emil17 hat geschrieben: Mo 14. Feb 2022, 12:20
Wie oft muss man es noch wiederholen?
Der Übelstand an einem anderen Ort ist keine Ausrede, hier nichts zu verbessern. Denn dann kann jeder nichts machen, weil es andernorts auch schlimm ist, und es geschieht nichts.
Wie oft muss man es noch wiederholen?
Es. wird. durch. dieses. Vorhaben. NICHTS. besser.
In den Ländern in den die Wirkstoffe zugelassen sind, wird sich nichts ändern.
Ich wiederhole es gerne nochmal: Damit es dort besser wird, braucht es auch Importverbote von mit unzulässigen Mitteln hergestellten Waren. Die gibt es schon insofern, als dass importierte Nahrungsmittel und andere Waren auf unzulässige Rückstände von pestiziden Weichmachern usw. geprüft werden (sollten).
Nun ist es für viele Menschen schwierig, anderen etwas zu verbieten, solange man es selber herstellt, um damit Geld zu verdienen.
Die Diskussion gibt es auch bei Waffenexporten: Wenn die Armee eines totalitären Regimes schon die eigene Zivilbevölkerung massakriert, dann doch bitte mit unseren Waffen und nicht mit denen der Russen oder Chinesen. Für die umgebrachten Leute ändert sich nichts, aber wir behalten die Arbeitsplätze. Folglich wäre es dumm, auf den Export solcher Dinge zu verzichten.
Diese Sicht der Dinge kann man zur Kenntnis nehmen. Teilen kann man sie nicht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Und auch in Bezug auf Importverbote könnte man argumentieren, dass wenn wir irgendwas nicht abnehmen, sich sicher ein anderer Abnehmer finden würde. Das kann man annähernd ins Unendliche fortführen.
Es ist halt eine grundsätzliche Frage, ob man die Perspektive hat zu schauen, was man selbst leisten kann, oder ob man sich daran orientiert, auf keinen Fall mehr zu leisten als irgendwer anders.
emil17 hat geschrieben: Mo 14. Feb 2022, 13:43
Ich wiederhole es gerne nochmal: Damit es dort besser wird, braucht es auch Importverbote von mit unzulässigen Mitteln hergestellten Waren. Die gibt es schon insofern, als dass importierte Nahrungsmittel und andere Waren auf unzulässige Rückstände von pestiziden Weichmachern usw. geprüft werden (sollten).
Der Regierung ist doch bewusst dass es hier ein RIESIGES Problem gibt sobald man verbietet Lebensmittel zu importieren die unter anderen Reglementierungen als den in unserem (!) Land geltenden hergestellt wurden, sprich mit Glyphosat, mit Gentechnik, mit betäubungslos kastrieren, schiessmichtot. Aber es muss ja was getan werden um die Ökogier zu befriedigen... Hauptsache auf dem Papier sieht's gut aus, mit den Problemen müssen sich dann andere beschäftigen. Brot aus dem Ausland und Spiele im Inland, schon sind alle happy (ausser den Bauern).
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
emil17 hat geschrieben: Mo 14. Feb 2022, 13:43
Ich wiederhole es gerne nochmal: Damit es dort besser wird, braucht es auch Importverbote von mit unzulässigen Mitteln hergestellten Waren. Die gibt es schon insofern, als dass importierte Nahrungsmittel und andere Waren auf unzulässige Rückstände von pestiziden Weichmachern usw. geprüft werden (sollten).
Hahaha, guter Witz.
Klar gibt es Grenzwerte, aber nicht nur für Wirkstoffe aus dem Inland.
Eine Zeitlang gab es das Kuriosum dass Import-Soja mehr Glyphosat enthalten durfte, als deutsches Soja.
So siehts aus, wenn Wirtschaftlichkeit nicht eine notwendige Randbedingung ist (was sie sein soll), sondern Hauptzweck, dem alles andere untergeordnet wird (was sie nicht sein soll).
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Seit Anfang des Jahres ist in Kalifornien der Verkauf von Schweinefleisch aus Haltungen mit Kasteständen verboten. Ebenso der Verkauf von Eiern aus Käfighaltungen: https://www.nationalgeographic.de/tiere ... utionieren
Insgesamt ist eine Haltung mit Kastenständen bereits in 9 US-Bundesstaaten verboten.
Na da sind die USA ja früh dran mit Eiern aus Käfighaltung... ansonsten sind die Kastenstände in D auch bald kein Problem mehr, weil die meisten Sauenhalter eh aufgeben. Da braucht man gar nicht erst umbauen
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Das war nicht darauf bezogen, dass die Käfighaltung und Kastenstände im Bundesstaat verboten sind (das sind sie schon länger), sondern dass der Verkauf von Eiern aus Käfighaltung und von Fleisch aus Haltung mit Kastenständen verboten ist - egal wo sie herkommen.