Wildmohn hat geschrieben: Do 24. Okt 2019, 19:02
Wenn wir in MV sind, kaufen wir oft Rohmilch direkt vom Bauern. Der produziert zwar nicht ökologisch und vorsichtshalber koche ich die Milch ab, aber trotzdem: der Geschmack dieser Mich ist unvergleichlich zur ansonsten normal gekauften (Bio-)Milch, da kommt einfach keine Milch ran.
Tütenmilch ist standardisiert, eine direkt-ab-Tank-Milch hat ganz andere Inhaltsstoffe - das merkt man auch am Geschmack, sogar wenn abgekocht. Abkochen musst du auch nicht unbedingt, es sei denn es trinken immunschwache Personen davon.
Ich konsumiere momentan Biomilch die das Versprechen liefert, ohne antibiotikabehandelter Milchkühe produziert worden zu sein... ein Aspekt in der Tierhaltung, der leider oft vergessen wird. Wenn Lebensmittel zum Gefahrgut mutieren, macht das Essen und Trinken irgendwie nicht mehr so richtig Spass...
Da übertreibst du schon ein bisschen. Was macht der Betrieb eigentlich bei Lungenentzündung oder schwerer Mastitis? Gleich einschläfern?
Bevor Milch behandelter Kühe für den Verzehr wieder freigegeben wird, erfolgt idR eine Hemmstoffprobe. Sprich, so oder so hast du keine Antibiotika in der Milch.
Nein, eine Kuh muss keine Euterprobleme bekommen *weil* sie nicht AB-behandelt wird. Euterentzündungen haben einige Faktoren: Umgebungs/Liegeplatzhygiene, Melkvorgang und Melkhygiene, physische Beschaffenheit der Zitzen, genetische Disposition, aktuelles Allgemeinbefinden/Immunsystem. Aber auch bei bester Vorsorge kann man nicht garantieren dass es bei einem Tier nie eine Euterentzündung geben wird und wenn sie da ist, muss man behandeln, ggf. auch mit Antibiotika. Alles andere wäre nicht tierschutzkonform!
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)