Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2561

Beitrag von Rati »

emil17 hat geschrieben: Di 29. Okt 2019, 08:07 Wer sich lieber auf Leute wie Keckl als Botschafter stützt (Grundton: alle die das anders sehen haben keine Ahnung oder schützen ihre eigenen parasitischen Pöstchen), der wird nur bei denen Zustimmung bekommen die es eh schon immer gewusst haben. Diejenigen, auf die es ankommt, nämlich die Konsumenten, die andere Lebensinhalte als Landwirtschaft haben, wenden sich schon des Stils wegen eher angewidert ab.
:daumen:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2562

Beitrag von Manfred »

Eine theoretisch ausgeglichene Import-Export-Bilanz hilft euch aber in der Krise wenig.
Dann interessiert, wo und wie lange ihr euch tatsächlich mit Lebensmitteln versorgen könnt, wenn die zentralisierten Knoten ausfallen. Dann wird euer feuchter Traum von der Reduzierung der Menschheit schnell lokale Realität.
Ich als Humanist möchte das nicht. Deshalb messe ich solchen Überlegungen Bedeutung zu.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2563

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

@Manfred, wen meinst du da mit "euch"? :schaf_1:
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2564

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Di 29. Okt 2019, 17:28(In der Krise) interessiert, wo und wie lange ihr euch tatsächlich mit Lebensmitteln versorgen könnt, wenn die zentralisierten Knoten ausfallen.
Wenn die zentralen Knoten ausfallen, funktioniert auch die Landwirtschaft nicht mehr, eben weil sie industriell ist und nicht mehr Selbstversorgung mit Überschussverkauf. Geld, Dünger, Diesel, Strassenverkehr, Stromversorgung ... welcher Landwirt kann ohne das weiterwirtschaften?
Manfred hat geschrieben: Di 29. Okt 2019, 17:28Ich als Humanist möchte das nicht. Deshalb messe ich solchen Überlegungen Bedeutung zu.
Da kannst du entweder den Keller mit Konserven füllen und warten und hoffen, oder - und das ist meine Vision von Humanismus - mit fairem Handel und Umweltschutz dafür sorgen, dass die Produktionsgrundlagen nicht wegbrechen und es deshalb gar nicht erst zur Krise kommt. Fairer Handel und respektvoller Umgang mit Nachbarn und Umwelt ist die beste Krisenvorsorge! Deshalb ist auch eine ausgeglichene Exportbilanz wichtig, denn sonst gibt einer und der andere nimmt, was langfristig für beide Teile nicht gut ist.
Im Moment hat Deutschland einen riesigen Exportüberschuss, der wird via gemeinsame Währung und Weltbank den anderen Ländern als Kredit wieder Verfügung gestellt, damit die Exportwirtschaft nicht mangels Zahlungsfähigkeit der ausländischen Kunden einbricht. Die Zeche bezahlen auch die inländischen Arbeitnehmer und Selbständigen, die zu Dumpingpreisen arbeiten müssen, damit die Exportwirtschaft konkurrenzfähig bleibt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2565

Beitrag von Manfred »

emil17 hat geschrieben: Di 29. Okt 2019, 17:56 und das ist meine Vision von Humanismus - mit fairem Handel und Umweltschutz dafür sorgen, dass die Produktionsgrundlagen nicht wegbrechen und es deshalb gar nicht erst zur Krise kommt. Fairer Handel und respektvoller Umgang mit Nachbarn und Umwelt ist die beste Krisenvorsorge!
Wieso kämpfst du dann ständig gegen deine eigene Vision?

Abgesehen davon lässt sich die Krise nicht mehr abwenden.
Die aufgebauten Blasen sind so groß, wie soll man da noch kontrolliert die Luft ablassen?
Einem einzelnen Staat ist das nicht mehr möglich und global wird es keine Einigung auf koordiniertes Handeln geben.
Die Schweiz, die übrigens einen deutlich größeren Industrie-Export pro Person halt als D, hat versucht, sich gegen die Blasen zu stellen, und ist grandios gescheitert. Jetzt druckt sie Franken wie blöd, um ihren Export gegen eine massive Aufwertung der eigenen Währung zu schützen, und kauft dafür auf den Aktienmärkten alles halbwegs Solide zusammen, was sie in die Finger kriegt.
D.h. ist hat eingesehen, dass der Crash nicht zu vermeiden ist, und bereitet sich, ganz im Gegenteil zu D, so gut es geht darauf vor.
Entsprechend dynamisch wird die Schweiz nach dem Crash wieder aufstehen.
Für D sieht es eher so aus, als ob wir klatschend auf dem Bauch landen und auf diesem längere Zeit liegen bleiben werden.
Selbst wenn es noch gelingen sollte, zu einer freiheitlichen, vernunftbetonten Ordnung zurück zu kehren und mit Vorbereitungen zu beginnen, haben wir wertvolle Jahre verloren und gigantische finanzielle Lasten und Verpflichtungen aufgehäuft, die wir niemals werden tilgen können.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2566

Beitrag von Rohana »

emil17 hat geschrieben: Di 29. Okt 2019, 17:56 mit fairem Handel und Umweltschutz dafür sorgen, dass die Produktionsgrundlagen nicht wegbrechen und es deshalb gar nicht erst zur Krise kommt.
Äh. Wo kommt es denn zur Krise wenn auf unseren Böden hier in D irgendwas passiert, oder auch nicht passiert? UNSERE Produktionsgrundlagen sind in guter Verfassung (abgesehen von denen, die zubetoniert und -asphaltiert werden). Bevor es hier deswegen kriselt, hat's anderswo schon zweimal gebrannt :kaffee:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2567

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Di 29. Okt 2019, 21:21 UNSERE Produktionsgrundlagen sind in guter Verfassung (abgesehen von denen, die zubetoniert und -asphaltiert werden).
Ich bin nicht dieser Ansicht. Durch bosse Wiederholung gehen die Umweltprobeme auch nicht weg.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2568

Beitrag von Rohana »

Du kannst gerne anderer Ansicht sein, das ändert an Tatsachen auch nichts :pft:
Das grösste "Umweltproblem" auf den Boden bezogen sind bei uns die Steine darin.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2569

Beitrag von Teetrinkerin »

Eine aktuelle SWR Doku auf YouTube, in der es einerseits um den Zustand der Böden geht, andererseits aber auch darum, mit welchen Erschwernissen Landwirte zu kämpfen haben.

https://youtu.be/1Ybk3Ex914c
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2570

Beitrag von Rohana »

Haja also mit Pauschalkampfaussagen wie "je mehr Chemie ein Landwirt einsetzt, umso mehr strapaziert er seine Böden. Langfristig sinken dann seine Einnahmen" ist kein Blumentopf zu gewinnen.
Da wird die Angst vor der Chemie geschürt - wesentlich mehr Einfluss auf den Zustand des Bodens haben Bodenbearbeitung, Fruchtfolge bzw. angebaute Früchte, Art und Weise der Düngung, Bodenbedeckung, Wetterereignisse/Klima... aber Hauptsache mal die böse Chemie verteufelt haben :kaffee:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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