Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
Rati
Beiträge: 3654
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#981

Beitrag von Rati »

Sven2 hat geschrieben: Mo 23. Mär 2020, 09:43 @ Rati:

Nicht dicht hab ich jetzt tatsächlich keinen expliziten Beleg gefunden, ich dachte das irgendwo auch schriftlich zu haben, dann ists wohl meine eigene Erfahrung... Hab beim hantieren mit blauer Lebensmittelfarbe manchmal leicht blaue Finger oder (viel schöner) kennt ihr so Hitzecremes? Die gehen gerne mal durch...

Das RKI spricht von Fehlern (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Kr ... chuhe.html), und es gibt eine gewisse Menge an defekten Handschuhen pro Packung, das wird mit dem AQL Wert auf der Packung angegeben. Das sind auf jeden Fall die Risikofaktoren, wodurch was durckommt...
gut, das deckt sich mit meinem Wissen. Auch Arbeit muß ich öfter Handschuhe (bei uns ist material Nitil standard) tragen
Also von vorn herein fehlerhafte Handschuhe eher selten. Aber mensch muss da schon aufpassen, die reißen schnell mal oder mensch pikst sich an irgendwelchen kanten Löcher rein.
Manche Lösungsmittel gehen auch glatt durch Alkohol nich, Aceton schon eher.
viktualia hat geschrieben: Mo 23. Mär 2020, 10:08 Find ich nicht unbedingt, sich den Säureschutzmantel mit dem Plastikzeug platt machen ist weit verbreitet und ein Risikofaktor
sicher, aber zu oft waschen und desinfizieren macht den Schutzmantel (inclusive der säureerzeugenden Mikros auf unserer Haut) der Haut noch mehr kaputt. :)

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
viktualia

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#982

Beitrag von viktualia »

zu oft waschen und desinfizieren macht den Schutzmantel (inclusive der säureerzeugenden Mikros auf unserer Haut) der Haut noch mehr kaputt.
Aber doch in Relation zur verwendeten Seife, rsp. dem Mittel (es gibt speziell rückfettende und Desinfektion für Flächen),
der Häufigkeit des Waschens,
der verwendeten (oder nicht verwendeten) Creme und,
last bur not least, dem Zustand der Hände.

Und zum "noch mehr" (kaputt):
cave! das Ding hat, wie alles im Leben, zwei Seiten:
mir ging es ja eben noch um die "Brötchen", also was durch Anfassen kontaminiert wird.
(Der Gegenstand, nicht die Hände selber.)

(Halb o.t: ich hab in meinem Fundus ne Seife gefunden, die hab ich aus nem Afrika-Laden.
Riecht sehr alkalisch, erinert mich an meine Oma früher.
Die nehm ich "pur" jetzt hin und wieder
und schmelz mir nen Teil grad ein, um das mit Fett (Kokos- und Kakao) und nem Myrrhe-Öl Auszug und Honig (u. äth. Öl)
zu ner milderen, "heilsamen" Geschichte aufzumischen.)
Rati
Beiträge: 3654
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#983

Beitrag von Rati »

viktualia hat geschrieben: Mo 23. Mär 2020, 11:44
Rati hat geschrieben:zu oft waschen und desinfizieren macht den Schutzmantel (inclusive der säureerzeugenden Mikros auf unserer Haut) der Haut noch mehr kaputt.
Aber doch in Relation zur verwendeten Seife, rsp. dem Mittel (es gibt speziell rückfettende und Desinfektion für Flächen),
der Häufigkeit des Waschens,
der verwendeten (oder nicht verwendeten) Creme und,
sicher :) klar, aber mensch sollte sich bewust sein, jedes waschen mit chemischen Zusätzen greift die Schutzschicht der Haut an und jedes verwenden von Creme stört den natürlichen Eigenfettungsprozesse der Haut & wie zB bei Lippenbalsam, "verlernt" die Haut durch regelmässiges cremen es selber zu machen.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
viktualia

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#984

Beitrag von viktualia »

Rati, was ist los, normalerweise "relativierst du sauberer" -
verwenden von Creme stört den natürlichen Eigenfettungsprozesse der Haut & wie zB bei Lippenbalsam,
als "Lippenbalsam" nehm ich seit Jahren wenn, dann nur Honig. Und das kurbelt die Eigenproduktion eher an, als dass es sie zukleistert.
Auch wenn du hier natürlich (ebenfalls grundsätzlich) Recht hast.

