Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Für mich steht ausser Zweifel:
- dass der Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion (nicht Tiermedizin!) ein wesentlicher Teil des Problems resistenter humanpathogener Keime ist;
- dass der Einsatz von Desinfektionsmiteln in Krankenhäusern unabdingbare Voraussetzung zum Erfolg von Behandlungen aller Art ist.
Im Haushalt sind Desinfektionsmittel in der Regel unnötig und schlichte Seife tuts auch. Wer glaubt, dass dem auch bei Wundbehandlungen oder gar in Krankenhäusern so sei, lese die Geschichte von Ignaz Semmelweis ... oder frage eine der vielen hauptberuflich tätigen Fachkräfte in Pflege- oder Arztberufen.
- dass der Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion (nicht Tiermedizin!) ein wesentlicher Teil des Problems resistenter humanpathogener Keime ist;
- dass der Einsatz von Desinfektionsmiteln in Krankenhäusern unabdingbare Voraussetzung zum Erfolg von Behandlungen aller Art ist.
Im Haushalt sind Desinfektionsmittel in der Regel unnötig und schlichte Seife tuts auch. Wer glaubt, dass dem auch bei Wundbehandlungen oder gar in Krankenhäusern so sei, lese die Geschichte von Ignaz Semmelweis ... oder frage eine der vielen hauptberuflich tätigen Fachkräfte in Pflege- oder Arztberufen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
https://www.agrarheute.com/markt/marktf ... ise-589069
Bio-Getreideernte verglichen mit der normalen Ernte 2021: 2,85% der Getreideernte von 6% der Getreidefläche
Bio-Getreideernte verglichen mit der normalen Ernte 2021: 2,85% der Getreideernte von 6% der Getreidefläche
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
https://www.agrarheute.com/politik/ober ... uss-589006
2.000 Mastplätze generieren etwa 530.000 € Umsatz.
Alles darüber soll als "Industrie" gebranntmarkt werden.
Das statistische Bundesamt ordnet Unternehmen mit weniger als 2 Millionen Euro Umsatz als "Kleinstunternehmen" ein, weit entfernt von "Industrie" und Großunternehmen. Denn die fangen bei 50.000.000 € Umsatz und mindestens 249 Beschäftigte an.
Das schaffte nicht Mal die KTG Agrar AG.
Der durchschnittliche ostdeutsche LPG-Nachfolge-Betrieb mit 2.500 oder auch Mal 3.500 Hektar schafft es gerade so in die Kategorie "Kleinunternehmer".
2.000 Mastplätze generieren etwa 530.000 € Umsatz.
Alles darüber soll als "Industrie" gebranntmarkt werden.
Das statistische Bundesamt ordnet Unternehmen mit weniger als 2 Millionen Euro Umsatz als "Kleinstunternehmen" ein, weit entfernt von "Industrie" und Großunternehmen. Denn die fangen bei 50.000.000 € Umsatz und mindestens 249 Beschäftigte an.
Das schaffte nicht Mal die KTG Agrar AG.
Der durchschnittliche ostdeutsche LPG-Nachfolge-Betrieb mit 2.500 oder auch Mal 3.500 Hektar schafft es gerade so in die Kategorie "Kleinunternehmer".
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Dazu kommen die notwendigen erweiterten Fruchtfolgen und Kleegrasjahre, in denen in viehlosen Biobetrieben die Flächen oft nur gemulcht werden, d.h. anteilig ist für den gleichen Ertrag noch mehr Fläche nötig als es die reine Ertragsrechnung je ja Anbaufläche vermuten lässt.Oelkanne hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 09:22 https://www.agrarheute.com/markt/marktf ... ise-589069
Bio-Getreideernte verglichen mit der normalen Ernte 2021: 2,85% der Getreideernte von 6% der Getreidefläche
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Spielt die Menge des Getreides wirklich eine so große Rolle?
Wenn der Boden nicht so aus dem Gleichgewicht gebracht werde soll wie in der konventionellen Landwirtschaft, muss man eben mit weniger Erträgen leben. was ist so schlim daran?
Ich kenne nur Biobauern auf eher "schwierigem" Boden. Auf Sand erntest du einfach weniger als auf Lehm. Um also eine wirkliche Aussage treffen zu können müßte sowas auch mit einbezogen werden.
Wenn der Boden nicht so aus dem Gleichgewicht gebracht werde soll wie in der konventionellen Landwirtschaft, muss man eben mit weniger Erträgen leben. was ist so schlim daran?
Ich kenne nur Biobauern auf eher "schwierigem" Boden. Auf Sand erntest du einfach weniger als auf Lehm. Um also eine wirkliche Aussage treffen zu können müßte sowas auch mit einbezogen werden.
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das ist überfällig und logisch, denn wenn man in einer Halle aus zugekauftem Futter von irgendwo und Wasser und Energie mit einem hoch technisierten Verfahren Fleisch und Abfall erzeugt, dann ist das nicht standortgebunden und folglich Industrie. Mit der eigentlichen Aufgabe der Landwirtschaft, nämlich auf fruchtbarem Boden Nahrung zu erzeugen, hat es jedenfalls wenig zu tun.Oelkanne hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 11:35 https://www.agrarheute.com/politik/ober ... uss-589006
2.000 Mastplätze generieren etwa 530.000 € Umsatz.
Alles darüber soll als "Industrie" gebranntmarkt werden.
