Bei der Vermögensverwaltung ist es wichtig, dass man sich nicht zu sehr vom eigenen Herzen und Bauchgefühl leiten lässt, sondern rational und professionell handelt. Nicht umsonst geben Menschen die wirklich reich sind das häufig an externe Dienstleister ("Family Office") ab.Manfred hat geschrieben: Do 2. Dez 2021, 22:48 Nein, dass sind schon marktübliche Preise, die hier aktuell für Bauplätze verlangt werden.
Sie wollen sie nicht selbst kaufen, das habe ich evtl. missverständlich ausgedrückt, sondern dass ich sie verkaufe, weil es viele Anfragen nach Bauland gibt.
Da aber die Erschließungskosten derart explodiert sind und auch nicht absehbar ist, dass sie zeitnah relativ zu den Einkommen wieder sinken würden, ist halt die Frage, wie sich die Baulandpreise und die Nachfrage weiter entwickeln.
Kann gut sein, dass der Spuk in 10-20 Jahren vorbei ist, wenn vermehrt Babyboomer sterben und viele Häuser frei werden, die aktuell nur noch von 1 oder 2 Personen bewohnt werden, aber kurzfristig könnte es eine deutlich Teuerung geben.
Ich kenne die Preise für Bauland in deiner Gegend nicht, man kann sowas in der Regel nachschauen, hier in NRW unter Boris NRW. Nichts anderes machen die Makler auch.
Alle Berechnungen gehen derzeit davon aus, dass die Abwärtsspirale bei den Immobilienpreisen bereits ab ~2025 beginnt. Grund dafür ist die demographische Entwicklung: Die Kindergeneration der Babyboomer (meine Generation) hat bis dahin, eigentlich bereits jetzt, Eigentum erworben. Die Elterngeneration der Babyboomer (mit einer hohen Eigentumsquote) stirbt, viele Babyboomer möchten aus ihren mittlerweile zu groß gewordenen Immobilien heraus. Ein hohes Angebot trifft auf aber dann auf eine sehr geringe Nachfrage, denn die dann nachfolgenden Generationen sind sehr, sehr Wenige. Das ganze spielt sich im Spannungsfeld einer zunehmenderen Verstädterung ab. Das bedeutet, das vermutlich sehr dünn besiedelte Gegenden (und die "Landbevölkerung" ist in weiten Teilen bereits jetzt brutal überaltert) infrastrukturell nicht mehr versorgt werden, d.h. Trinkwasser- und Abwasserversorgung wird dann nicht mehr angeboten, weil es sich nicht mehr kostendeckend realisieren lässt. Dies wird zu einem weiteren Verfall der Immobilienpreise in den ländlichen Regionen führen. Das gilt nicht - oder nur mit Verzögerung - für den Einzugsbereich von Metropolen, aber dort sind bereits jetzt die Preise extrem hoch. Die einzige Variable in der Berechnung ist die Zuwanderung. Es ist aber erfahrungsgemäß nicht davon auszugehen, dass hochqualifizierte und damit finanzkräftige Menschen nach Deutschland einwandern, weil D für Fachkräfte überaus unattraktiv ist (niedrige Löhne, hohe Steuern, hohe Lebenshaltungskosten (Miete!), Einwanderungsregeln undurchsichtig, extreme Bürokratie, beschissenes Wetter).
Das führt zu dem logischen Schluss: Wenn Immobilien / Bauland verkauft werden soll, dann jetzt! Nicht nächstes Jahr, nicht übernächstes Jahr, jetzt! Zu einem sinnvollen Preis. Momentan sitzt man als Verkäufer immer am längeren Hebel.
ich habe das "Wenn" festgesetzt, weil man sich das aus anderen als aus finanziellen Gründen gut überlegen sollte: Es gibt Leute, die KAUFEN Grundstücke an, damit da grade NICHT gebaut wird. Wenn du das Land verkaufst, liegt es eben nicht mehr in deiner Hand ob da ein Hells Angels Clubhaus gebaut wird oder nicht.
Die Inflation ist ein anderes Problem. Der erzielte Erlös sollte natürlich entsprechend angelegt werden, aber da gibt es ja glücklicherweise genügend Möglichkeiten.