Aber wie weit meine Hände von Seife, Wasser, Desinfektionsmittel geschädigt werden,
hängt (auch) davon ab, wann ich welche/wieviel Creme/Salbe nehme, bzw. brauchen würde,
weil ich halt Fett entferne mit jedem Waschen.
(Ich hab mir vor Jahren schon angewöhnt, an Tagen wo ich Gartenarbeit mache, die mehrmaliges Händewaschen erfordert,
die Hände vorher gründlich einzufetten. Klappt gut.)
Und ich nehme, wie wohl viele hier, nicht irgendein 0815 Fett, sondern möglichst wenig verarbeitete Geschichten.
elisabeth
Beiträge: 127
Registriert: Fr 21. Jan 2011, 15:38

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#985

Beitrag von elisabeth »

Zu den Einweghandschuhen: wer sie „länger“ tragen kann (also sie nicht wie Ärzte und Krankenschwestern von Patient zu Patient wechseln muss) dem kann ich empfehlen dünne Baumwollhandschuhe darunter anzuziehen. Man kann trotzdem noch komfortabel damit arbeiten (nicht zu dick das Ganze) und es ist um Längen angenehmer, wenn man nicht so aufgeweichte Hände bekommt und man braucht auch nachher nicht „Tonnen“ von Handcreme oder Sonstiges, weil die Haut so ausgetrocknet ist. Die Baumwoll- bzw. heißen die bei uns Zwirn-Handschuhe (gibt´s in Apotheken) wasche ich mit 60 (statt vorgeschrieben 30) Grad und sie halten trotzdem relativ lange.
kaliz
Beiträge: 606
Registriert: Di 31. Dez 2013, 22:57

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#986

Beitrag von kaliz »

Bei Einweghandschuhen gibt es massive Unterschiede. Kommt halt auch stark an für welchen Zweck man sie braucht und es gibt definitiv auch komplett Wasserdichte. Macht halt einen Unterschied ob man schnell mal ein Brot aus der Vitrine nehmen oder mit starken Säuren hantieren will. Als Chemikerin habe ich sehr viel mit starken Säuren gearbeitet, wenn da die Säure einfach so durch ginge wäre der gesamte Zweck des Handschuhs nicht gegeben.
Nitrilhandschuhe sind meiner Erfahrung nach reißfester und angenehmer zu tragen als Latex, abgesehen davon, dass weniger Leute allergisch darauf reagieren. Von gepuderten Handschuhen würde ich eher abraten, nicht zuletzt weil ich das Puder nicht vertrage.
Die Empfehlung für dünne Unterziehhandschuhe aus Stoff kann ich bestätigen. Ansonsten fangen die Hände schnell zu schwitzen an was zu unangenehmen Hautekzemen führen kann.
Eule
Beiträge: 461
Registriert: So 8. Aug 2010, 19:06
Wohnort: Hunsrück

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#987

Beitrag von Eule »

