Das alles haben weniger die Bauern als die Grossmolkereien zu verantworten.
Für mich ist wichtig, ob das Stallkühe mit einem hohen Anteil an Importkraftfutter waren. Dass die saisonal anderes Futter haben, im Sommer auf der Alp, im Winter Heu aus dem Tal, ist normal und war immer so. Wenn man aber Silomilch wegen dem Geschmack mit anderer verlängert, bis das Gemisch als unauffällig durchgeht, wird es haarig.
In D ist das Angebot für mich unüberschaubar, an Regelungen wirds auch nicht mangeln.
Seit ich aber weiss, dass Schinken von Schweinen, die in Niedersachsen mit Futter aus Argentinien gemästet worden sind, im Schwarzwald geräuchert werden und das Ganze dann als Schwarzwälder Schinken durchgeht, halte ich alles für möglich.
Die Franzosen sind bezüglich ihres Roquefort-Blauschimmelkäses sehr stolz darauf, dass nicht etwa Schafmilch von ausserhalb der Region zugekauft wird, obwohl sie die Mehrproduktion problemlos absetzen könnten. So sollte es überall sein.
Neuester Geniestreich der Branche (Lebensmittel): Migros hat dänische Bio-Forellen im Angebot. Wegen einem Problem bei der Produktion haben die, um ihren Liefervertrag erfüllen zu können, Bioforellen aus ... Griechenland gekauft, in DK verpackt und hier in CH kann man sie kaufen. Bio ist erfüllt, dennoch sind die Käufer unzufrieden
Das alles ist nicht Schuld der Bauern, aber es fällt negativ auf sie zurück. Dem kann man nur mit stur lokalen Labeln auskommen ... und dann mal halt nicht liefern, wenn eine Ernte schwach war.


