Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3661

Beitrag von emil17 »

So siehts aus, wenn Wirtschaftlichkeit nicht eine notwendige Randbedingung ist (was sie sein soll), sondern Hauptzweck, dem alles andere untergeordnet wird (was sie nicht sein soll).
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3662

Beitrag von penelope »

Seit Anfang des Jahres ist in Kalifornien der Verkauf von Schweinefleisch aus Haltungen mit Kasteständen verboten. Ebenso der Verkauf von Eiern aus Käfighaltungen:
https://www.nationalgeographic.de/tiere ... utionieren

Insgesamt ist eine Haltung mit Kastenständen bereits in 9 US-Bundesstaaten verboten.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3663

Beitrag von Rohana »

Na da sind die USA ja früh dran mit Eiern aus Käfighaltung... :roll: ansonsten sind die Kastenstände in D auch bald kein Problem mehr, weil die meisten Sauenhalter eh aufgeben. Da braucht man gar nicht erst umbauen :)
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3664

Beitrag von penelope »

Das war nicht darauf bezogen, dass die Käfighaltung und Kastenstände im Bundesstaat verboten sind (das sind sie schon länger), sondern dass der Verkauf von Eiern aus Käfighaltung und von Fleisch aus Haltung mit Kastenständen verboten ist - egal wo sie herkommen.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3665

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft meldete heute, dass die Bio-Geflügelhalter vermutlich die ersten vom Ukraine-Krieg substanziell betroffenen Lebensmittelproduzenten sind:
Es gibt kein Bio-Eiweisfutter mehr.
Auch nicht mehr zu den derzeitigen Mondpreisen: die Hallen und Silos sind leergefegt.
Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3666

Beitrag von Sven2 »

Oelkanne hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 19:25 Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft meldete heute, dass die Bio-Geflügelhalter vermutlich die ersten vom Ukraine-Krieg substanziell betroffenen Lebensmittelproduzenten sind:
Es gibt kein Bio-Eiweisfutter mehr.
Auch nicht mehr zu den derzeitigen Mondpreisen: die Hallen und Silos sind leergefegt.
Es wird wohl drum gebeten, die Bio- Richtlinien aufzuweichen, um konventionelles Futter nutzen zu können
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3667

Beitrag von Rohana »

Die Bios wollen neuerdings auch mineralische Dünger nutzen hab ich gehört. Da frage ich mich schon was der Spass soll, entweder Bio oder nicht... und wenn's nicht genügend Futter/Betriebsmittel gibt, dann hat es sich ausgebiot, dann muss das als konventionell gelten.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3668

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Sven2 hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 21:33
Oelkanne hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 19:25 Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft meldete heute, dass die Bio-Geflügelhalter vermutlich die ersten vom Ukraine-Krieg substanziell betroffenen Lebensmittelproduzenten sind:
Es gibt kein Bio-Eiweisfutter mehr.
Auch nicht mehr zu den derzeitigen Mondpreisen: die Hallen und Silos sind leergefegt.
Es wird wohl drum gebeten, die Bio- Richtlinien aufzuweichen, um konventionelles Futter nutzen zu können
Das gibt's schon beim Saat und Pflanzgut: ist das Biosaatgut vergriffen darf nach Antrag konventionelles Saatgut/Pflanzgut genutzt werden.
Rohana hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 22:21 Die Bios wollen neuerdings auch mineralische Dünger nutzen hab ich gehört. Da frage ich mich schon was der Spass soll, entweder Bio oder nicht... und wenn's nicht genügend Futter/Betriebsmittel gibt, dann hat es sich ausgebiot, dann muss das als konventionell gelten.
Können sie von mir aus beides tun, da braucht es auch keine Aufweichung von irgendwelchen Richtlinien:
Man muss danach eben wieder drei Jahre umstellen um wieder Bio produzieren zu können.

Mineraldünger wird heute schon im Bioanbau eingesetzt: Kalimagnesia und Kiserit werden bergmännisch gewonnen.
Die weicherdigen Rohphosphate kommen aus den gleichen Phosphatgruben wie die Rohstoffe für konventionelle Phosphatdünger.
Pflanzenschutzmittel brauchen nur einen "Naturstofflichen Charakter": Mineralöl, elementarer Schwefel, Kupferhydroxid und Kaliumhydrogencarbonat kommen in der Natur niemals in den Mengen auf der Pflanze an. Außer der Biobauer fährt mit der Pflanzenschutzspritze.
Der Verbraucher möchte eben gerne beschissen werden.
Ferry
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3669

Beitrag von Ferry »

Bitte seit vorsichtiger mit euren Urteilen.
Wer Bio will muss auch den Preis dafür bezahlen. Wer das nicht will kauft eben billigBio. Da hat man eben nur ein besseres Gewissen wenn man sich nicht damit auseinander setzt.
Was ich meine Bio ist nicht gleich Bio.
Ich war mal auf einer Sitzung eines Anbauverbandes wo ernsthaft darüber geredet wurde das man doch wohl auch Genmais verfüttern könne.

Und Freunden von mir wollte man die Bio Anerkennung absprechen weil sie Hecken gepflanzt haben. Durch eine Förderung finanziert und dadurch keine Bio-Pflanzen gepflanzt. DAS ist doch wohl völlig bescheuert!
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3670

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Ferry hat geschrieben: Mi 30. Mär 2022, 00:20 Bitte seit vorsichtiger mit euren Urteilen.
Wer Bio will muss auch den Preis dafür bezahlen. Wer das nicht will kauft eben billigBio. Da hat man eben nur ein besseres Gewissen wenn man sich nicht damit auseinander setzt.
Was ich meine Bio ist nicht gleich Bio.
Ich war mal auf einer Sitzung eines Anbauverbandes wo ernsthaft darüber geredet wurde das man doch wohl auch Genmais verfüttern könne.

Und Freunden von mir wollte man die Bio Anerkennung absprechen weil sie Hecken gepflanzt haben. Durch eine Förderung finanziert und dadurch keine Bio-Pflanzen gepflanzt. DAS ist doch wohl völlig bescheuert!
Wir urteilen nach den uns vorliegenden Fakten, sprich dem was die EG-Öko-Verordnung und die einzelnen Verbandssatzungen vorschreiben.
Da es hier ganz klar schwarz und weis gibt, braucht man da auch nicht vorsichtig zu urteilen.

Nein, das Beispiel mit deinen Freunden zeigt es ganz gut: wenn man bio will, dann ganz und nicht zu 7/8.
Und dann müssen eben auch die Heckenpflanzen bio sein.

Wenn ich konventionelle Heckenpflanzen auspflanzen will kann ich kein Biobetrieb sein.
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