"Planen für den Notfall..." ist das Thema, und mein letzter Beitrag bezog sich auf den Notfall, das Jemandem in diesen Zeiten die häuslichen Vorräte ausgehen und er/sie darauf angewiesen ist, sich im Einzelhandel damit zu versorgen.
Die aufgezählten Schritte sollen das Risiko minimieren, sich von einem unwissentlich infizierten Marktmitarbeiter oder Kunden auf Kontaktflächen oder Produkten hinterlassene Viren einzufangen. Das hat weder 'was mit Vertrauen gegenüber Personal des Ladens, noch mit dem Säureschutzmantel der Haut zu tun, denn nach meiner Kenntnis durchdringt das Virus nicht die Haut, sondern kommt über Schleimhäute in den Körper. Viel mehr geht es um die in der zuvor zitierten Studie genannten Zeiträume, die das Virus auf verschiedenen Oberflächen überdauert, bevor es nicht mehr infektiös ist.
Von Einweghandschuhen war übrigens auch nicht explizit die Rede, - ich verwende normale dünne Garten-Lederhandschuhe, die ich im Auto deponiere.
woidler
Administrator
Beiträge: 626
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 00:03

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#988

Beitrag von woidler »

ich hab mal in Unfallverhütungsvorschriften zum Infektionsschutz gelesen, daß man eigentlich zwei "OP-Handschuhe" übereinander anaziehen soll, idealer weise zuerst aus dunklem Material und drüber aus hellen. Hat man einen Riss in der äußeren Schicht, erkennt man ihn besser , wenn man die dunkle Farbe sieht.

Außerdem gibt es dann natürlich auch schwerere Qualitäten von "Gummi"-Handschuhen , zB Haushaltshandschuhe fürs Putzen , gummierte Arbeitshandschuhe oder Kautschukhandschuhe für Arbeiten mit aggressiven chemischen Substanzen.

Ich denk mir , daß zur Vermeidung des Kontakts mit Viren beim Öffnen von Türen , beim Einkaufen, beim Entgegennehmen von Post ein Baumwoll- oder auch Lederhandschuh besser ist als gar keiner. Stoffhandschule lassen sich waschen. Es besteht ja trotzdem auch die Möglichkeit, sich nach dem Ausziehen der Handschuhe die Hände zu waschen oder noch zusätzlich zu desinfizieren.

Gummierte Arbeitshandschuhe haben meiner Ansicht nach den Vorteil , daß man sie, wenn sie breite Stulpen haben, leichter an- und
ausziehen kann, und daß man sie, wenn man sie noch anhat , gleich noch desinfizieren kann . (sofern man was passenendes hat)

Ähnliche Situation ist ja auch bei Masken. Am sichersten sind wohl Atemschutz/Gasmasken, die man noch nicht in der Öffentlichkeit sieht,
dann folgen FFP3 , dann FFP2 Masken. Den Nasen-Mundschutz , wie er bei Operationen verwendet wird, dient eigentlich dazu, um zu verhindern, daß der Operateur den Patienten in die OP-Wunde nießt spukt. Nasen-Mundschutz ist jetzt kein zugelassenen Infektionsschutzgerät, aber ich geh für mich davon aus, daß es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein paar auf mich abgenieste Viren abhalten kann . Man trägt das Ding nich ja nicht stundenlang und sollte es auch mit Vorsicht ablegen und entsorgen . Wenn mir wer in das gesicht nießt, gehe ich von einem merklichen Risiko aus, bei dme es mir nichts hilft, daß er Nießer in die Armbeuge hätte nießen müssen . Persönlich würde ich bei der Wahl zwischen einem dünnen Mund-Nasenschutz aus dünnem Gewebe einen selbstgenähten Gesichtsschutz aus festem Stoff vorziehen . und besser als gar nichts ist sich auch ein Schal.

