Aus dem Link in top-agrar zur Dieselverteuerung:
Zurzeit gilt in Deutschland für Diesel ein Energiesteuersatz von 47,04 Cent/l. Das sind 18,41 Cent weniger als für Benzin mit 65,45 Cent/l, obwohl der Diesel-Kraftstoff einen höheren Energie- und CO2-Gehalt aufweist.
...
Hintergrund ist die geplante neue EU-Energiesteuerrichtlinie
a) Wusste nicht, dass Diesel CO2 enthält.
b) Wenn es EU-weit gelten soll, dann hätten ja endlich alle gleich lange Spiesse?
c) Wenn Diese teurer wird, dann hat das immerhin den Vorteil, dass weniger unnötige Transporte geschehen (die dänischen Kartoffeln, die in Polen geschält und in Portugal zu Fritten geschnitten werden, um dann in Deutschland auf die Pappe vom Schnellimbiss zu kommen)
d) Wenn Diesel teurer wird steigen die Lebensmittelpreise, damit dürfte auch die Verschwendung etwas zurückgehen und diese Güter werden mehr geachtet, als wenn manche Dinge wie jetzt so billig sind, dass sich nicht mal mehr Wegwerfen lohnt.
sybille hat geschrieben: Mi 1. Dez 2021, 19:25
Einfallen täte mir die Wälder vernünftig aufzuforsten und weiter mit Verbrennungsmotoren zu fahren. Viel Wald produziert auch viel CO2 um das wieder auszugleichen.
Du meinst Sauerstoff?
Wobei du recht hast: Viel Wald produziert tatsächlich viel CO2, weil wo viel Wald ist, ist auch viel Wurzelatmung und viel Streuabbau und viel Bodenleben, das ebenfalls viel CO2 freisetzt. All das wurde irgendwann mal durch grüne Blätter eingefangen.
Ein Wald produziert deshalb über grössere Fläche und über längere Zeit gemittelt ungefähr so viel CO2 wie er CO2 bindet. Oder, was das selbe ist, er (der Wald, nicht bloss die Bäume, solange sie leben) produziert soviel Sauerstoff wie er Sauerstoff verbraucht.
Aufnahmen und Abgabe stehen im Gleichgewicht; wenn dem nicht so wäre würde die Biomasse im Wald unaufhörlich zunehmen, bis die Bäume unter dem eigenen Fallaub ertrinken würden. Auch die Nährstoffkreisläufe würden so nicht funktionieren. Das CO2, das im Wachstum aufgenommen wurde, steckt zum Teil (bestenfalls 1/3) im geernteten Holz. Das sind nach der Ernte vorwiegend kurzlebige Produkte, dann kommt das CO2 wieder raus, wenn Papier und Holz verbrannt werden. Was jedes Jahr in langlebigen Holzprodukten gespeichert wird, ist wenig angesichts der Menge CO2, die ein Wald alljährlich umsetzt.
Wälder können auch CO2 im Humus fixieren, aber das geht vergleichsweise langsam und irgendwann ist auch da Schluss.
Eine Senke für CO ist Wald nur, solange seine Fläche oder seine Biomasse pro Fläche (Holzvorrat) oder sein Bodenkohlenstoff (d.h. Bodenhumus) zunimmt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.