Du hast eine völlig falsche Vorstellung von groß und klein!emil17 hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 13:02Du hast ja selbst den Smiley gesetzt ... Wer in einer Marktwirtschaft nur bestehen kann, indem er die Konsumenten erzieht, der hat keine guten Karten.Rohana hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 12:22 Ganz genau, Sicht der Konsumenten. Dass das nicht der Realität entspricht oder entsprechen muss, ist ja klar
Ja, mehr Subventionen. Nein, das ist falsch. Je kleiner der Betrieb ist, desto größer ist der Betrag pro Hektar.Rohana hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 12:22Wer fördert denn die Grossen? Bekommen die irgendwas für's gross sein?
Mir ging es darum, dass auch andere das Schicksal des Verschwindens haben erleiden müssen, ohne dass der Staat eingegriffen hätte. Da werden die Landwirte eindeutig bevorzugt.nein werden wir nicht, sonst hötte sich die Zahl der Betriebe in den letzen 20 Jahren nicht halbiert. Diese Entwicklung wird sich beschleunigt fortsetzen.Rohana hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 12:22Viel schlimmer würde ich da nicht zu sagen. Die Bürger haben mit den Füssen abgestimmt. Hinterher kann auch keiner behaupten er wär's nicht gewesen, denn es wollen ja alle im Supermarkt einkaufen und nicht (mehr) im Tante-Emma-Laden, sonst hätte der ja nicht zumachen müssen
Wenn das so ist, dann sollte man nicht Solidarität einfordern mit immer noch mehr "ihr müsst mehr zahlen und weniger verbieten", sondern Goodwill erzeugen. Bei den Bauern sind ganz klar die Kleinen mit dem idylischen Streichelzoo-Hof, der alles macht und alles hatauser zeit, Geld, einem Modernen Stall und die Möglichkeit mal unbeschwert 24 tage im Jahr Urlaub zu machen., die Sympathieträger. Bei uns sind es die Bergbauern. Die müssten eigentlich Geld von den Grossen kriegen - ich habe jedenfalls schon oft eine Kuh in der Blümchenwiese vor dem Schneeberg auf der Milchtüte gesehen, aber noch nie einen Melkroboter im Gross-Stall.dann solltest du einfach mal deine Fiterblase verlassen und einen Robotterbetrieb besichtigen?Rohana hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 12:22Mit dem Wahlzettel ist das so eine Sache. Es gibt schlichtweg keine Partei mehr, die wirklich was für die Landwirtschaft tut und nicht nur schöne Worte macht. 1,5% der Bevölkerung haben in einer Demokratie eh keine Chance. Wir sind auf die Solidarität der Bevölkerung angewiesen - und wenn es die nicht gibt, dann gibt es uns bald nicht mehr.
Wenn alles industriell rationalisert und vereffizienzisiert wird (Melkroboter, riesige einheitlich bewirtschaftete und entsprechend langweilige Flächen), dann verursacht das Nachteile auf der Akzeptanzebene.in Ostdeutschland ist die Landwirtschaft "beliebter" als im Westen, das ist aber geschichtlich begründet. Zudem tanzt, wer mit viel Fremdkapital wirtschaftet, sowieso nach der Pfeife der anderen.
Der einzige Vorteil, der der Konsument von einer hocheffizienten Landwirtschaft hat, sind billige Lebensmittel. Die Nachteile davon (ich nenne es jetzt zur Abwechslung mal Landschaftsschäden) hat er auch dann, wenn er da nicht mitmacht. Auf ein solches Geschäftsmodell würde ich nicht bauen.
Warum tut ihr euch in einem Verband mit den Grossen zusammen und lasst Euch nicht von denen vertreten, welche die gleichen Probleme haben?
Eine Massnahme wäre, die Produktionsketten zu entmischen und transparenter zu machen. Mich stört, wenn auf der Milchpackung eine Kuh auf der Wiese zu sehen ist und dann das meiste doch aus der Intensivhaltung kommt. Dann kann ich ganz bewusst Heumilch (und eben nicht kunstheugefütterte Stallkuhmilch) kaufen. Mir scheint, hier mauern die Bauernverbände im Interesse der Grossen.
Klein bedeutet 60 oder 80 Kühe und 120ha Land. Das sind unsere Familienbetriebe die im Haupterwerb gerad so noch davon leben können. In deinen Maßstäben fällt das aber schon unter "ganz groß".
Im zuge der Krise wird es viele Betriebe zu kaufen gegeben. Kaufe doch einfach so ein Betrieb und zeige uns wie du ihn in 2-3 Jahre aufpoliert hast.


