Rohana hat geschrieben:
Die Gewässerstudie zeigt dass was im Wasser ist, nicht wer wann was wie macht.
Mit dieser Art von Realitätsverweigerung geht weder das Problem weg, noch werdet ihr Bauern dadurch in der Bevölkerung beliebter.
Wenn du eine Anzeige wegen Bankraubes machst, sagt die Kripo ja nicht nur "wir wissen, dass was überfallen worden ist, aber wir wissen nicht wer es war."
Wer also argumentiert, Hauptsache, man kann mir nix nachweisen und das Mittel ist ja nicht verboten, der sagt doch nur, dass ihm die Natur und alles andere eigentlich völlig egal ist. Das ist genau das Image, das die Landwirtschaft zum Teil schon hat - und ihr wundert euch, warum.
Dass ihr damit den anständigeren Teil eurer Berufskollegen schädigt, ist offenbar auch egal.
Mein Vorschlag wäre: Sämtliche Kosten weiterführender Analysen bis hin zur Überführung der Zuwiderhandelnden zahlt der, der es war - und wenn es ihn ruiniert.
Dann hört der Unfug ganz schnell auf, weil es sich herumspricht, dass es sich nicht lohnt, hier etwas zu riskieren - und das ist ja der Zweck der Übung.
Ich mache drauf aufmerksam, dass Vergiftung von Gewässern kein Kavaliersdelikt ist und dass der Tatbestand, wenn die Grenzwerte überschritten sind, auch formaljuristisch gegeben ist. Zudem handelt es sich um ein Offizialdelikt, ist also von Amtes wegen zu verfolgen, auch wenn keine Anzeige vorliegt.
Rohana hat geschrieben:Da wären wir dann wieder bei Sippenhaft
Sippenhaft ist nicht die gezielte Suche eines Verursachers unter einer Gruppe von Verdächtigen, sondern die Haft von Angehörigen eines (vermuteten) Täters, von denen die Behörde keinen Grund zur Annahme hat, dass sie an der Tat beteiligt waren. Das ist etwas grundsätzlich anderes.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.