeder hat seine Geschichte und manchmal führt die Geschichte eben dazu, dass man nicht arbeitsfähig ist. Was sollen wir denn machen?
Szenario 1: Zwangsarbeit - hatten wir hier mal. Möchte das ernsthaft nochmal jemand?
Szenario 2: Leistungen kürzen - schaut mal in die USA, z.B. in die Appalachen oder Detroit. Wollen wir das? Einziger Ausweg Kriminalität?
Szenario 3: 1€ Job und derlei "Anreize". Alles weitgehend abgeschafft weil erwiesenmaßen sinnlos.
Aber: Man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass wir einen gewissen Anteil der Gesellschaft haben der nicht arbeitsfähig ist. Kinder, Rentner, kranke Menschen, arbeitsunwillige Menschen. Es gibt Leute, die sind einfach nicht sinnvoll auf dem ersten Arbeitsmarkt einsetzbar. Jeder hat seine Geschichte und manchmal führt die Geschichte eben dazu, dass man nicht arbeitsfähig ist. Was sollen wir denn machen?
Szenario 1: Zwangsarbeit - hatten wir hier mal. Möchte das ernsthaft nochmal jemand?
Szenario 2: Leistungen kürzen - schaut mal in die USA, z.B. in die Appalachen oder Detroit. Wollen wir das? Einziger Ausweg Kriminalität?
Szenario 3: 1€ Job und derlei "Anreize". Alles weitgehend abgeschafft weil erwiesenmaßen sinnlos.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Tut mir nicht leid für die Wortwahl,strega hat geschrieben: Mo 6. Jun 2022, 12:22 meinste echt dass Deutsche Spargelstechen gehen?
Das sind die polnischen Gastarbeiter, die sich dafür nicht zu schade sind... und die haben sicher nicht deutschen Mindestlohn in vielen Fällen
brutto vielleicht schon, denn wenn Kontrolletti kommen muss ma ja ne weisse Weste haben, aber dann werden intern noch paar Hundert Euro abgezogen für Mehrbettzimmerfeldbett und einmal am Tag Spaghetti... da kannste dann auf 5 Euro netto kommen pro Stunde - möglicherweise, vielleicht zahlen ja die meisten ja auch deutschen Mindestlohn mit Sozialversicherung und trallala
ich hatt mich mal beworben in Österreich auf so nen Job, da lernste die Branche kennen...... aber sorry, bin dann doch auf nen konvi-Hof mit Milchwirtschaft gegangen, wo ich wenigstens 1000 Euro pro Monat für Vollzeit netto rausbekommen hab, bin halt doch nicht aus Rumänien und hab weniger Idealismus
aber ohne diese Gastarbeiter wärs um die deutsche Landwirtschaft freilich noch schlechter bestellt....
aber frag mal nen deutschen Langzeitarbeitslosen ob er/sie/es sagen wir mal 4 Stunden am Tag für nen Eineurojob Spargel stechen tät, wär auch gut für die allgemeine Fitness, kann sein dass die Fittesten ja sagen, aber wieviel Prozent werden das wohl sein?
Da lob ich mir doch die Rumänen und Polen, die haben noch Biss und Ausdauer....
die Deutschen bekommen eh alles hinterhergeschoben, das macht schlapp
aber schätzungsweise sind diese Zeiten dann auch irgendwann vorbei
und das könnt auch gut sein...........
denn so gehts ja nicht weiter auf Dauer, Landwirtschaft ist sowas von abhängig geworden in jeder Hinsicht, das ist sowas von unwürdig!!!!
Ein alter Bauer in der Schweiz, wo ich mal gearbeitet hab ne Weile, hat wiederholt geschrien: "Ich wandere aus!!!! wenn mal wieder irgendeine Nonsens- Verordnung ins Haus flatterte
er hätt nie auswandern können, war zu sehr verwurzelt,
aber das sagt viel.......
es sagt halt dass es so nicht weitergeht
und jetzt schreien sie alle wegen den Kunstdüngerpreisen.... sogar die Christbaum-Baumschulen
geht das nicht auch autonomer?????
Wie haben die Landwirte früher hier gedüngt?????
Bestimmt nicht auf die Art, dass sie ohne Lieferungen aus dem Ausland völlig aufgeschmissen gewesen wären
jaaa, jetzt kommt gleich das Argument, schneller, weiter, grösser, mehr, und die Konkurrenzfähigkeit und soweiter
und die EHHHUUUUH schreibt ja alles vor und ma hat ja keinen Spielraum mehr...................................
