Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3231

Beitrag von Manfred »

Hier noch was zum Thema Wunschdenken trifft auf Realität:

https://www.facebook.com/christian.lohm ... 9087694707

Der Lesch erzählt zwar auch gerne mal Blödsinn, in diesem Fall hat er aber leider recht.
Die Grundrechenarten beherrscht er.
penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3232

Beitrag von penelope »

Wobei "Bilanz" auch nicht unbedingt die beste Bezeichnung für das Dokument ist. "Übersicht" über die Herkunft des verfütterten Eiweißes würde es besser treffen.

Eine Bilanz hat ja immer zwei Seiten: wo was herkommt und wo was hinfließt. Wir importieren Futtereiweiß und exportieren "veredeltes" Eiweiß in Form von Fleisch und Milch.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3233

Beitrag von Manfred »

Auch fertiges Mischfutter wird exportiert, wenn auch nicht besonders viel, aber immerhin 3,2% der erzeugten Menge:

Seite 21:
https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=3
Eberhard
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3234

Beitrag von Eberhard »

Mir stellt sich intuitiv die Frage:
Wenn die Menschen so schlau sind, schlauer als die Natur allemal, wieso bauen sie keine eigenen Biorektoren, die die Wiederkäuer ersetzen.
Dort entstehendes Methan könnte man direkt für Heizung und Energiegewinnung einsetzen.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3235

Beitrag von Manfred »

Das nennt sich Biogasanlage. Ist nur viel ineffizienter als Rinder...
Meine Rinder haben jedenfalls vorne ein Mähwerk, hinten einen Miststeuer, der mit jedem Abwurf eine Hand voll Insekten Produziert, dazwischen einen Bioreaktor und eine Milchtankstelle fürs Kalb, sie reproduzieren sich selbst und wenn ich sie verschrotte, bleiben noch ordentlich Fleisch und Nebenprodukte über.
Aber warum einfach, wenn es auch viel komplizierter und teuer und umweltschädlicher geht...
Das Grünland, dass sie erhalten, schluckt über seine Mikroorganismen übrigens mehr Methan als die Kühe freisetzen.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3236

Beitrag von Manfred »

ASP-Restriktionsgebiete: „Hier wird der Tierschutz mit Füßen getreten“

"Im Moment stehen in unseren Mastställen 1.250 schlachtreife Schweine, die zwischen 170 und 180 kg auf die Waage bringen. Die Tiere sind bereits deutlich aus der Abrechnungsmaske gewachsen, doch wir haben keine Möglichkeit, die Schweine zu vermarkten. In den Buchten wird es immer enger, und es droht ein massives Tierschutzproblem, aber niemand will uns helfen. Hier wird der Tierschutz mit Füßen getreten“, beklagt Schweinemäster Matthias Averkamp aus Gusow-Platkow im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland."

https://www.topagrar.com/schwein/news/a ... 28977.html
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3237

Beitrag von Manfred »

Wegen der Düngerkrise und stark rückläufiger Tierbestände wird jetzt auch die Gülle knapp:

https://www.topagrar.com/markt/news/nat ... 30068.html

Mal sehen, wie das zukünftig klappt, mit der viovegan-tierlosen Landwirtschaft.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3238

Beitrag von Rohana »

Eberhard hat geschrieben: Mi 3. Nov 2021, 14:11 Mir stellt sich intuitiv die Frage:
Wenn die Menschen so schlau sind, schlauer als die Natur allemal, wieso bauen sie keine eigenen Biorektoren, die die Wiederkäuer ersetzen.
Dort entstehendes Methan könnte man direkt für Heizung und Energiegewinnung einsetzen.
Die Biogasanlage wird nicht umsonst Betonkuh genannt.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3239

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Mi 3. Nov 2021, 11:13Man kann Soja jederzeit ersetzen (ist ja vorher auch ohne gegangen), muss dabei aber Abstriche diverser Arten in Kauf nehmen.

Für die Relationen wäre evtl so ein Artikel interessant: BZL veröffentlicht erste Eiweißbilanz für Deutschland https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemit ... ilanz.html
Mir wäre eine Landwirtschaft lieber, die nicht 25% Soja zufüttert, sondern Fleisch zu 100% auf Rauhfutterbasis produzierte, das nicht importiert werden muss. Die 25% weniger Milch und Fleisch produzierte, und der Milch- und Fleischpreis um 25% höher wäre.

Weil die Bauern die Futter zukaufen, billiger produzieren können, haben diejenigen das Nachsehen, die Nahrungsmttelproduktion wörtlich nehmen. Da läuft was schief. Habe ich jetzt etwas gegen die Landwirtschaft, weil ich das feststelle?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3240

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Mi 3. Nov 2021, 09:58 Du willst erhebliche Mengen Fleisch durch pflanzliche Nahrung ersetzen, aber gleichzeitig die Verfügbarkeit pflanzlicher Fette massiv reduzieren und fossile Rohstoffe durch Pflanzenfette substituieren.
So kann ich auch:
Du willst also weiterhin Wälder auf anderen Kontinenten roden, damit pflanzliches Futtereiweiss und -fett billig bleibt, der ruinöse Produktionsintensivierungswettbewerb noch etwas weiter getrieben werden kann und das Zeug so billig wie möglich bleibt?


Übrigens (genau lesen hilft):
Du willst erhebliche Mengen Fleisch durch pflanzliche Nahrung ersetzen: ja
gleichzeitig die Verfügbarkeit pflanzlicher Fette massiv reduzieren: um das was jetzt verfüttert wird
und fossile Rohstoffe durch Pflanzenfette substituieren: NEIN, wo behaupte ich das?

Rinder sollen Rauhfutter verwerten und Hühner und Schweine Abfälle der Lebensmittelproduktion aller Art. Aber diese Tiere sollen nicht durch Ackerbau ernährt werden.
Manfred hat geschrieben: Mi 3. Nov 2021, 09:58
Bisher ist das noch jedes Mal darauf hinaus gelaufen, dass man sich einige Sündenböcke gesucht hat, an denen die nicht auflösbare Differenz der Masse zwischen Anspruch und Wirklichkeit abreagiert wurde und danach ist es komplett an die Wand gefahren und niemand wollte mehr etwas davon wissen oder gar selbst beteiligt gewesen sein.
Du kennst die Sündenböcke ja schon lange, das sind für Dich die Leute, die das Lied "Produktion über alles " nicht mitsingen, sondern für die die Umwelt auch einen Wert darstellt. Dabei ist die Frage nicht, ob Produktion oder nicht, sondern vieviel und zu welchem Preis, und wer die Nachteile dieser nicht nahhaltigen Wirtschaft zu tragen hat.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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