Rohana hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 09:04
Die Bevölkerung hat leider nach wie vor nicht begriffen, dass die "Gegenleistung" der Subventionen nicht noch extra eingefordert werden müssen, sondern diese Subventionen dazu dienen dass wir hier einigermassen günstig produzieren können.
Nein! Es handelt sich aus Sicht der Konsumenten um einen Beitrag zur umweltschonenden und nachhaltigen Produktionsweise, nicht um blosse Produktionsverbilligung. Dass keiner für Nahrungsmittel mehr zahlt als er muss, ist reine Marktwirtschaft.
Hättest du recht, stellte sich die Frage, warum die Bauern soviel und die anderen Gewebe nix kriegen, erst recht.
Ein weiterer Anteil dient zur kriegswichtigen, aber gegenwärtig absurden Nahrungsmittelgrundversicherung (absurd deswegen, weil kein Staat in Europa über längere Zeit autonom funktionieren kann, ein exportorientiertes Land wie D mit sehr hohem Lebensstandard sowieso nicht)
Rohana hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 09:04
Und "jeder Pups" - sicher, es gibt Umweltprobleme, die angegangen werden müssen/können. Es fehlt bloss jegliche Differenzierung, hier wird alles mit Verboten "gelöst" und sich dann gewundert warum das nicht funktioniert... die Lösung ist dann NOCH MEHR Verbote...
Verbote kommen dort, wo gesetzliche Grenzwerte nicht eingehalten werden. Wären Grund- und Trinkwasserqualität und Pestizideinsätze keinen Probleme, würde keiner auf die Idee kommen, das strenger zu reglementieren.
Wenn das aber an so vielen Orten der Fall ist ... Es geht doch denen, die sich beschweren, nur darum, die Kollateralschäden der durch Subventionen ermöglichten verbilligten Produktion (Überdüngung, Artenschwund) zu verneinen oder an den Steuerzahler abzuwälzen.
Rohana hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 09:04
Das ständige "wir wollen Familienbetriebe" bei gleichzeitiger Hinrichtung derselbigen ist das, was auf den Keks geht.
Warum man die Grossen fördert statt die Kleinen, müsst Ihr Eure Funktionäre, die Euch vertreten, fragen. Und sich dann überlegen, wen man auf den Wahlzettel setzt.
Die Landwirtschaft teilt im Übrigen das Schicksal jedes industriellen Gewerbes: Entweder Innovationen und neue Nischen, oder Effizienzsteigerung und wachsen auf Kosten von wem und was auch immer, oder eingehen. Es ist nicht der Staat, der das fördert - er zögert es durch Subventionen nur hinaus.
Würde man alle produktionsverteuernden Vorschriften abschaffen, wäre man in fünf Jahren dank ruinöser Konkurrenz bei noch mehr Umweltschäden betriebswirtschaftlich gleich weit. Deregulierung bei offenem Markt führt immer zu wenigen Grosskonzernen, die den Markt unter sich aufteilen und die Behebung der von ihnen verursachten Schäden an Gesellschaft und Umwelt grosszügig dem ach so bösen Staat überlassen.
Die anderen Gewerbe hats übrigens viel schlimmer erwischt - wo sind all die Tante-Emma-Läden, die selbständigen Dorfhandwerker, die Dorfkneipen und so weiter geblieben? Richtig, statt denen hats an der Peripherie jeder Kreisstadt Super- und Baumärkte und Filialen der immer gleichen Schnellfressketten.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.