alte Rezepte

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Maisi
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Re: alte Rezepte

#251

Beitrag von Maisi »

Ist bei Tieren doch auch zu beobachten, egal wie saftig das Gras im eingezäunten Bereich ist, das Gräslein auf der anderen Zaunseite ist viel verlockender ;)
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Maeusezaehnchen
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Re: alte Rezepte

#252

Beitrag von Maeusezaehnchen »

Das ist der Reiz des nicht erreichbaren.
Wie bei Kindern... dürfen sie immer was kleines Süßes ist das Verlangen nach großen Mengen nicht da... verbietet man Süßes Komplett können sie nicht genug bekommen wenn sie mal was ergattern.

Bei uns in der Region gab es definitiv keinen Lachs... Dafür Forellen, Flusskrebes usw. .... aber nur gestolen.
Das meiste Fleisch war für die hohen Herrschaften gedacht. Die kleinen Leute bekamen mehr Gemüse und Getreide.... aber auch nicht mit der jetzigen Auswahl.

Und Rezeptbücher für die kleinen Leute waren nicht notwendig, denn die konnten ja nicht mal lesen... daher die mündlichen Überlieferungen.
Ich koch auch sehr viel ohne Rezept so wie ich es von Oma und Mama gelernt habe.... und genau so gebe ich es auch meinen Mädels weiter.
Natürlich gibts auch sehr gerne mal was ausgefalleneres nach Rezeptbuch... aber nicht laufend als Standartküche.
sybille
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Re: alte Rezepte

#253

Beitrag von sybille »

Bei uns zuhause gab es nur saisonelles Gemüse aus dem Garten (für uns Kinder viel zu viel Salat im Sommer), nur eigenes Fleisch das totgegart wurde und jeden Tag Salzkartoffeln. Ich zog sehr früh aus und verweigerte all das was mir aufgezwungen wurde. Erst viel später lernte ich die einfache Küche zu schätzen.
Von meiner Mutter habe ich nichts an Kochkünsten mitbekommen. Nach Rezepten kochen mag ich nicht. Hatte das in jungen Jahren versucht aber das war mir nichts. Aber ich habe eine sehr gute Nase und wenn ich koche dann schnüffle ich an meinen Gewürzen und rieche was schmecken könnte. Bisher lag ich da immer richtig.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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65375
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Re: alte Rezepte

#254

Beitrag von 65375 »

Nach Rezept kochen klappt bei mir einfach nicht, auch wenn ich es versuche. Es wird doch immer was eigenes.
Das Problem dabei ist, daß es nie reproduzierbar ist. Es ist immer tagesformabhängig.
Ich hab's auch schon mit mitschreiben probiert, aber wenn ich nicht gut drauf bin, wird's nix.
sybille
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Re: alte Rezepte

#255

Beitrag von sybille »

65375, das ist doch gerade das Schöne daran das es immer ein anderes Geschmackserlebnis ist und das ist dann noch tagesformabhängig. Das passt immer wenn die richtige Nase dabei ist und sich nicht von Rezepten verleiten lässt.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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65375
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Re: alte Rezepte

#256

Beitrag von 65375 »

@sybille
Das ist wohl wahr und macht eigentlich auch viel Spaß, mehr als streng nach Vorschrift.
Aber die Kehrseite der Medaille ist doch, daß das Essen nicht schmeckt, wenn ich unglücklich bin; oder sonstwie nicht fit.
hobbygaertnerin
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Re: alte Rezepte

#257

Beitrag von hobbygaertnerin »

Was mir speziell zu alten Rezepten auffällt,
früher wurde mit sehr viel Einbrenne gekocht.
Das passt nicht mehr so gut in unsere Zeit.
Früher wurden sehr viele süsse Mehlspeisen gemacht, heute kennt die fast niemand mehr.
Dampfnudeln, süsse in der Form im Wasserbad gekochte Puddings, gefüllte Buchteln, Pfannkuchen, Millirahmstrudel, wer macht heute noch einen Pudding?
Selbst Griesbrei, Milchreis wird zum grossen Teil fertig gekauft- wer kocht heute noch so, dass auch die Reste verwendet werden, dass das, was da ist, rumsteht, verarbeitet wird?
Was mir auch auffällt, schiebt man das Wagerl durch den Supermarkt, wird einem heute eine Überfülle vorgemacht, aber ist es wirklich so?
Doris L.
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Re: alte Rezepte

#258

Beitrag von Doris L. »

Was mir auch auffällt, schiebt man das Wagerl durch den Supermarkt, wird einem heute eine Überfülle vorgemacht, aber ist es wirklich so?
Klar ist das eine Überfülle. Jedenfalls für andere als mich. Diese zahlreichen Lebensmittel die aufgehübscht werden kann ich nicht gebrauchen. Wegen meinen Allergien darf ich vieles nicht nehmen. Auf Konservierungsstoffe , Aromen und einiges mehr sollte ich verzichten. Da bleibt nicht viel übrig. In einem anderen Forum wurde essbares zum kaufen aufgelistet. Alles was sie schmackhaft fanden. Das interessiert mich und war doch sehr enttäuscht. Die Leute zählten nur Süßigkeiten auf. Das meiste kenne ich gar nicht, bei unbekanntem bin ich doch sehr skeptisch.
Klar kaufe ich auch Kidneybohnen , Mais und Tomatenmark in Dosen, Joghurt, den ganz einfachen, Marmelade selbstgemachte kann ich selbst reintun. Gestern wollte ich was schokoladiges, selbst in dem teuren Zeug ist Palm.

Ich bin durch mit dem Kalender. Er ist aus dem Jahr 1831 . Gab es damals soviele Weinbergschnecken? Zu einem Gericht brauchte man 100 Stück und das alle 2-3 Tage . Kein Wunder das man die heute nicht mehr sammeln darf :) .Maikäfersuppe,Igel und Eichhörnchen tauchen im Kalender nicht auf . Allerdings steht im Anhang des Buches das der Kalender aus Bayern für alle Stände gedacht ist und nur ein Anhaltspunkt für das tägliche Essen sein soll. Einiges habe ich gespeichert.
Benutzer 72 gelöscht

Re: alte Rezepte

#259

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Doris L. hat geschrieben:Joghurt, den ganz einfachen, Marmelade selbstgemachte kann ich selbst reintun.


Oder Rosinen, Honig und geschnittene Orangen - njam!!
Doris L. hat geschrieben:Gestern wollte ich was schokoladiges, selbst in dem teuren Zeug ist Palm.


Rapunzel ohne Palm...

Falls du auch keine Milch verträgst, nimm die Bitterschokolade - nur Zucker, Kakao und Kakaobutter ;)
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Maeusezaehnchen
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Re: alte Rezepte

#260

Beitrag von Maeusezaehnchen »

Bei uns gibt es eine ganz bekannte Schokomanufaktur Zotter
https://www.zotter.at/de/startseite.html
Die machel alles auf fairtrade und garantiert palmölfrei.
Ich liebe die tollen Produkte... zwar nicht ganz so billig aber traumhaft.
Bei uns gibts die (da regional) in fast allen Geschäften in kleinen Ecken.... natürlich nicht alle Sorten.
Wer mal in die Gegend kommt kann auch in das Museum.... unglaublich lecker. Man kann wirklich alles verkosten und sieht wie die Sachen gemacht werden.
Die Verkostung beginnt bei rohen Kakaobohnen - Geschmacksache... aber bis zum Ende hat man auf jeden Fall mehr als Genug.
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