Andersrum würde es auch funktionieren, dann müsste man auch Schokoladefabriken oder Kaffeeröstereien privilegieren.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Es gibt eine Unterscheidung:emil17 hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 18:12Das ist überfällig und logisch, denn wenn man in einer Halle aus zugekauftem Futter von irgendwo und Wasser und Energie mit einem hoch technisierten Verfahren Fleisch und Abfall erzeugt, dann ist das nicht standortgebunden und folglich Industrie. Mit der eigentlichen Aufgabe der Landwirtschaft, nämlich auf fruchtbarem Boden Nahrung zu erzeugen, hat es jedenfalls wenig zu tun.Oelkanne hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 11:35 https://www.agrarheute.com/politik/ober ... uss-589006
2.000 Mastplätze generieren etwa 530.000 € Umsatz.
Alles darüber soll als "Industrie" gebranntmarkt werden.
Andersrum würde es auch funktionieren, dann müsste man auch Schokoladefabriken oder Kaffeeröstereien privilegieren.
landwirtschaftliche und gewerbliche Tierhaltung, der Unterschied ist der Viehbesatz. Das stellt sicher dass sie Ausscheidungen auf der eigenen Fläche verwertet werden können und genug eigenes Futter erzeugt werden kann.
Hierbei dürfen kleine Betriebe sehr deutlich mehr Tiere halten als große, bevor sie gewerich werden.
Das was du beschreibst ist gewerbliche Tierhaltung. Die hat weit höhere Hürden als die landwirtschaftliche Tierhaltung.
Von der Obergrenze aus dem Artikel sind aber alle betroffen, gewerbliche wie Landwirtschaftliche Tierhalter.
Für die 2.000 Schweineplätze (das ergeben 4.000 Schweine) braucht es etwa 150 ha Futterfläche. Auf diesen 150 ha dürfte man 6150 Schweine im Jahr mästen (also ein Stall mit 3075 Plätze).
Ich hoffe du siehst selbst dass der Vorschlag Käse ist.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Esse doch heute Abend statt vier Scheiben Brot nur zwei.Ferry hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 17:18 Spielt die Menge des Getreides wirklich eine so große Rolle?
Wenn der Boden nicht so aus dem Gleichgewicht gebracht werde soll wie in der konventionellen Landwirtschaft, muss man eben mit weniger Erträgen leben. was ist so schlim daran?
Ich kenne nur Biobauern auf eher "schwierigem" Boden. Auf Sand erntest du einfach weniger als auf Lehm. Um also eine wirkliche Aussage treffen zu können müßte sowas auch mit einbezogen werden.
spätestens morgen früh, wenn es wieder nur zwei statt vier Scheiben Brot zum Frühstück (alternativ nur eine halbe Schale Müsli statt einer ganzen) gibt, merkst du was daran so schlimm ist wenn man nur die Hälfte erntet.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Du weißt schon das ein großer Teil des geernteten Getreide nicht in der Lebensmittelproduktion landet, oder?
Auch esse ich kaum konventionelles Getreide. Also trage ich das weniger an Ernte schon ein paar Jahrzehnte mit.
Auch esse ich kaum konventionelles Getreide. Also trage ich das weniger an Ernte schon ein paar Jahrzehnte mit.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ohne Außenschutz ist das Vorhaben des BUND einfach nur zerstörerisch.
Wer kann denn heute noch von 2000 Mastplätzen leben?
Das ist mehr oder weniger ein Berufsverbot für viele Schweinehalter und erschwert zusätzlich die Verlagerung bestehender Betriebe aus den Masthochburgen heraus in die Ackerbauregionen, was mehrfach sinnvoll wäre.
In D fehlen uns inzwischen mehr als 50% des Nutztierbestandes, der nötig wäre, um die landwirtschaftlichen Flächen auch nur annähernd in Kreislaufwirtschaft nutzen zu können.
Da wäre ein Verbot der viehlosen Landwirtschaft viel sinnvoller.
Auch in Polen ist der Strukturbruch übel.
Dort haben innerhalb eines Jahres 30% der Schweinehalter aufgegeben.
Zu der Preismisere kommen dort inzwischen in vielen Landesteilen die ASP-Auflagen.
https://www.agrarheute.com/tier/schwein ... ibt-589061
Mag ja sein, das der BUND in guter Absicht handelt. Aber wie so oft geht das komplett nach hinten los.
Wer kann denn heute noch von 2000 Mastplätzen leben?
Das ist mehr oder weniger ein Berufsverbot für viele Schweinehalter und erschwert zusätzlich die Verlagerung bestehender Betriebe aus den Masthochburgen heraus in die Ackerbauregionen, was mehrfach sinnvoll wäre.
In D fehlen uns inzwischen mehr als 50% des Nutztierbestandes, der nötig wäre, um die landwirtschaftlichen Flächen auch nur annähernd in Kreislaufwirtschaft nutzen zu können.
Da wäre ein Verbot der viehlosen Landwirtschaft viel sinnvoller.
Auch in Polen ist der Strukturbruch übel.
Dort haben innerhalb eines Jahres 30% der Schweinehalter aufgegeben.
Zu der Preismisere kommen dort inzwischen in vielen Landesteilen die ASP-Auflagen.
https://www.agrarheute.com/tier/schwein ... ibt-589061
Mag ja sein, das der BUND in guter Absicht handelt. Aber wie so oft geht das komplett nach hinten los.