ich kenn einen Bauern aus der Steiermark, der pflügt mit eigenen Pferden, erzeugt eigenes Saatgut, verkauft eigenes Gemüse und Getreide von eigenem Saatgut, düngt mit eigenem Mist und eigenem Kompost und Terra preta
und verhungert komischweise nicht und kann die Stromrechung auch noch zahlen
und macht Brennesselsalz, das kostet fast nix, nur Steinsalz im Grossgebinde und Gläschen im Grossgebinde,
und bringt so etwa 5000 Euro im Jahr Gewinn
es geht
nur halt nicht so wie das die Politik vorschreibt
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wer horrende Kosten bedienen muss bleibt Sklave
aber so viel Mumpitz in einem Betrag habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
...und ich dachte gestern noch, der Beitrag im Notfall-Faden, wo Jemand vorrechnet, wieviel € er durch die Preissteigerung von Speiseöl "gewonnen" hat, weil er vorher welches kaufte, sei an Bedeutsamkeit nicht mehr zu unterbieten, - und schon belehrt mich deine o.a. "Information" eines BesserenOelkanne hat geschrieben: Mo 6. Jun 2022, 19:18 Tut mir nicht leid für die Wortwahl,
aber so viel Mumpitz in einem Betrag habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Oder kommt da noch irgendwas an konkreter, sachlicher Kritik nach?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Täte mich auch interessieren.Oder kommt da noch irgendwas an konkreter, sachlicher Kritik nach?
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich versuche eine Brücke zu bauen:
Hier die Kleinen, die ihre Nische gefunden haben und sich darin wohlfühlen, dort die Grossen, die Quadratkilometer nach rationell-wirtschaftlich optimierten Methoden bestellen.
Dazwischen liegen Welten, und jeder der beiden Extreme hätte Grund, aus seiner Sichtweise heraus das Tun des anderen als Mumpitz zu bewerten.
Man kann es ja neutzral bewerten: Wer sein wirtschaftliches Auskommen hat, dabei zurieden ist und weder auf Kosten der anderen noch der Umwelt wirtschaftet, der hat eine Existenzberechtigung.
Hier die Kleinen, die ihre Nische gefunden haben und sich darin wohlfühlen, dort die Grossen, die Quadratkilometer nach rationell-wirtschaftlich optimierten Methoden bestellen.
Dazwischen liegen Welten, und jeder der beiden Extreme hätte Grund, aus seiner Sichtweise heraus das Tun des anderen als Mumpitz zu bewerten.
Man kann es ja neutzral bewerten: Wer sein wirtschaftliches Auskommen hat, dabei zurieden ist und weder auf Kosten der anderen noch der Umwelt wirtschaftet, der hat eine Existenzberechtigung.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Sowas nennt man Nische, die sich unter anderem dadurch definiert, dass sie nicht funktioniert wenn's jeder macht. Der Markt für Brennesselsalz ist relativ überschaubar. Mit Pferden pflügen ist toll, aber langsam. Das kann man auf Gemüseflächen machen die nicht riesig sind, aber sicherlich nicht auf *Flächen*. Eigenes Saatgut erzeugen eh die meisten, mal abgesehen von Raps und Mais.strega hat geschrieben: Mo 6. Jun 2022, 12:22 ich kenn einen Bauern aus der Steiermark, der pflügt mit eigenen Pferden, erzeugt eigenes Saatgut, verkauft eigenes Gemüse und Getreide von eigenem Saatgut, düngt mit eigenem Mist und eigenem Kompost und Terra preta
und verhungert komischweise nicht und kann die Stromrechung auch noch zahlen
und macht Brennesselsalz, das kostet fast nix, nur Steinsalz im Grossgebinde und Gläschen im Grossgebinde,
und bringt so etwa 5000 Euro im Jahr Gewinn
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Es geht nicht darum, eine Nische zu finden, die für jeden passt, sondern eine Nische, die für einen selber passt.
Wenn man auf 500 ha Weizen zu Weltmarktpreisen macht, dann muss man auch nach den Regeln des Weltmarktes tanzen. Wenn man jeden Tag 2000 Liter Milch abliefert, schreibt die Molkerei das Drehbuch, und eine Welt in welcher alle Bauern bloss viel Milch können, würde auch nicht funktionieren.
Deshalb halte ich "dass es nicht funktioniert wenn's jeder macht " nicht für ein sinnvolles Kriterium eigener Erwerbstätigkeit. Es gibt nämlich überhaupt nichts, das funktionieren würde, wenn es jeder machte und wenn keiner etwas anderes machte.
Wenn man auf 500 ha Weizen zu Weltmarktpreisen macht, dann muss man auch nach den Regeln des Weltmarktes tanzen. Wenn man jeden Tag 2000 Liter Milch abliefert, schreibt die Molkerei das Drehbuch, und eine Welt in welcher alle Bauern bloss viel Milch können, würde auch nicht funktionieren.
Deshalb halte ich "dass es nicht funktioniert wenn's jeder macht " nicht für ein sinnvolles Kriterium eigener Erwerbstätigkeit. Es gibt nämlich überhaupt nichts, das funktionieren würde, wenn es jeder machte und wenn keiner etwas anderes machte.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
