Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Nochmal:
Du willst erhebliche Mengen Fleisch durch pflanzliche Nahrung ersetzen, aber gleichzeitig die Verfügbarkeit pflanzlicher Fette massiv reduzieren und fossile Rohstoffe durch Pflanzenfette substituieren.
Wie funktioniert das?
Wenn man all die vielen Wünsche zusammenrechnet, kommt jedes Mal Wahnsinn dabei heraus.
Aber davon lässt du dich nicht im geringsten beirren. Man braucht ja nur die Menschheit zu perfekten Ökologisten umzuerziehen. Die Pläne, die Menschen zu irgendwas "Perfektem" umzuerziehen, haben ja schon immer super funktioniert...
Bisher ist das noch jedes Mal darauf hinaus gelaufen, dass man sich einige Sündenböcke gesucht hat, an denen die nicht auflösbare Differenz der Masse zwischen Anspruch und Wirklichkeit abreagiert wurde und danach ist es komplett an die Wand gefahren und niemand wollte mehr etwas davon wissen oder gar selbst beteiligt gewesen sein.
Rate, wie es diesmal laufen wird...
Du willst erhebliche Mengen Fleisch durch pflanzliche Nahrung ersetzen, aber gleichzeitig die Verfügbarkeit pflanzlicher Fette massiv reduzieren und fossile Rohstoffe durch Pflanzenfette substituieren.
Wie funktioniert das?
Wenn man all die vielen Wünsche zusammenrechnet, kommt jedes Mal Wahnsinn dabei heraus.
Aber davon lässt du dich nicht im geringsten beirren. Man braucht ja nur die Menschheit zu perfekten Ökologisten umzuerziehen. Die Pläne, die Menschen zu irgendwas "Perfektem" umzuerziehen, haben ja schon immer super funktioniert...
Bisher ist das noch jedes Mal darauf hinaus gelaufen, dass man sich einige Sündenböcke gesucht hat, an denen die nicht auflösbare Differenz der Masse zwischen Anspruch und Wirklichkeit abreagiert wurde und danach ist es komplett an die Wand gefahren und niemand wollte mehr etwas davon wissen oder gar selbst beteiligt gewesen sein.
Rate, wie es diesmal laufen wird...
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Nee, Emil. Ist ja nicht so als ob da jemand oben Soja rein tut und unten Milch und Fleisch rauskommt. Soja ist *eine* Komponente im Mix. Allerdings eine durch seine Zusammensetzung in der Fütterung sehr vorteilhafte! Man kann Soja jederzeit ersetzen (ist ja vorher auch ohne gegangen), muss dabei aber Abstriche diverser Arten in Kauf nehmen.emil17 hat geschrieben: Mi 3. Nov 2021, 08:04 Wir kaufen Soja, um damit Fleisch und Milch zu produzieren
Für die Relationen wäre evtl so ein Artikel interessant: BZL veröffentlicht erste Eiweißbilanz für Deutschland https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemit ... ilanz.html
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wobei ich diese Bilanz nicht verstehe.
Wenn 79% des Eiweiß aus Grundfutter kommen, in D zusätzlich Raps, Bohnen, Soja etc. angebaut werden,
wie soll dann eine Lücke von 25% bestehen?
Das kann doch rechnerisch höchstens zustande kommen, wenn Exporte nicht gegengerechnet werden oder erhebliche Mengen an Raufutter importiert würden.
Wenn 79% des Eiweiß aus Grundfutter kommen, in D zusätzlich Raps, Bohnen, Soja etc. angebaut werden,
wie soll dann eine Lücke von 25% bestehen?
Das kann doch rechnerisch höchstens zustande kommen, wenn Exporte nicht gegengerechnet werden oder erhebliche Mengen an Raufutter importiert würden.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Hier die Tabelle:
https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=3
Daraus wird man etwas schlauer, es ergeben sich aber gleich neue Fragen.
Wir erzeugen im Inland 177.062 Tt Raufutter.
Davon dienen 147.440 Tt als Futtermittel.
Wohin der Rest verschwindet, wird nicht erklärt. Biogas? Einstreu? Industrielle Verwertung?
Die 147.440 Tt Raufutter decken 100% der deutschen Raufutterfütterung und 79% der gesamten Futtermenge von 186.624 Tt.
Und sie decken 38% des Futtereiweißbedarfs.
https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=3
Daraus wird man etwas schlauer, es ergeben sich aber gleich neue Fragen.
Wir erzeugen im Inland 177.062 Tt Raufutter.
Davon dienen 147.440 Tt als Futtermittel.
Wohin der Rest verschwindet, wird nicht erklärt. Biogas? Einstreu? Industrielle Verwertung?
Die 147.440 Tt Raufutter decken 100% der deutschen Raufutterfütterung und 79% der gesamten Futtermenge von 186.624 Tt.