Es muß jede/r im privaten Bereich schauen, ob er sich schützen will, welche Mittel er hat und welche er einsetzen kann. Meiner Meinung nach greif ich lieber zu den nicht ganz 100 % Schutzmaßnahmen, um Risiko zu minimieren , als daß ich gar nix mache, weil ich den vorgeschriebenen normierten Infektionsschutz -Standart nicht einhalten kann . aber das soll sich jede/r selber überlegen.


woidler
Hildegard
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 1704
Registriert: Mi 11. Aug 2010, 21:33
Wohnort: Oberösterreich

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#989

Beitrag von Hildegard »

Teetrinkerin hat geschrieben: Mo 23. Mär 2020, 08:46 Sorry, für den Themenwechsel, aber mir geht gerade anderes durch den Kopf:

Wenn man Lagerhaltung plant, dann ist es ja auch Voraussetzung, entsprechende Lagermöglichkeiten zu haben. Bisher haben wir leider nur einen zu warmen Keller und eine eingegrabene Wa-Ma-Trommel. Wir wollen aber bis zu diesen Herbst noch eine Art eingegrabenes Frühbeet in Angriff nehmen (einfach mal auf youtube nach Erdkeller schauen - Ingoderliegeradler hat da was tolles gezeigt, was wir umsetzen möchten).

Eine weitere Idee ist es, in einem Kellerschacht (vom Heizungsraum) Gemüse oder Obst zu lagern. Das habe ich nun auch schon ein paar mal gelesen, aber nichts genaueres, welche Vorkehrungen dafür am besten getroffen werden. Nun hätte ich die Möglichkeit, an zwei Styroporkisten zu kommen. Macht das Sinn? Ich dachte, dann könnte man sich das Dämmen des Schachtes mit irgendwelche Materialien sparen. Nur oben auf etwas Dämmung und ein Brett - fertig.

Meint ihr, das könnte klappen mit den Styroporboxen?
Ja das klappt. Zumindest hat das im vergangenen Winter bei mir exzellent geklappt. Hab auch 2 solcher Verpackungs- Kisten vor der Entsorgung gerettet und auf der Nordseite des Hauses (Sibirien)aufgestellt.Ein 15kg Sack Karotten lagerte drin den ganzen Winter.Ich hab unten und oben noch Luftpolsterfolie gelegt. waren sehr tiefe Temperaturen angesagt, habe ich noch eine Decke als Schutz drübergeworfen.Also dioe arotten haben bis jetzt keinen Schaden bekommen und auch keine einzige ist verfault, sind wie frisch geerntet. die 2. wurde mit Äpfeln befüllt, die stand in der Holzhütte. Die haben auch wunderbar gehalten.
ich hab schon länger so eine Isolierkiste für Speisentransport aus dem Gastrobedarf am Balkon als Erweiterung des Kühlschrankes im Sommer, bzw. für Gemüse im Winter stehen. Optimal. Man muss aber regelmäßig lüften, und auch fdür Luftzirkulation sorgen (grober Schaumgummi unter die Ware), damit kein Schimmel entsteht.
Gemüse kann man auch trocknen!
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
Hildegard
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 1704
Registriert: Mi 11. Aug 2010, 21:33
Wohnort: Oberösterreich

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#990

Beitrag von Hildegard »

Zur "Schutzkleidung" im Privatgebrauch..wie wärs mit einer Burka? :hmm: ;)
Die Pesträuber haben sich auch mit pflanzlichen Mitteln vor den Erregern geschützt. Nelken, Wacholder, ..
Zitronenmelisse Hydrolat kann man ganz angenehm als Mundspray verwenden.Wasserstoffperoxid 3% spülen, gurgeln,,ein günstiges, effektives Desinfektionsmittel für den Mund-Rachenraum..und dort vermehren sich die Viren am liebsten, bevor sie in die Lunge wandern.
Ich hab auch Sprays mit Silberkolloid aufgestellt zur Handdesinfektion, greift die Haut nicht so an wie Sterillium.

Ansteckung

"Iss Kranewitt und Bibernell, dann stirbst du nit so schnell!" Im Mittelalter aßen die Menschen Wacholderbeeren oder räucherten ihre Behausung mit Wacholder aus um Mensch und Tier vor Ansteckung zu schützen.
In die Maske kann man ätherisches Öl tropfen (Teebaum...)
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
Antworten

Zurück zu „Sonstiges“