Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1981

Beitrag von penelope »

Auf welchen Wirtschaftszweig trifft es NICHT zu, dass es im Ausland Konkurrenz gibt, die unter geringeren Auflagen hinsichtlich Arbeitnehmer- und Umweltschutz produziert?

Bei den aktuelln Preisen für Ackerland wäre es ja für annährend jeden Betrieb in Deutschland möglich, das eigene Land hier zu verkaufen und sich für das Geld einen wesentlich größeren Hof in bspw. Rumänien zu kaufen. Die große Mehrheit macht das nicht - sooo furchtbar scheinen es sehr viele Landwirte wohl doch nicht zu finden.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1982

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben:Wer die Wahl hat zwischen Bio oder nicht, entscheidet über z.B. die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Produktion
Sorry, aber das lenkt vom Problem ab.
Gesetzliche Vorschriften gehören eingehalten, egal bei welchem Gewerbe.
Wie man das durchsetzt, ist Sache der Behörden, da gibt es schon Methoden.
Es wäre aber im Interesse der Bauern, das freiwillig anzustreben und die schwarzen Schafe selber an die Kandare zu nehmen.

Warum die Landwirtschaft besonders in Kritik steht?
- Sie ist der grösste Subventionsbezüger bezogen auf die Wirtschaftsleistung. Landwirte haben pauschal den Ruf, ohne Subventionen gar nichts zu machen. Das ist zwar ungerecht, wenn man die Arbeitsleistung in der Erwerbslandwirtschaft mit den Reallöhnen dort in Bezug setzt, aber reiner Zufall ist dieses Vorurteil eben auch nicht.
- Sie hat die grösste Flächenbeanspruchung und damit die grösste Verantwortung im Umweltbereich
- Nahrungsmittel gehen den Leuten näher als Schrauben oder Waschmaschinen
- Wegen erhöhter Betroffenheit: jeder, der es sehen will, kann die Verarmung und Verwüstung (ja, Verwüstung, wenn man die glyphosatbehandelten Äcker im Frühjahr sieht) weiter Landstriche sehen und den Gestank falscher Tierhaltung riechen.
- Die Unterschiede zwischen dem, was in der Werbung behauptet wird, und dem, was geschieht, sind sehr offensichtlich.
- Niemand interessiert sich für das Gejammer wegen Kostendruck und Zwang zur Effizienz, denn das ist in allen Gewerben das selbe Lied. Mit dem kleinen Unterschied, dass die meisten Gewerbe zwar ebenso einengende Auflagen haben, aber keine Subventionen für das Unterlassen von Umweltverschmutzung bekommen.
- Weil es früher der häufigste Beruf war, haben viele noch einen Bezug zur Landwirtschaft (Mein Opa ...)
- Landwirte dürfen auf ihren Grundstücken Dinge, die private Nichterwerbs-Landwirte nicht dürfen (Bauen im Aussenbereich, z.B.). Das weckt Neid.
Unfair an der Sache ist bloss, dass mit "den Bauern" auch alle jene betroffen sind, die sich ehrlich bemühen, nicht nur Renditeoptimierung auf ihren Feldern zu machen. Die Bio-Landwirtschaft ist in den Wurzeln auch und vor allem eine Initiative von Landwirten gewesen, die sich mit den Übelständen ihrer Produktionsweise nicht abfinden wollten.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1983

Beitrag von Rohana »

emil17 hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:Wer die Wahl hat zwischen Bio oder nicht, entscheidet über z.B. die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Produktion
Sorry, aber das lenkt vom Problem ab.
Gesetzliche Vorschriften gehören eingehalten, egal bei welchem Gewerbe.
Das werden sie. Heutzutage wird allerdings schon jeder, der überhaupt nur die Spritze in die Hand nimmt, kriminalisiert - was meinst du was man an den Kopf geworfen bekommt für legale und rechtskonforme Anwendung von Glyphosat? Wenn der Verbraucher nicht will dass überhaupt gespritzt wird, muss er halt Bio kaufen, das ist ein derzeit verfügbare Option - aber sie wird von den meisten nicht genutzt weil zu teuer.
Wie schon gesagt, Landwirtschaft existiert nicht im leeren Raum und wir Landwirte haben genau wie alle anderen auch ein Recht darauf, unsere Arbeit anständig bezahlt zu bekommen.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1984

