Naja was genau willst du an einer Blümchenwiese tun wenn sie erstmal drin ist?emil17 hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 09:19 Ihr sollt kein Geld fürs nixtun kriegen. Die Idee ist ja gerade, Subventionen an gesellschaftsrelevante Leistungen zu binden, die nicht über den Produktpreis abgegolten werden.
Der Schweinemastbetrieb tut etwas, genau wie der Bergbauer, was gerne übersehen wird: Er produziert Lebensmittel und erhält nebenbei die Kulturlandschaft, und ist über seine Produktion verbunden mit dem vor- und nachgelagerten Bereich. In einer Zeit, in der die Regale IMMER voll sind, wo es Lieferketten um den halben Globus gibt und der, der beim Preis nicht mitspielt, eben durch einen anderen ersetzt wird, da wird die Lebensmittelproduktion und alles was daran hängt als so selbstverständlich wahrgenommen...Die erbringt ein Schweinemastbetrieb wenig oder gar nicht, der die maximal zulässige Güllemenge ausführt und gerne Sondergenehmigung für noch mehr hätte, ein Bergbauer hingegen sehr wohl.
Wie lange überlebst du ohne Schrauben und Schuhe? Vermutlich länger als ohne Nahrungsmittel, aber wir können es gerne drauf ankommen lassen. Davon abgesehen geht es hier um Urproduktion, die in Zeiten der Globalisierung ja eh kaum noch als lokal notwendig wahrgenommen wird (auch wenn paradoxerweise alle von regional und saisonal reden - vor Ort darf es weder stinken noch laut sein oder auch nur sichtbar...). Hey, alles kein Problem, in D ist man schon auf dem besten Weg auszuprobieren wie schön das sein wird wenn man die Produktion von Lebensmitteln genau wie die von Schrauben oder Schuhen so gut wie möglich ins Ausland verlagert, weil's da billiger istProduktion notwendiger Güter alleine erfüllt das Kriterium nicht
Die Abhängigkeit von Schrauben ist übrigens gar kein schlechtes Beispiel. Dumme kleine Ersatzteile vom Arsch der Welt die mal wieder lange Lieferzeiten haben, können nämlich ganz GANZ grosse Probleme machen. Fängt deswegen nun jemand an, die wieder in D zu produzieren?