Und sie decken 38% des Futtereiweißbedarfs.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Hier noch was zum Thema Wunschdenken trifft auf Realität:
https://www.facebook.com/christian.lohm ... 9087694707
Der Lesch erzählt zwar auch gerne mal Blödsinn, in diesem Fall hat er aber leider recht.
Die Grundrechenarten beherrscht er.
https://www.facebook.com/christian.lohm ... 9087694707
Der Lesch erzählt zwar auch gerne mal Blödsinn, in diesem Fall hat er aber leider recht.
Die Grundrechenarten beherrscht er.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wobei "Bilanz" auch nicht unbedingt die beste Bezeichnung für das Dokument ist. "Übersicht" über die Herkunft des verfütterten Eiweißes würde es besser treffen.
Eine Bilanz hat ja immer zwei Seiten: wo was herkommt und wo was hinfließt. Wir importieren Futtereiweiß und exportieren "veredeltes" Eiweiß in Form von Fleisch und Milch.
Eine Bilanz hat ja immer zwei Seiten: wo was herkommt und wo was hinfließt. Wir importieren Futtereiweiß und exportieren "veredeltes" Eiweiß in Form von Fleisch und Milch.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Auch fertiges Mischfutter wird exportiert, wenn auch nicht besonders viel, aber immerhin 3,2% der erzeugten Menge:
Seite 21:
https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=3
Seite 21:
https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=3
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Mir stellt sich intuitiv die Frage:
Wenn die Menschen so schlau sind, schlauer als die Natur allemal, wieso bauen sie keine eigenen Biorektoren, die die Wiederkäuer ersetzen.
Dort entstehendes Methan könnte man direkt für Heizung und Energiegewinnung einsetzen.
Wenn die Menschen so schlau sind, schlauer als die Natur allemal, wieso bauen sie keine eigenen Biorektoren, die die Wiederkäuer ersetzen.
Dort entstehendes Methan könnte man direkt für Heizung und Energiegewinnung einsetzen.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
Eberhard
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das nennt sich Biogasanlage. Ist nur viel ineffizienter als Rinder...
Meine Rinder haben jedenfalls vorne ein Mähwerk, hinten einen Miststeuer, der mit jedem Abwurf eine Hand voll Insekten Produziert, dazwischen einen Bioreaktor und eine Milchtankstelle fürs Kalb, sie reproduzieren sich selbst und wenn ich sie verschrotte, bleiben noch ordentlich Fleisch und Nebenprodukte über.
Aber warum einfach, wenn es auch viel komplizierter und teuer und umweltschädlicher geht...
Das Grünland, dass sie erhalten, schluckt über seine Mikroorganismen übrigens mehr Methan als die Kühe freisetzen.
Meine Rinder haben jedenfalls vorne ein Mähwerk, hinten einen Miststeuer, der mit jedem Abwurf eine Hand voll Insekten Produziert, dazwischen einen Bioreaktor und eine Milchtankstelle fürs Kalb, sie reproduzieren sich selbst und wenn ich sie verschrotte, bleiben noch ordentlich Fleisch und Nebenprodukte über.
Aber warum einfach, wenn es auch viel komplizierter und teuer und umweltschädlicher geht...
Das Grünland, dass sie erhalten, schluckt über seine Mikroorganismen übrigens mehr Methan als die Kühe freisetzen.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
ASP-Restriktionsgebiete: „Hier wird der Tierschutz mit Füßen getreten“
"Im Moment stehen in unseren Mastställen 1.250 schlachtreife Schweine, die zwischen 170 und 180 kg auf die Waage bringen. Die Tiere sind bereits deutlich aus der Abrechnungsmaske gewachsen, doch wir haben keine Möglichkeit, die Schweine zu vermarkten. In den Buchten wird es immer enger, und es droht ein massives Tierschutzproblem, aber niemand will uns helfen. Hier wird der Tierschutz mit Füßen getreten“, beklagt Schweinemäster Matthias Averkamp aus Gusow-Platkow im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland."
https://www.topagrar.com/schwein/news/a ... 28977.html
"Im Moment stehen in unseren Mastställen 1.250 schlachtreife Schweine, die zwischen 170 und 180 kg auf die Waage bringen. Die Tiere sind bereits deutlich aus der Abrechnungsmaske gewachsen, doch wir haben keine Möglichkeit, die Schweine zu vermarkten. In den Buchten wird es immer enger, und es droht ein massives Tierschutzproblem, aber niemand will uns helfen. Hier wird der Tierschutz mit Füßen getreten“, beklagt Schweinemäster Matthias Averkamp aus Gusow-Platkow im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland."
https://www.topagrar.com/schwein/news/a ... 28977.html