Beitrag von Wildmohn »

@Rohana:
Wenn ich, was zum Glück mittlerweile strikt verboten ist, mit Dollarzeichen in den Augen Blausäure in der Ostsee verklappe, dann verdiene ich solange daran, bis diese Schweinerei ans Licht kommt und geächtet wird. Spiel Dich bitte nicht immer als Opfer Deiner Zwänge auf und sei einfach mal ein wenig mehr selbstkritisch...
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1985

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Das werden sie.
... wie die Gewässerstudie zeigt.
Rohana hat geschrieben: Heutzutage wird allerdings schon jeder, der überhaupt nur die Spritze in die Hand nimmt, kriminalisiert - was meinst du was man an den Kopf geworfen bekommt für legale und rechtskonforme Anwendung von Glyphosat?
Nun ja, das nennt man Imageproblem.
Auch Asbest war mal erlaubt, DDT auch, und das hat nicht aufgehört, weil alle freiwillig nur noch ohne gekauft haben.
Rohana hat geschrieben:wir Landwirte haben genau wie alle anderen auch ein Recht darauf, unsere Arbeit anständig bezahlt zu bekommen.
Ja, nur bewegst du dich da auf sehr dünnem Eis. Der Arbeitslohn ist der Marktwert für den erzielten Mehrwert für den Arbeitgeber und hat mit Fairness wenig zu tun. Deshalb gibt es legal Löhne, von denen man bei Vollzeitarbeit nicht leben kann (eine Schande!) und frag mal in Berufszweigen wie Detailhandel, Pflegeberufe, Baustelle, Gastgewerbe, wie fair die sich bezahlt fühlen für das, was man dort machen muss.
Andersrum gehts auch: Warum kriegen Investoren fürs nichtstun mehr als du fürs Abrackern?
Die Bauern werden da gleich unfair behandelt wie alle, die keine Monopolstellung auf unverzichtbaren Waren oder Dienstleistungen haben.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1986

Beitrag von Rohana »

emil17 hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben: Das werden sie.
... wie die Gewässerstudie zeigt.
Die Gewässerstudie zeigt dass was im Wasser ist, nicht wer wann was wie macht.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1987

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Rohana hat geschrieben:Die Gewässerstudie zeigt dass was im Wasser ist, nicht wer wann was wie macht.
die überbezahlten hochsubventionierten Bauarbeiter, die keine Konkurenz aus Polen* kennen - die natürlich!
Die schütten landwirtschaftliche "Gifte" in´s Wasser - warum?
weil sie neidisch sind.
worauf? auf die freie Zeiteinteilung und das Gefühl sein eigener Chef zu sein.

Ich glaube, es ist sinnlos .......... :platt:

* oder ein anderes Land, in dem die Löhne niedriger sind, sodass es sich für den Familienvater auszahlt, nach Wien hackeln zu fahren.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1988

Beitrag von Rohana »

Du hast ne Methode erfunden wie man auf einem Molekül "Gift" den Namen des Anwenders liest? Top! Falls nicht... naja... kannst ja gangbare Alternativen vorschlagen...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1989

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Rohana hat geschrieben:Du hast ne Methode erfunden wie man auf einem Molekül "Gift" den Namen des Anwenders liest?
Den konkreten Namen nicht, aber den Beruf.

Wie gesagt, außer es war tatsächlich eine absichtliche "In-die-Irre-Leitung", aber das klingt zu sehr nach VT ..... :pfeif:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1990

Beitrag von Rohana »

Da wären wir dann wieder bei Sippenhaft. Kann man machen, entspricht aber keinem gängigen Rechtssystem soweit ich weiss.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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